Ihre spektakuläre Zeitung

Artikel ‘Rechtsanwältin Sabine Albring’

Amtsgericht Bünde, 1. Etage, 1. Tür rechts. Hier werden Scheidungen verhackstückt,Familienrechtsstreitigkeiten geklärt, Sorge- und Aufenthaltsbestimmungen entschieden. Zuhörer müssen draußen bleiben. Was im Schlafzimmer passiert, mit welchen Vorlieben es dort oder anderswo im Haus „zur Sache, Schätzchen“ geht, hat fremde Ohren nicht zu interessieren. Ob explosiv, vielseitig, fesselnd, mitreißend, rasant, ausdauernd, kunstvoll, scharf und schnell: Jeder ist selbst seines Glückes Schmied.

Heute geht es um Peter (44). Volksschule Südlengern, Hauptschule Kirchlengern, super Lehre als Zweiradmechaniker. Verliebt in Liane, Verlobung, Hochzeit  21 Tage vor Heiligabend `99 . Vier tolle Kinder in die Welt gesetzt: Martin (16), Ludwig (15), Ilona (8), Lisa (5). Und nun, ach, Du heiliger Bimbam, gerät die schöne Welt des Schraubers und der Altenpflegehelferin in’s Wanken. Er hat seine Rechtsanwältin Sabine Albring mitgebracht, sie deren Berufskollegin Rechtsanwältin Elisabeth Hoffmann – Gallhoff.

Es geht um die Kinder. Wie oft in solchen Dramen, wenn sich Liebe in Hass verwandelt.

Wer hat die besseren Chancen, sie nach einer Scheidung vom Familienrichter zugesprochen zu bekommen? Wer kassiert das Kindergeld? „Von dem sich bei Vieren ganz schön leben lässt, wo ich in meinem Job nicht gerade Reichtümer verdiene“, rechnete sich Peters einstige Traumfrau wohl vorher schon schön aus.

Und so präsentierte sie im Kampf um die zwei Söhne und zwei jüngeren Töchter die sprichwörtlich schärfste Waffe einer Frau, den Vorwurf, sie sei von ihrem Göttergatten vergewaltigt worden. Ein Frontalangriff aus der untersten Schublade der Verantwortungsethik, auf den Peter ganz und gar nicht vorbereitet war. Sonst hätte er genügend Fleckentferner mit in den Gerichtssaal gebracht gegen soviel schweinische Verdorbenheit.

Aber so?

Was sich genau hinter der einem neugierigen Publikum verschlossen gebliebenen Saaltür des Bünder Rechtsprechungstempels an der Hangbaumstrasse wort- und gestenreich im Detail abgespielt hat, ist nur den Beteiligten bekannt. Aber aus Unterlagen, die www.boulevard-buende.de vorliegen, aus Interviews und auf Grund eigenen Miterlebens in dem hier noch zur Sprache kommenden Strafprozess gegen Peter, kann sich dessen Unglück nur wie folgt oder ähnlich zusammengebraut haben:

„Ich will eine Härtefallscheidung“, säuselt die 38jährige.

freise-fertig.jpg

 „Womit begründen Sie die?“ fragt Amtsgerichtsdirektor Ludger Stöckmann (64). „Weshalb lehnen Sie ein Trennungsjahr ab? Danach käme es doch automatisch zur üblichen Auflösung der ehelichen Gemeinschaft“.

„Nein, so lange kann ich nicht mehr warten. Mein Mann hat mich körperlich misshandelt und vergewaltigt“.

„Schildern Sie mal“.

„Also das war so: Im Oktober vor zwei Jahren kamen wir von einer Geburtstagsfeier aus der Gaststätte Blumenoase, das ist heute ein Vereinsheim, an der Borriesstraße Haus Nr. 61, in der Nähe von Imperial. Es war spät und ich war hundemüde. Wir legten uns schlafen, ich wollte nichts anderes als nur meine Ruhe haben. Mein Mann aber nicht. Der hatte Lust, war heiß auf mich. Ich wandte mich ab, doch er gab keine Ruhe, packte mich an beiden Handgelenken und an den Oberarmen und versuchte, mich auf den Rücken zu drehen“.

„Ist ihm das gelungen?“

„Nein, ich habe mich ja gewehrt!“

„Wie denn?“

„Ich legte mich auf die Seite und drehte ihm den Rücken zu“.

„Und wie ging es weiter?“

„Er ließ dann von mir ab. Am nächsten Morgen stellte ich blaue Flecken an den Handgelenken und an den Armen fest“.

