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Und der Haifisch, der hat Zähne. Und die trägt er im Gesicht…

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Wer kennt sie nicht, die Moritat nach Bertolt Brecht über den Herrn mit dem klangvollen Namen Mackie Messer? Der Inhalt besingt sterbende Leute am Ufer der Themse, einen toten Mann am Strand. Dann noch eine Dame namens Jenny Towler, der ein Messer in der Brust steckt. Darüber hinaus wird ein spurlos verschwundener Gentleman bejammert, der Alfons Glite heißt. Als absoluter Höhepunkt ist schließlich von einem Großfeuer in Soho die Rede, bei dem 7 Kinder und 1 Opa umgekommen sind.

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Sterben wollen, lieber tot sein anstatt im Behandlungsstuhl eines Zahnarztes Platz nehmen zu müssen, das ist der Wunsch von manchen Patienten vor der als unangenehm empfundenen Kiefer-Inspektion.

Die Furcht vor der Betäubungsspritze und dem sich anschließenden Bohren kann außer den befürchteten Schmerzen aber auch ein ganz anderer, ein unausgesprochener sein, dieser: ist mein Doktor ein Haifisch, der mit sündhaft teuren Behandlungen auf meine Kosten Kasse machen will? Saniert der Heil- und Kostenplan, von dem meine Krankenkasse nur einen Teil der Gesamtsumme trägt, den Rest muss ich selbst bezahlen, neben meinem Gebiss in erster Linie das Bankkonto meines Zahnarztes? Trägt der beim Rumfummeln in meinem weit aufgerissenen Maul nur deshalb Handschuhe, damit auf seinen Fingern nicht die Spuren seiner Zaster-Untat zu lesen sind?

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Im Liedtext in der 2. Strophe über Mackie Messer kommen die Fäustlinge als DNA-Verhinderer ins Spiel. Aber noch dicker kommt es in Strophe 5, was hoffentlich bislang in keiner Zähneschmiede vorgekommen ist: ein reicher Mann verschwindet mitsamt seinem Geld – und dem Zahnarzt ist nix zu beweisen.

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Die Patientin Marlene Schulte (38) aus Kirchlengern stand kurz vorm Kollaps, als sie die Berechnung für die Erneuerung ihrer Kauwerkzeuge erhielt! Mehr als 16.000,- EURO Eigenanteil sollte sie beisteuern. Woher nehmen, wenn nicht stehlen?

Zähne zusammenbeißen und durch, solche Sprüche helfen da nicht mehr. Aber eine Risikoversicherung! Eine von vielen ist die CSS Versicherung AG. „Au Backe“, bekam Frau Schulte, die dort Beitragszahlerin ist, Schweißausbrüche. „Die werden mir was pusten, wenn ich denen nach nur 2jähriger Zugehörigkeit die Reparaturkostenrechnung meines Zahnarztes schicke“.

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Zu Recht befürchtete die Patientin energischen Widerstand der CSSler, soviel Geld für die Wiederherstellung ihrer Beißerchen im Rahmen des Versicherungsvertrages übernehmen zu sollen. Abgeklärt war bereits, gegen die Ausführungspläne ihres Mundhygienikers im Range eines Dentisten gab es keine fachlichen Beanstandungen.

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Aber: es kam anders, als von Frau Schulte bangen Herzens vermutet und wie in unserer Geschichte über die Allianz Versicherung geschildert (www.boulevard-buende.de, dann RSS FEED anklicken und im Inhaltsverzeichnis die Schlagzeile „Die warten doch nur darauf, dass ich mir den Strick nehme! Hoffentlich nie Allianz versichert“). In jenem Fall musste Witwe Iris Oest (45) erst wie eine Löwin kämpfen, um eine finanzielle Katastrophe von sich und ihren minderjährigen Töchtern abzuwenden.

