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Tolle Karriere: Rentnerpolizist als Rechtsbrecher – dafür geht er über Leichen!

Jupp ( geschätzte 72) sagt, er verfolge die schützenswerten Interessen der Bürger. Doch wie er’s macht, ist skandalös! Hausfrau Eva-Maria (49) zieht in ihrem Heim aus dem Nest gefallene Raben groß – wenn sie fliegen können, kommt schwupp-die-wupp Jäger Jupp vorbei und schießt sie mausetot! In ihrer Verzweiflung wandte sich die Tierfreundin aus Hunnebrock jetzt sogar an die Bundeskanzlerin. „Ich lasse meine Tierliebe nicht erschießen!“ schrieb sie nach Berlin.

Wahrscheinlich sah der Rentnerpolizist zu oft den Alfred Hitchcock-Psycho-Thriller “Die Vögel“, jedenfalls bringt er mit piff-paff-bumm am Waldschlösschen von Menschenhand großgezogene Rabenvögel um.

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Für den Einsatz seines Schießgewehrs ist Jupp jedes Mittel recht. Für seine Krähenleichen tritt er den Datenschutz mit Füßen. Und für die toten Vögel verletzt er durch Machtmissbrauch die Persönlichkeitsrechte anderer. Ein schmuckes Aushängeschild der Polizei!

Booaaahhh! Auf den 1. Blick erscheint er einem als wirklicher klasse Mann! Eine Schießmedaille in Gold hat er sich wie kein anderer verdient! Obendrein vielleicht noch die dazu passenden Insignien wie Stetson-Hut und Cowboystiefel, zum Entspannen im kuscheligen Ohrensessel noch die im Habegger Verlag Zürich erschienene Bestseller-Schwarte:  „Wie Wyatt Earp zum Westernhelden wurde“.

Als würdevolle Dreingabe geeignet wäre ein von begeisterten Jagdkollegen gespendetes Exemplar der Browning-Gasdruckladeflinte „Gold“, Kaliber 12/76 mit Systemgehäuse aus Leichtmetall, Laufschiene mit Perlkorn, Gewicht (ungeladen) 3.150 g, Schaft aus Nussbaumholz. Wirklich eine Superknarre zum Dahinschmelzen!

„Mit dieser modernen Waffe, deren Hauptmerkmal die universelle Verwendbarkeit für eine breite Palette von Schrotpatronen ist, werden viele Schüsse auf ein Minimum reduziert. Die Trefferquote des Krähenfeindes erhöht sich aufs Maximum. Das bedeutet, er ballert garantiert jede von mir groß gezogene, handzahm gemachte Krähe tot“, regt sich Eva-Maria über ihren Widersacher auf. Sie ist auf den flotten Heißsporn mit Schnauzbärtchen und Schießgewehr nicht gut zu sprechen.

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Deshalb: „Seit Jäger Jupp schwupp-die-wupp in mein Leben trat, hat sich für mich der bis dahin ruhige Alltag abrupt verändert, zum Beispiel, dass ich nicht wusste, wer mich fotografiert. Ich wusste auch nicht, warum er mich fotografiert. Wenn ich ihn fragte, weshalb er mich knipst, lachte er mich aus. Fragte ich ihn nach seinem Namen, hüllte er sich in Schweigen, drehte ab und trottete wortlos zu seinem Auto.

Er kam mir vor wie einer von Karl Mays tollen Helden, ’ne schussbereite Knarre in der linken und statt ’ner fast leer getrunkenen Buddel Whisky eine Digitalkamera in der rechten Hand. Auf mich wirkte er anfangs wie ein Spaßvogel, eine Reliquie aus dem letzten Karneval in seiner Jagdmontur. Aber ich lernte bald, dass dieser streitbare Mensch keinen Spaß, sondern mir nichts als Ärger machen wollte“. In Eva-Maria kocht es!

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 „Dabei kann sie keiner Fliege was zuleide tun, im Gegenteil“, lobt Ehemann Stefan (42) seine 7 Jahre ältere wohl portioniert gebaute, knusprige, knorrige, beinharte bessere Hälfte. „Wenn’s nach Mutti ginge“, flötet Tochter Samanta-Carmen (20) keck dazwischen, „müssten wir draußen schlafen, weil’s in unserer Bude zu eng wäre“.