„Damit sind Sie dann zum Arzt und zur Polizei gegangen!“

„Nein, das habe ich nicht getan“.

„Warum denn nicht? Das war doch wichtig!“

„Weiß nicht“.

Herr K…, erzählen Sie mal!“

„Da gibt es nicht viel drauf zu sagen. Bei der Geburtstagsfeier eines Freundes haben wir ganz schön zugelangt und eine Menge getrunken, Liane mehr, als ihr gut tat. Sie brach stock besoffen auf der Damentoilette zusammen. Bekannte holten mich zu Hilfe.

Ich bin da rein in die Kabine und erschrak: Meine Frau hing über der Kloschüssel, so was kannte ich nicht von ihr. Ich umfasste ihre beiden Handgelenke, um sie hochzuziehen. Das gelang mir trotz meiner 120 Kilo bei 1,82 Meter Körpergröße nicht. Immerhin wog meine Frau damals bei 1,80 Meter auch so um die 90. Ich ließ die Handgelenke los,  packte sie an den Oberarmen, stellte sie wieder auf die Füße, und brachte sie zum Auto. Wir sind dann von jemand anderem nach Hause gefahren worden. Was da im Bett passiert sein soll, daran kann ich mich nicht erinnern. Ich war pickepackevoll, selbst nicht mehr nüchtern, sondern ganz schön angeschlagen“.

Der Richter zu Liane: „Das war also Ihre Geschichte mit der Körperverletzung, die Sie von keinem Arzt dokumentieren ließen und wegen der Sie bei der Polizei keine Strafanzeige erstattet haben. Dann schildern Sie mir jetzt mal den Vergewaltigungsfall“.

„Ja, gleich. Ich muss noch erzählen, am nächsten Morgen war ich wegen Peters Angriff so verwirrt, dass ich ihn bat, mit mir zu einer Beratungsstelle zu gehen. Er begleitete mich zu pro Familia. Wir sind da rein und ich habe den Vorfall geschildert. ‚Er wollte mich vergewaltigen’, habe ich der Frau Vogelsang gesagt. Sie empfahl uns, eine Eheberatung aufzusuchen. Aber da sind wir nicht hin“.

„Wie war das nun mit der Vergewaltigung?“ hakte der Richter nach.

„Es war die vorletzte Woche im Juni, die Nacht von Dienstag auf Mittwoch. Ich bin spät abends allein weggefahren, um Kontoauszüge zu holen. Wir wollten ein Haus kaufen und mir kam in den Kopf, den aktuellen Kontostand zu überprüfen. Fünf Stunden später, so gegen zwei Uhr dreißig, bin ich nach Hause gekommen. Die Tür war verschlossen, der Schlüssel steckte von innen. Ich kam nicht rein. Ich setzte mich in’s Auto – und wartete. Da kam mein Mann, polterte los: ‚Du Hure! Hau ab dorthin, von wo du hergekommen bist’. Später ließ er mich dann doch ins Haus. ‚Das Schlafzimmer betrittst Du nicht mehr. Du pennst im Wohnzimmer auf der Couch’, herrschte er mich an.

Ich legte mich hin, da saß er plötzlich neben mir. ‚Was willst du?’ fragte ich ihn. ‚Du gehst fremd, du betrügst mich. Jetzt wird ein Trockentest gemacht’. Ehe ich begriff, was er meinte, hatte er mir die Leggings mit dem Slip runtergezogen und mit der rechten Hand über meine Vagina gestrichen. Ich sagte zu ihm, er sei ein Arschloch und er solle mich in Ruhe lassen“.

Der Richter: „Sie haben sich sexuell genötigt gefühlt und sind nun zur Polizei gegangen!“

„Nein“, antwortete die schlank gewordene, auf etwa 70 Kilo abgespeckte schwarzhaarige Mutter von vier Kindern, „bin ich nicht!“

Die von Liane erhoffte Härtefallscheidung wurde abgelehnt. Der vor 14 Jahren von Lübbecke hergekommene, in Bünde als Amtsgerichtsdirektor inthronisierte, berufserfahrene Ludger Stöckmann glaubte weder an die vom „Opfer“ behauptete Körperverletzung, noch an eine Vergewaltigung.

Doch blöde ist Liane nicht!

Sie erschien zwei Tage später in der Polizeistation Bünde und gab da, nun vier Monate nach dem Untreue – Test in dem zwischen ihren Oberschenkeln angesiedelten Feuchtgebiet, einen vorgefertigten handschriftlichen Strafantrag gegen Peter wegen Vergewaltigung ab. Wäre doch gelacht, wenn sich der – nach dem richterlichen Tipp – nicht als Härtefall vom Halse schaffen ließe!

