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Vom Arzt verstümmelt, von „Anwalt Raffgier“ abgezockt!

Knoten in der Brust – Fehldiagnose. Busen weggeschnippelt – Schmerzensgeld bekommen. Aber die meiste Kohle davon kassierte ein rechtsgelehrter Spitzbube, der sich Rechtsanwalt nennt.

 

Das Schicksal von Annegreth Mattausch (56) macht fassungslos! Trotz allem, was sie durchgemacht hat, gibt sich diese betrogene Mutter nicht geschlagen.

 

In guten wie in schlechten Zeiten…auweiah! Annegreth Mattausch weint viel seit Juli ’87, als sich ihr Leben radikal veränderte. Damals war sie 32, hübsch, ein fröhlicher Mensch in der Blüte ihres Lebens!

 

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 „Wenn ich morgens vor dem Spiegel stehe, kommen mir oft die Tränen, obwohl ich nicht weinen will. Den Anblick meines entstellten Busens ertrage ich jedoch nur schwer. Unterm Bademantel verhülle ich seit fast 25 Jahren alles, auf was ich mal richtig stolz war, die 95er Oberweite, den makellosen Körper. Früher wirbelte ich als Kellnerin von Tisch zu Tisch, das ist vorbei“, erzählt sie www.boulevard-buende.de.  Verstümmelnde Schnitte in einem Krankenhaus veränderten radikal ihr Berufs- und Privatleben.

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Die verunstaltete Frau wohnt in einem Einfamilienhaus, geht wieder unter Menschen. Viele Jahre tat sie das nicht, weil sie sich schämte. „Keiner bewunderte mehr mein pralles Dekolleté. Ich bin platt wie ein Bügelbrett, oben rum ein Wrack. Ich ging nicht mehr schwimmen, nicht mehr in den Kegelclub. Heute denke ich anders, kann nur sagen, kein Schicksalsschlag ist so furchtbar, als das man sein Leben nicht mehr genießen könnte. Ich tu’s jetzt wieder!“

 

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Warum versteckte sie sich über ein Jahrzehnt vor der Öffentlichkeit? „Mir wurde gesagt, ich hätte Krebs. Die Brustfalte sollte vorsichtig geöffnet und das kranke Gewebe entfernt werden. Damit war ich einverstanden, angeblich ging’s um mein Leben “, berichtet Annegreth www.boulevard-buende.de. Ein Gutachter-Professor bestätigte, „dass die vorgenommene Maßnahme richtig gewesen ist, um ein Krebsrisiko zu minimieren“.

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Heute ist Annegreth Mattausch 70 % schwerbehindert, bekommt 740,- EURO Erwerbsunfähigkeitsrente. Selbst wenn sie wollte, kann sie ihren Job nicht ausüben. „Mein linker Arm ist gefühllos. Mir fällt jedes Bier- und Weinglas hin, jeder Suppenteller, jede Kaffeetasse, Sprudelflasche. Kellnerin, mein Traumberuf, das war einmal! Am allerschlimmsten ist jedoch, die OP musste gar nicht sein, ich hatte gar keinen Krebs“. 

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Sie beauftragte Rechtsanwälte mit einer Schmerzensgeldklage gegen den schnipp-schnapp-Doktor. Die Juristen rieben sich die Hände, denn bei dem Streitwert von 100.000,- EURO blieb für die richtig was übrig. Sie kassierten ein sattes 4.000,- EURO-Voraushonorar – und rührten keinen Finger. Sie ließen, man mag’s nicht glauben, die Akten im Schrank verstauben. Als Frau Mattausch Krach schlug, reagierten die Rechtsverdreher frech wie Rotz: „Ihre Klage hat sowieso keine Aussicht auf Erfolg!“

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Annegreth suchte sich eine neue Kanzlei. Ihre Wahl fiel auf Kölner Anwälte, die in einer Fernsehsendung und einer Illustrierten als Spezialisten für Arzthaftungsfälle gerühmt wurden. Kaum kontaktet, nahmen die das Mandat auch sofort an und imponierten mit solch einschmeichelnden Sprüchen: „Angesichts Ihrer besonderen Belastung, angesichts des Umstandes, dass Sie bereits einmal erheblichen Schiffbruch mit einer Anwaltskanzlei erlitten haben…“ Das ging bei Annegreth runter wie Honig! Menschenskinder, was sind das für nette Leute.