Gnadenbrot für schwerstbehinderten Kater

 Damit meint sie Mamas zügellose Liebe für Tiere in Not! Eva-Marias Großzügigkeit als Gastgeberin genießen schon lange der ehemalige Zirkushund „Max“ (5) und Kater „Stumpi“ (3). Die kriegen in dem wunderschön restaurierten Fachwerkkotten unter Eichen und Buchen an der Carl-Severing-Straße 51, schräg gegenüber vom „Waldschlösschen“ am Hunnebrocker Sportplatz, bis ans Lebensende ihr Gnadendbrot.

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Spitzmischling „Max“ galt als kostenträchtiger Mitesser in einem Familienzirkus und als Faulpelz erster Güte, lästig und vollkommen überflüssig. Er wollte einfach keine Kunststücke lernen, die Arena im Zirkuszelt war nicht seine Welt. Was mit ihm tun? Wie Hundesteuer und Futterkosten sparen? Das Familientribunal beschloss seinen Tod!

„Max“,damals hieß er „Sepp“, sollte totgeschlagen werden. Just in den Sekunden seiner Hinrichtung trat Eva-Maria in sein Leben. „Halt!“ schrie sie einem jungen Mann zu, der das winselnde Hündchen mit der linken Hand an beiden Hinterläufen festhielt und in der rechten einen armdicken Knüppel schwang. „Nix da!“ rief die sturmfeste Frau mit bebender Stimme. „Das Tier bringen Sie nicht um, ich nehme es mit“.

 Tochter Samanta-Carmen, die alles mit angesehen hatte, brach in Tränen aus, holte sich „Sepp“, knuddelte ihn und rief herzerweichend: „Den will ich haben, der bleibt bei mir!“

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Mutter zahlte die vom Zirkuschef „für Futter und so“ geforderten 70,- EURO und aus „Sepp“ wurde „Max“, „weil uns nichts mehr an seine elende Vergangenheit erinnern soll“, erzählt Samanta-Carmen.

Zu „Max“ gesellte sich 1 Jahr später „die hässlichste Katze der Welt“, beschimpfte eine Autofahrerin „Stumpi“, weil „dieser dicke, fette, runde, bewegungsunfähige, schwerstbehinderte schwarzweiße Panther“ nicht schnell genug vor ihrem PKW weglief.

Dabei ist der Kater auf ewige menschliche Hilfe angewiesen. Er kann keiner Maus hinterher, weil sein linker Vorderlauf als muskelloser Beinstumpf – eine Schädigung seit Geburt – bei jedem Tritt mit den 3 anderen gesunden Beinen wie ein Fähnchen im Wind hin- und herbaumelt und sich jede von „Stumpi“ anvisierte Beute rasch vor dem lahmen Krüppel verkriechen kann.

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„Max“ und „Stumpi“ haben sich längst daran gewöhnt, ihr Quartier noch mit anderen Pflegegästen teilen zu müssen. Mit Neststürzern, die bei Eva-Maria liebevolle Aufnahme finden. „Alle Jahre wieder liegen junge Krähen unten im Gesträuch oder schreien herzerweichend auf dem Waldboden nach Futter, Jungvögel, die voreilig flügge werden wollten, vom Nestrand aus den 20 Meter hohen Baumwipfeln hüpfen oder von Sturmböen in die Tiefe geschleudert wurden. Die hole ich ins Haus und zieh’ sie groß“, erzählt die 49jährige mit glänzenden Augen.

Der Jäger-Opa knipst die „Rabenmutter“ einfach gegen ihren Willen

Für ihre schwarz gefiederten Untermieter rührt Eva-Maria aus Korn und Milch Brei an, den sie ihnen in fingernagelgroßen Portionen in die weit aufgerissenen Schnäbelchen bugsiert. Sind die Schreihälse aus dem Gröbsten raus, gibt’s Trockenfutter, das die Pflegemama in 10 Kilo-Tüten einkauft. Im letzten Sommer hat sie auch schon mal ein Stückchen Fleisch dazugelegt, „allerdings nur solange, bis ich darüber aufgeklärt wurde, dass das nicht statthaft ist“, erklärt sie glaubhaft.