Komisch nur, dass sie die Anzeige, wie das bei Lieschen Müller oder Otto Normalverbraucher üblich ist, nicht mündlich vortrug, sondern gleich in Schriftform. Dafür gibt es eine naheliegende Erklärung:

Bei Richter Stöckmann hatte sie gelernt, dass der nicht alles glaubte, was sie ihm da in den schillerndsten Farben runtergeleiert hat. Der fragte auch mal nach, brachte sie mit  seinen Erkundigungen ständig in die Bredouille. Bevor sie nun erneut in einer polizeilichen Vernehmung den Erklärungsnotstand ausrufen musste, war es besser, gleich alles auf einem Blatt Papier niederzuschreiben.

Was da wie stand, lässt den starken Verdacht aufkommen: Das Schriftstück hat sie gar nicht allein verfasst, sondern mit Hilfe ihrer Rechtsanwältin. Deren Büro an der Herforder Straße 18 ist nämlich nur 5 Häuser entfernt von dem Gebäude der Wittekindstraße Nr. 46, der  Polizeistation. Dort hinein ist sie dann spaziert und hat die Episodenschilderung einem Bediensteten in die Hand gedrückt. So kam sie um eine persönliche Anhörung mit lästigen Nachfragen der routinierten Beamtinnen und Beamten herum. Oh Gott, oh Gott, wie leicht hätte es dabei zu Ungereimtheiten und Widersprüchen kommen können.

Was nach diesem Schachzug folgte, war klar: Liane beantragte zum 2. Mal die sofortige Härtefalltrennung. Ihr Pech: Die wurde erneut abgelehnt. Richter Stöckmann glaubte ihr immer noch nicht. Also musste sie zähneknirschend das gesetzlich vorgeschriebene Trennungsjahr abwarten. Danach war endlich frist- und formgerecht die Scheidung durch.

Auf der Strecke blieb auch ihre Forderung nach dem Aufenthaltsbestimmungsrecht für alle vier Kinder. Und damit der Traum auf  je 188,00  Euro Kindergeld für die beiden Söhne, 194,00 Euro für’s 3. Kind und 219,00 Euro für’s 4.Kind (seit 01.01.’2015). Denn auch bei diesem Thema machte ihr Stöckmann einen Strich durch die Rechnung. Sie bekam zwar die „wertvolleren“ Töchter, die „billigeren“ Jungs aber nicht auch noch. Die leben beim Vater. Zur Mutter wollten die auf gar keinen Fall.

Liane, mit allen Wassern der deutschen Sozialgesetzregelungen gewaschen, wusste, wie sie Peters Portemonnaie erleichtern konnte. Sie pfiff darauf, dass der für die zwei Söhne aufkommen musste und sich durch die Gewährung von Kost und Logis für sie die Alimentenpflicht der Eltern gegenseitig aufhob. Infolgedessen bezahlte sie ihm auch nix. Sie gierte freilich nach mehr! Und so waren dann eines schönen Tages 500,00 Euro von Peters Gehalt gepfändet. Vier Wochen später die nächsten. Deshalb: Sie hatte flugs die Vokabel „Unterhaltsbedürftigkeit“ in’s Spiel gebracht. Die besteht dann, wenn ein Alimentenberechtiger nicht in der Lage ist, von seinen Einkünften aus Arbeit und Vermögen selbst Unterhalt aufzubringen. Grundsätzlich sind minderjährige Kinder „bedürftig“, weshalb Eltern denen gegenüber zum Unterhalt verpflichtet sind (§ 1578 b Abs. 1 BGB). Hat sie das nötige Kleingeld nicht, muss er einspringen.

Bis zum Nettoverdienst von 1.900,00 Euro sind das für die 8jährige Ilona 376,00 Euro abzüglich 194,00 Euro Kindergeld = 182,00 Euro. Bis zum Nettoverdienst von 1.500,00 Euro sind das für die 5 Jahre alte Lisa 328,00 Euro abzüglich 219,00 Kindergeld = 109,00 Euro.

Weil Liane nach eigenen Angaben zu wenig verdient, kann sie für ihre beim Vater lebenden Söhne Martin und Ludwig keinen Cent abdrücken. Dabei hätte sie die doch auch noch so gerne bei sich gehabt!