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Vertrauensselig unterschrieb die Frau eine 3-fach überhöhte Honorarvereinbarung, denn was sollte schon schiefgehen bei diesem schriftlichen Versprechen: „Sie gehen keinerlei Risiko ein! Können wir Ihren Prozess nicht gewinnen, wird diese Honorarvereinbarung von uns nicht eingefordert werden“. Einen Absatz weiter heißt es im selben Brief (Reg.-Nr. 1993/00411): „Können wir Ihnen die erfreuliche Mitteilung machen, dass Ihre Rechtsschutz-Versicherung auf unser intensives Betreiben hin tatsächlich Kostendeckung für den gesamten Prozess übernommen hat“. Kein Wort davon, dass die Versicherung natürlich nur die gesetzlich anfallenden Gebühren erstattet, aber keine 3-fach höheren! Nicht eine Silbe auch darüber, was Annegreth denn berappen muss, wenn’s gar nicht zu einem Urteil kommt, sondern „nur“ zu einem erfolgreichen Vergleich.

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Jedenfalls empfand die juristisch ungebildete, ihrem Anwalt blind vertrauende Annegreth alles ganz toll. Weniger toll war’s nach 12 Jahren: Der Prozess wurde nicht gewonnen, die Juristen schlossen einen Vergleich über 30.677,51 EURO. Die eine Hälfte zahlte das Krankenhaus, die andere die arroganten Schlafmützen-Rüpel, die die Akten einfach nicht bearbeitet hatten.

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Die Gesamtsumme wurde an die Kölner Anwälte überwiesen – und die Lauselümmel dachten natürlich zuerst einmal an sich! Die erfüllten nämlich die 3-fach überhöhte Honorarvereinbarung mit Leben, forderten 13.928,92 EURO, normal wären 4.642,90 EURO gewesen, reduzierten den Betrag „großzügig“ auf 8.896,48 EURO (den Differenzbetrag holten sie sich von der Rechtsschutzversicherung), so dass Annegreth Mattausch von der 1. Rate in Höhe von 10.225,84 EURO noch ganze 1.329,36 EURO bekam.

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www.markisen.zentrum.com

„Eine Frechheit“, schimpft sie, „denn angeblich zahlte doch meine AdvoCard alles“. Erst nach dieser Schmumacherei ging ihr ein Licht auf. Warum hat sie gegen die Kölner Anwälte nichts unternommen? „Nach 16 Jahren Kampf wegen meines verunstalteten Busens war ich zermürbt“.

 

 

Wie äußerten sich die Kölner Anwälte über diesen Beschiss gegenüber www.boulevard-buende.de? So: „Frau Mattausch hatte uns in einer Situation mandatiert, die an sich aussichtslos war. Die zuvor tätigen Kollegen hatten die Ansprüche der Geschädigten der Verjährung anheimfallen lassen, mit der Konsequenz, dass wir dieses Verfahren sowohl gegen die Kanzlei führen mussten als auch gegen die Klinik, ein äußerst komplexes und schwieriges Unterfangen… und haben letztendlich das Unmögliche wahrgemacht, dass nämlich Frau Mattausch trotz denkbar schlechtester Voraussetzung dennoch eine angemessene Abfindung erhielt“. Das Schreiben endet mit der Drohung: „Wenn sie jedoch Wert drauf legt, können wir natürlich die Dinge auch ordnungsgemäß abrechnen… streng genommen steht uns dann noch ein Honorar von über 5.000,00 Euro zu. Hochachtungsvoll Dr. B. M.“

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www.Hartmann-Kollegen.de

Die AdvoCard Hamburg (Werbeslogan: „AdvoCard ist Anwalts Liebling“) teilte zur Leistungs-Nr. 94-037 195-8S W mit: „In der Schadensersatzangelegenheit… haben wir die gesetzlichen Gebühren getragen. Von einer Honorarvereinbarung hatten wir keine Kenntnis“.

 

Die Staatsanwaltschaft stellte gegen die Anwälte ein Verfahren wegen Betruges, Untreue und Gebührenüberhöhung ein, obwohl sich die Saubermänner noch auf andere Weise unredlich bedienten: Die kassierten nämlich für ihre Abrechnung mit Frau Mattausch 217,54 Euro „Hebegebühren“, die sie aber nicht ihr, sondern der Rechtsschutzversicherung in Rechnung stellen mussten.