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Im Gegensatz zum verachtenswerten Allianz-Verhalten ließ die CSS Marlene Schulte nicht hängen. Obwohl ihr dieser Versicherungs-Hai nun wirklich leicht die Zähne hätte zeigen können. Hier aber siegten Anstand und Moral. „Im Fall von Frau Schulte werden wir die Kosten für Zahnersatzmaßnahmen gemäß der entsprechenden Heil- und Kostenpläne im tariflichen Umfang übernehmen. Auf Grund einer Anzeigepflichtverletzung seitens der Patientin wäre die CSS hierzu jedoch nicht verpflichtet. Denn Frau Schulte antwortete bei Antragsstellung auf die Frage, ob in den letzten 3 Jahren eine Schiene benötigt wurde, mit „nein“. Dies entspricht nicht der Tatsache, denn Frau Schulte benötigte im Jahr 2009 eine Schiene. Diese Behandlung hätte uns Frau Schulte bei Antragsstellung nennen müssen. Wir bedauern, dass es zu einer Verzögerung in der Bearbeitung kam. Der Befund der „Schienenbedürftigkeit“ ist im Rahmen der Sachbearbeitung erst bei einer späteren Prüfung aufgefallen. Trotzdem erstattet die CSS Versicherung AG, ohne Anerkennung einer Rechtspflicht, da es sich um eine Anzeigepflichtverletzung der Versicherungsnehmerin handelt, Frau Schulte die Kosten“.

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Die Patientin schloss die Versicherung erst 2011 ab. Bei Zahlungsverweigerung des über 16.000,- EURO-Zuschusses hätte sie einen viele Jahre dauernden Rechtsstreit darüber führen müssen, ob sie die erwähnte Schiene benötigt hat, oder ob sie ihr 2 Jahre vor Vertragsabschluss vom damals behandelnden Medizinmann nur empfohlen und dann eingesetzt wurde. Eine Empfehlung ist ein Vorschlag, keine Benötigung, kein unabdingbares Muss.

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„Ich bin froh, dass ich bei einer Versicherung Mitglied bin, die Soforthilfe leistet, anstatt sich hinter Paragraphen zu verstecken und mir ihre Geschäftsbedingungen um die Ohren zu hauen. Es wäre schlimmstenfalls zu einer jahrelangen prozessualen Auseinandersetzung gekommen mit ungewissem Ende, mit Gutachter, Gegengutachter und zum Schluss mit einem Vergleich, der nur den beteiligten Rechtsanwälten genützt hätte“, sagt die Patientin dankbar. „Mir wird schlecht, wenn ich  daran denke, was mich sowas gekostet hätte“.

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Dieses schöne Beispiel beweist: es gibt nicht nur Versicherungshaie wie die Allianz, die ihre Zähne zeigt und Versicherte im Regen stehen läßt. Es existieren auch seriöse Assekuranzen, die ihren Beitragszahlern im Notfall Hilfe angedeihen lassen.

Leider brachten die sagenhaft gute Leistungen die CSS Versicherung AG in gewaltige Turbulenzen. Über 175 Millionen Schweizer Franken Schulden! Da blieb kein anderer Weg, die Assekuranz musste zu neuen Ufern schwimmen. Rettungsring wurde die „HanseMerkur“ als neue Mehrheitsbesitzerin. Die sowie ARAG Z 90 Bonus, AXA Dentpremium-U, CONTINENTALE CEZP und R+V comfort Z2U+ZV bieten gute Leistungen im Bereich Zahnversicherung an.

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„Eine tolle Sache!“ meint Marlene Schulte, „das es solche Zahnzusatzversicherungen überhaupt gibt“.

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Die Geschichte ist aber auch eine Warnung an alle Versicherten, es mit der Wahrheitspflicht in den Aufnahmeformularen genau zu nehmen: denn wer falsche Angaben macht, verliert den Versicherungsschutz. Und das ist ganz im Interesse der Versichertengemeinschaft, die sonst eine Erhöhung der Beitragszahlungen befürchten muss.

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