Rechnerisch sähe das so aus: Wenn Peter 1.500,00 Euro netto verdient bekäme sie 2 x 440,00 Euro Unterhalt = 880,00 Euro; abzüglich Kindergeld (188,00 Euro + 188,00 Euro) blieben ihr 504,00 Euro. Würde Peter 1.900,00 Euro verdienen, hätte seine Ex noch mehr zur Verfügung. Aber der Familienrichter gab ihr die beiden Jungs nicht.

Weshalb verhielt sich Stöckmann aus Sicht Lianes denn so fies ihr gegenüber?

Weil der mit der Glaubwürdigkeit dieser Dame leidvolle, dummdreiste Erfahrungen gesammelt hat. Wie im folgenden Fall:

Sie erschien eines Tages bei der Polizei und erstattete Strafanzeige wegen Körperverletzung gegen ihren Mann. Der hätte sie bei der gerichtlich festgelegten Kindesübergabe des Zweitjüngsten brutal in der Haustür eingequetscht. Die Beamtin vermerkte im Protokoll: „Es sind keine Verletzungen erkennbar, noch nicht einmal Hautrötungen“.

Am nächsten Tag stürzte sie mit zwei vollgepackten Einkaufstüten eine Treppe hinunter. Jetzt holte ihr Körper das nach, was die Polizeibeamtin gestern vermisst hatte: Blaue Flecken noch und nöcher! Eilig rannte sie zum Arzt, brachte anschließend Fotos zur Polizei. Richter Stöckmann war bedient, als er dieses zusammen gebruzzelte Menü in Form einer Ermittlungsakte vorgesetzt bekam: „Ihre Angaben sind unglaubwürdig und widersprüchlich“, schickte er Liane nach Hause.

Ach, das liebe Geld! Üble Erfahrungen hat auf dem Gebiet Mutter Monika (64)  mit der „Vergewaltigten“ gemacht. Sie schrieb auf Nachfrage an www.boulevard-buende.de:

„Ich habe mit meiner Tochter in den letzten 25 Jahren einige unerfreuliche Situationen erleben müssen. Als sie 18 war, hat sie mich auf Unterhalt verklagt. Als ihr erster Freund ihr Konto leer geplündert hat, habe ich ihr aus der Klemme geholfen. Als sie Jahre später einen Kredit nicht ablösen konnte, habe ich eine 30.000,00 Euro – Hypothek auf mein Haus eintragen lassen und ihr das Geld gegeben. Als sie drei Jahre danach finanziell schon wieder nicht mehr ein noch aus wusste, habe ich ihr erneut unter die Arme gegriffen.

Menschen im Mediendreck

Sie ist doch mein Kind! Sie versprach mir, ich bin Rentnerin ohne zusätzliches Einkommen, die Rückzahlung in Raten. Einige Monate klappte das. Dann Flötepiepen, bekommen habe ich nichts mehr. Stattdessen eine SMS am 19.02.’14, dass sie nichts mehr mit mir zu tun haben will. Das erstaunt mich nicht. Bei mir ist ja nix mehr zu holen. Sie hat mich ausgesaugt wie eine Laus ihre Beute.

Meine Tochter ist eine Märchenerzählerin. Ich glaube ihr nichts. Meinem Schwiegersohn Peter hingegen glaube ich alles. Er ist ein Opfer seiner Aufrichtigkeit und der Falschheit meiner ältesten Tochter geworden. Ich bin dem Himmel so dankbar, dass meine Jüngste anders geraten ist, und nicht mit solch einer kriminellen Energie durch’s Leben läuft“.

Seit dem 17.08.’15 versucht Rechtsanwalt Dieter Löffler über den Gerichtsvollzieher im Zuge der Zwangsvollstreckung für die Mutter den Restbetrag in Höhe von 29.023,58 Euro von der rückzahlungsunwilligen 41jährigen Liane einzutreiben. Plus 331,89 Euro Anwaltskosten für den 1. Pfändungsversuch und mindestens eben soviel für jeden weiteren in Zukunft.

Wieso ist Peter ein Opfer seiner Ehrlichkeit geworden? Er hat doch Erfolg im Bünder Amtsgericht gehabt.

Na, mit der dort 2x erlittenen Niederlage gab sich die „Vergewaltigte“ freilich nicht zufrieden. Sie forcierte die von ihr mit der Strafanzeige in Gang gesetzten Ermittlungen der Bielefelder Staatsanwaltschaft gegen ihren Ex-Mann um so heftiger. Es kam zum Strafprozess gegen Peter im Amtsgericht Herford. Für den Angeklagten schon optisch ein aussichtsloses Unterfangen, einen Freispruch zu erheischen.