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 www.kirschmonster.de

Lesen Sie zum Thema „Hebegebühren“ in  www.boulevard-buende.de  diese Geschichte: Vorsicht vor Winkeladvokaten – der große Bluff mit dem kleinen Geld.

 

Erst mit Hilfe neuer, nun die 3. Rechtsanwälte (Graf von Westphalen, Köln) kam die gebeutelte Frau zu dieser unrechtmäßig einbehaltenen Summe. Wegen ihrer Rückforderung von 8.896,48 EURO aus der viel zu hohen Honorarvereinbarung mit den Geldeinheimserspezialisten bot ihr zwar ihre neue DAS- Rechtsschutz-Versicherung Kostendeckung für den Klagefall an. Doch die 56jährige ist mit den Nerven am Ende: „Noch ein Prozess, und ich lande im Irrenhaus. Ich kann nicht mehr,“ sagt sie weinend zu www.boulevard-buende.de.

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 www.kirschmonster.de

Annegreth Mattausch, was für ein Schicksal! Ihr erster Mann Reinhold (47) verließ sie, weil er keine entstellte Frau wollte. Sie fand einen neuen, FernfahrerLudwig (57). Von ihm bekam sie Sohn Werner (heute 22).

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Annegreth blättert gedankenversunken in einem Fotoalbum. Auf der 3. Seite hält sie inne. Ihr Blick fällt auf eine attraktive, vollbusige Blondine im Bikini. Der locker über beide Schultern geworfene knielange weiße Bademantel wird in Bauchnabelhöhe durch eine Kordel zusammengehalten. Barfuss läuft die Frau am Sandstrand entlang, vorbei an grünen Seetanghaufen. Der Seewind bläst ihren Bademantel vorn auseinander, gibt den Blick frei auf eine bronzebraune anmutige Gestalt. „Auf meinen Busen war ich echt stolz“, lächelt Annegreth Mattausch beim Betrachten dieser Bilder. „Kucken Sie mal genau hin, da passten alle Proportionen. In meinem letzten Sommerurlaub wurden die Fotos aufgenommen, ein Jahr vor der verheerenden Brustoperation“.

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Annegreth klappt das Buch mit den schönen Erinnerungsbildern zu, blickt an sich hinunter. Die gelernte Restaurantfachfrau sagt heute über sich: „Meine schönen Brüste sind weg, einfach abgeschnitten, wegamputiert. Ich bin verstümmelt worden, wie’s schlimmer nicht geht“. Erst nach den Radikalschnitten kam das Gewebe zur Untersuchung in ein Labor. Ergebnis: Alles nicht bösartig, kein Krebs!

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Als Annegreth das erzählt, kommen ihr die Tränen – oh nein, diese Erinnerung!

 

„Ich war 18, kam mit Unterleibsschmerzen ins Krankenhaus Minden. Die Pille wurde sofort abgesetzt. Später ist das Fabrikat verboten worden, weil es als Krebsverursacher galt. Vorsichtshalber nahmen mir die Gynäkologen einen Teil des Gebärmutterhalses weg“, erzählt Annegreth www.boulevard-buende.de.

 

Mit 31 ertastete sie Knoten in beiden Brüsten. Kleine Verhärtungen, die ihr zu denken gaben. Sie ging zum Arzt, der überwies sie ins Krankenhaus. Eine Gewebeanalyse ergab: kein Krebs, nicht bösartig! Um einer erneuten Knotenbildung vorzubeugen, empfahl der Chefarzt der Gefäßchirurgie: „Es wäre ideal, Sie würden schwanger, denn meist normalisiert sich dann alles wieder!“

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Annegreth war längst mit Fernfahrer Ludwig liiert. Den hatte sie in privater Runde beim Doppelkopf in einem Gasthaus kennengelernt. Annegreth lachend: „Ich sah ihn, er gaffte ständig an mir runter, ich griff zu, wollte mich richtig ausleben, da bin ich ehrlich. Ich befürchtete, dass mir die Ärzte nicht die Wahrheit gesagt hatten und ich in Wirklichkeit todkrank bin“.