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Die herzige Rettet-die-Rabenvögel-Aktion ist aber offenbar nicht jedermanns Geschmack. Sie fand ein jähes Ende mit dem Auftauchen eines Jägers. Nein, nein, nicht der aus der Kurpfalz, der reitet ja durch den grünen Wald und schießt das Wild daher, gleich wie es ihm gefallt! Bei Eva-Maria ist es dieser dezente Herr, der so schamhaft seine Identität verschwieg. Der ihr auf Nachfrage seinen Namen nicht nannte. Der Eva-Maria fotografierte, obwohl sie das nicht wollte. Der nicht sagte und bis heute nicht sagt, was er mit den Fotos veranstaltet.

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„Dieser namenlose Mensch mit der Flinte macht mir Angst. Vielleicht hänge ich bald als steckbrieflich gesuchte Vogelfütterin in den Schaufenstern der Bünder Einzelhandelsgeschäfte? Oder mein Konterfei wird unrechtmäßig von dem Schießer und Knipser im Internet verbreitet?“ regt sich Eva-Maria auf.

Der Büchsen-Mann macht wahr, was er sagt! „Ich schieße Ihre Krähen tot, wenn Sie nicht aufhören, sie zu füttern“, drohte der Tollkühne der eingeschüchterten Rabenmutter an. Die verteidigte sich tapfer: „Das kann nicht Ihr Ernst sein! Ich ziehe die Tiere groß, rette ihnen das Leben und Sie kommen daher und ballern sie ab“.

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Der Rabenfeind zeigte, was er kann, stellte sich postwendend  dieses 1. Klasse-Zeugnis über seine extraordinäre Schießkunst aus: er ballerte einen der bis 50 cm langen Getreidekörnerfresser mit perfektem Blattschuss in den Vogelhimmel.

Na ja, nicht dort oben, sondern auf der Ackererde landete das Opfer, lag dort mit geöffneten Augen, starrem Blick, blutverfärbtem Gefieder und tiefrot verschandeltem Schnabel schaurig schön im glitzernden Federkleid, friedlich–tödlich von der Sonne beschienen. Der Identitätsverweigerer mit dem Schießgewehr ließ seine Beute wie Abfall auf dem Boden liegen. Für’s Begräbnis sorgte die in Tränen aufgelöste Krähenmutter Eva-Maria.

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Das rumhantieren mit ’nem Schießprügel am Rande eines Wohn- und Kinderspielgebiets war von höchster Stelle genehmigt worden, um der Krähensippe zu demonstrieren, wer hier das Sagen hat. Im Amtsdeutsch heißt das, um die trauernde Verwandtschaft „in diesem Bereich zu vergrämen, damit es nicht zu weiteren Belästigungen im Bereich Waldschlösschen/Kindergarten kommt“, schickte ein Herr Bernd Gundlach unter dem Aktenzeichen 32.21.24 aus Zimmer Nr. 1.28, dem Wachraum für „Sicherheit und Ordnung“, der verdatterten Eva-Maria ein Fütterungsverbot ins Haus. Unterschrieben von Werner Gieselmann „im Auftrag“.

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Damit die Pflegemutter der Waldschlösschen-Krähen ja nicht auf krumme Gedanken kommt, wird sie gleich mit dem Paragraphenhammer zur Räson gebracht. Es wird in Aussicht gestellt, dass es an ihr Portemonnaie geht, sollte sie nicht den rauhen Inhalt des Drohbriefes aus der Amtshausstraße 3 in Herford befolgen, der da lautet:

 „Zu Ihrer Fütterung möchte ich anmerken, dass es gemäß § 1 Abs. 2, Nr. 7 und 8 der Verordnung über die Bejagung, Fütterung und Kirrung von Wild (Fütterungsverordnung) verboten ist, Futtermittelzusatzstoffe, tierische Fette und tierisches Eiweiß sowie Futtermittel, die diese Stoffe enthalten, an Wild zu verfüttern.

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Sollte mir mitgeteilt werden, dass Sie derartige Stoffe verfüttern, müsste ich ein Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen Sie einleiten. Ich hoffe jedoch, dass Sie mich nicht zu einem solchen Vorgehen zwingen werden.

Mit freundlichen Grüßen“

Wie freundlich diese Grüße gemeint sind, erlebte Eva-Maria gleich am nächsten Tag. Der Ballermann, der gerne zeigt, wie er mit von Menschenhand großgezogenen Vögeln umgeht, schoss siegestrunken vor den Augen der schockierten Pflegemutter die nächste Krähe tot!

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 Für noch mehr Leichen wird Jäger Jupp zum Datenräuber

Die Rabenmutter erfuhr nun endlich den Grund für das Vogeltöten. Bewohner des Mehrgenerationenhauses Waldschlösschen, eine Einrichtung der evangelischen Jugendhilfe Schweicheln, würden sich durch das vermehrte Auftreten „dieser Vögel beunruhigt und belästigt“ fühlen. Es wird auch der daneben befindliche Kindergarten „Krempoli“, Stauffenbergstraße 7 – 9, als Beschwerdeführer genannt.

www.boulevard-buende.de hat nachgefragt. Im Waldschlösschen saßen gerade 6 junge Mütter mit ihren Kleinkindern beim Kaffeeklatsch zusammen. „Nein“, betonten alle, „wir sind für lebende aber nicht für tote Krähen!“ Aus dem Kindergarten erhielten wir die Information, dort fühle sich niemand durch Krähen behelligt.

www.boulevard-buende.de stellte Jäger Jupp am „Tatort“ zur Rede. Er stand da, wie erwartet, mit dem Schießprügel in der einen und der Digitalknipse in der anderen Hand. Einer seiner Kollegen feuerte aus vollem Rohr auf die arglosen Raben.

Unser Mann zu Jupp: „Warum töten Sie die Vögel?“ Antwort: „Die werden mit Fleischstücken gefüttert und das ist verboten. Die Kreisjagdbehörde hat der Frau, die das macht, die Fütterung untersagt“. Frage: „Woher wissen Sie, dass immer noch Fleisch ausgelegt wird?“ Jupp: „Ich habe Beweise!“ Frage: „Was für Beweise?“ Jupp: „Ich habe Fotos“. Frage: „Wovon? Haben Sie die Frau fotografiert, wie sie Fleischstücke für die Raben auslegt?“ Antwort: „Ja!“ Aufforderung: „Na, dann zeigen Sie die mal her“. Jupp: „Das geht nicht“. Frage: „Weshalb nicht, weil Sie gar keine haben?“ Jupp: „Doch, ich habe fotografiert“. Frage: „Was denn, nun sagen Sie’s doch endlich! Gibt es Bilder, auf denen die Frau zu sehen ist, wie sie Fleisch auslegt?“ Antwort: „Es gibt Bilder mit Fleisch“. Frage: „Auch die Frau, wie sie’s in der Hand hält oder auf den Boden wirft?“ Jupp: „Ich muss Ihnen das nicht zeigen, ich habe solche Fotos als Beweismittel“. Frage: „Alte oder aktuelle?“ Jupp ging schweigend davon, allerdings nicht, ohne zum Rechtsbrecher zu werden.

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Er fotografierte unerlaubt unseren Kollegen und den PKW, dem er entstieg. Den Zuruf, die Knipserei zu unterlassen und die hergestellten Fotos zu vernichten, beantwortete der hinterhältige Lichtbildner nach dieser vorsätzlichen Verletzung des im Kunsturhebergesetz geschützten Rechts am eigenen Bild mit Datenmissbrauch! Das schaffte der mit allen Wassern gewaschene Polizeirentner so:

 Auf Grund seiner immer noch exzellenten Beziehungen zu den aktiven Kommissariatskollegen gelang es ihm binnen eines Augenblicks beim Straßenverkehrsamt die Fahrzeughalterin aufzuspüren und ihr ein paar eingeschriebene Zeilen für 4,40 EURO Porto zu schicken. Der Briefinhalt? Eine einzige Fata Morgana!