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Sie wurde schwanger, wusste es aber noch nicht. Die Knoten im Busen waren mit gewachsen, als sie in den Operationssaal geschoben wurde. An dem Tag verlor Annegreth Mattausch nicht nur ihre wunderschönen Brüste, sondern auch durch das Narkosemittel in der 11. Schwangerschaftswoche Zwillinge.

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Die selbstmordgefährdete Frau berichtet www.boulevard-buende.de: „Nachdem mich meine Ärztin in die Klinik überwies, tastete der behandelnde Arzt meine Brüste ab betonte ständig, er werde eine brusterhaltende Operation durchführen. Er werde unter der Brust in der Falte schneiden und nur das kranke Gewebe entfernen. Später stand jedoch in der Krankenakte  ‘einfache Mastektomie’.  Dieser totalen Wegschnipselei, die dann tatsächlich  durchgeführt wurde, habe ich nie zugestimmt. Ich bin darüber vorher nicht aufgeklärt worden“.

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Als sie zum ersten Mal den Verband lüftete, erschrak sie heftig: „Meine Brust ist ja weg!“ schrie sie entsetzt. Es kam aber noch schlimmer! Seit der Operation hatte sie kein Gefühl mehr in beiden Armen. Der Grund: der verantwortliche Arzt nahm ungenehmigt sogar eine sogenannte „radikale Mastektomie“ vor, wobei das gesamte Brustgewebe ausgeräumt und auch Lymphknoten aus den Achseln entfernt werden. Außerdem auch ein Teil der Haut, wo sich die Brustwarze und der Warzenvorhof befinden, sowie die darunter liegenden Brustwandmuskeln. Bei dieser Aktion waren Nerven verletzt worden.

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Was Annegreth Mattausch psychisch zu schaffen macht, ist dieses: „Als sicherste Art, Brustkrebs in einem frühen Stadium zu erkennen, gilt die Mammographie. Natürlich kann man auch bei diesem Blick in die Brust Krebs übersehen. Aber in 9 von 10 Fällen wird er doch richtig erkannt. Ich habe mich immer an die wissenschaftlichen Weisheiten gehalten, dass man die Mammographie am besten während der ersten zwei Wochen nach der Regelblutung durchführen lassen soll, weil die Schmerzempfindlichkeit der Mammographie vor der Regelblutung als ausgeprägter gilt. Die Brust wird ja am Aufnahmegerät des Röntgenapparates zusammengedrückt, damit sich eine bessere Erkennungsmöglichkeit bietet. Das kann aber manchmal ganz schön schmerzhaft sein.

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Der Pfusch-Arzt verteidigt sich damit, dass „nach dem damaligen Stand der Medizin die radikale Mastektomie die beste Behandlungsform war“. Er habe bei der Patientin „eine hochriskante Vorstufe des Brustkrebses“ festgestellt. Da lag sie allerdings schon auf dem OP-Tisch in Narkose und konnte um ihre Zustimmung nicht mehr gefragt werden.

Heute, nach der physischen und psychischen Katastrophe, nach dem Desaster mit Winkeladvokaten der Sorte „Anwalt Faulpelz“ und „Anwalt Raffgier“,  hat Annegreth Mattausch wieder Lachen gelernt. „Mein Sohn hilft mir sehr dabei, dass ich positiv denke und viel schönes erlebe“, strahlt sie endlich wieder jene Lebensfreude aus, die sie vor dem Verstümmelungs-Schock schon immer auszeichnete.

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Das ist deshalb so wunderbar, weil die Ehe mit ihrem 2. Mann Ludwig in den letzten 4 Jahren nur noch auf dem Papier existierte. „Ein Sexualleben fand nicht mehr statt“, gibt sie enttäuscht preis. Als sie dann ihre Brüste in einer Schönheitsklinik aufbauen lassen wollte, beschimpfte er sie: „Spar das Geld! Solche Silikonhuren laufen schon genug herum“.

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„Da habe ich ihn rausgeschmissen“, erzählt Annegreth. „Obwohl er ja irgendwie Recht hat: die Attribute seiner Frau sind im Klinikabfall gelandet, ihm und mir wurde ein Vielfaches an Lebensfreude und –genuß genommen. Das Einzige, was mich heute aufrecht hält, ist meine Verantwortung als Mutter“.

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