Verfasser Jupp behauptet, er sei durch das Beifahrerfenster fotografiert worden und sein Foto, so befürchte er, solle veröffentlicht werden. Da überschätzt der Rabenfeind aber ganz enorm nicht nur seine Fotogenität, sondern vor allem, dass er – wenn überhaupt – nur den Oskar für die beste Nebenrolle bekäme, nicht aber einen als Hauptdarsteller. Das sind nämlich in dem Krähenthriller andere: die sich von ihm als selektiertes Opfer seelisch gefoltert fühlende Eva-Maria und die Raben, die er umbringt.

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Die Fortsetzung dieser filmreifen Klamotte mit 10 Zeugen und 2.000,- EURO Prozesskosten fand im April 2012 statt an 2 x verschiedenen Verhandlungstagen. Zum 1. Termin am 16.04. war ein Zeuge aus Bünde nicht erschienen. Ihm wurde die Ladung unter einer falschen Anschrift zugestellt. Das Blatt Papier hat er nie zu Gesicht bekommen. Da aber Geld in diesem Erdnuss-Krimi keine Rolle spielt, verhängte Wahrheitssucherin Sykulla im Gerichtssaal 005 gegen den Ferngebliebenen flugs eine Ordnungsstrafe von 200,- EURO. Die entpuppten sich als heiße Luft und wurden von dem Zeugen, der nicht ordnungsgemäß an seiner richtigen Adresse angeschrieben worden ist, natürlich nicht bezahlt.

Das Lustspiel vom 300 x 100 Meter großen Krähenacker an der A 30, dem Hunnebrocker Friedhof und dem Waldschlösschen endete zur Freude des schnauzbärtigen Polizeirentners, der auch schon mal seinen Jagdhund auf fremdem Grundstück eine Legehenne massakrieren lässt und als Hobbyjäger das ganze Theater inszenierte, mit diesem Urteil:

300,- EURO Geldbuße wegen Jagdstörung. Der mit Schießgewehr und Digitalkamera bewaffnete Weidmann fühlte sich beim Krähenmorden durch die nach seiner Schätzung in 150 Meter Entfernung gesichtete Rabenmutter Eva-Maria beim Drauflosballern eingeschränkt. Der Gestörte gab zwar an, auf ihn sei noch eine andere Frau zugelaufen und hätte ihn sogar angesprochen. Der leicht störanfällige Totschießer fühlte sich durch den zweibeinigen Plagegeist jedoch nicht in seiner Jagdruhe behindert. Und auch Richterin Sykulla verlor in ihrem Urteil über diese Ablenkerin, die als „Frau Weber“ aktenkundig ist, kein Sterbenswörtchen.

Da nun die Rechtsprecherin schon mal beim Urteilsverkünden war, machte sie aus der Mücke gleich den richtigen Elefanten. Frau Sykulla verhängte gegen die völlig fassungslos neben ihrem Anwalt Dieter Löffler (63) sitzende Vogelfreundin noch eine weitere 300,- EURO-Geldbuße.

Nun wegen der Verfütterung von Erdnüssen ohne Fütterungsvorrichtung (wie sie von Jägern im Winter bei der Wildtierfütterung mit Heu, Kastanien oder Eicheln verwendet wird). Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Es wurde Berufung eingelegt. Noch Fragen? Rechtsanwälte Frank Gissel und Dieter Löffler, Bahnhofstraße 25, 32257 Bünde, Telefon: 05223/183080, Telefax: 05223/1830830, E-Mail: Gissel@gissel-loeffler.de

Wer hätte zu beginn dieser Geschichte gedacht, dass es am Ende nicht mehr so sehr um totgepustete Krähen geht, sondern um einen Polizeirentner, dessen Lebensabend von Steuerzahlern gesponsort wird und der das mit Machtmissbrauch, Datenklau und Bildrechtsverletzungen dankt?