Er hatte nämlich, bis auf einen Mann als Beisitzer, ausnahmslos Frauen gegen sich. Die Phalanx präsentierte sich personell wie folgt: Staatsanwältin Anke Schnadt (42), Richterin Alea Blöbaum (45), eine Schöffin, „Opfer“ Liane, und deren Verteidigerin.

Berufsrichterin Blöbaum und ihre zwei beisitzenden Laien – Bewerter sind bewunderungswürdige Alleskönner. Richtig tolle Fließbandarbeiter, die sich auf allen Rechtsgebieten der Juristerei auskennen. Diebstahl, Einbruch, Drogendelikte, Gotteslästerung (Blasphemie), Beleidigung, Unfallflucht, Kindesmißhandlung, Fischwilderei, wenn sich einer ohne staatlichen Angelschein oder Erlaubniskarte einen Karpfen aus ’nem Gewässer holt, weil sein Magen knurrt.

Da ist nichts, was sich das Trio „Lex Blöbaum“ als kompetenter  Sanktionierstrupp nicht meisterhaft zu beurteilen zutraut. Bravo, was diese Drei an beruflicher Qualifikation und Menschenkenntnis drauf haben! Da können andere nur neidisch werden.

Mit seiner Unerfahrenheit und in seiner Hilflosigkeit, er hatte es zum 1. Mal in seinem Leben mit einem Strafgericht zu tun, vertraute sich Peter keinem erfahrenen Strafverteidiger an, sondern er legte sein Schicksal, Gott sei’s geklagt, auch noch in die Hände einer fachlich nicht beschlagenen Frau, Sabine Albring. Die kennt sich wunderbar aus im Familien-, Erb- und Vaterschaftsrecht, mit Besuchs- und Unterhaltsrecht, aber nicht mit dem Problemfall eines angeblichen Vergewaltigers, wo es für den um Kopf und Kragen geht.

Das Urteil war angesichts dieser nicht begreifbaren, einseitig zusammen gewürfelten Clique für Kenner der Szene keine Überraschung: Der Angeklagte kassierte 2 Jahre und 8 Monate Haft wegen sexueller Nötigung, Körperverletzung und Vergewaltigung. „Sie haben den Schutzraum der Ehe ausgenutzt“, wetterte Richterin Blöbaum in Richtung des Delinquenten. Zuvor hatte sie den zaghaften Versuch von Peters Verteidigerin, ein Glaubwürdigkeitsgutachten über die „Vergewaltigte“ anfertigen zu lassen, mit den Worten pariert: „Ein Glaubwürdigkeitsgutachten? Das brauchen wir nicht. Wir glauben dem Opfer“.

Hallo, von solchen Richtern braucht Deutschland noch viel mehr! Hoch qualifizierte Übermenschen, die sich mit dem Abschluss ihres 2. juristischen Staatsexamens gleichzeitig zum Experten für Psychiatrie berufen fühlen. Die ignorieren einfach, dass es für die Erkennung psychischer und psychosomatischer Erkrankungen nach abgeschlossenem Medizinstudium einer zusätzlichen 5jährigen Weiterbildung u.a. in der stationären psychiatrischen und psychotherapeutischen Patientenversorgung bedarf, um vielleicht die Grundstörungen einer indisponierten Seele erkennen zu können.

Alea Blöbaum beherrscht dieses äußerst diffizile Fachgebiet auch ohne entsprechende Ausbildung.

Der vom Angeklagten sehr plausibel geschilderte Verdacht, seine Liane habe ihn während der Ehe mit einem anderen betrogen, weshalb er über mehrere Wochen heimlich ihren Handy- und E-Mail-Verkehr kontrollierte, veranlasste die Anwältin der „Vergewaltigten“ zu dem zynischen Spruch: “Meine Mandantin wollte sich das nicht mehr bieten lassen“.

Dieser schamlose Spott muss vor dem Background gesehen werden: Peter war dank seiner Spionage dahinter gekommen , dass sich Liane über facebook im Dezember mit einem „Florian“ verabredet hatte. Außerdem fand er heraus, ihrer besten Freundin Daniela (39) hatte sie per Chat nach dem zweiten Vorfall, dem „Trockentest im Feuchtgebiet“, mitgeteilt, es hätte sich dabei um eine Wiederholung des ersten Falls gehandelt. „Er tat dasselbe, ich fühlte mich bedrängt“.

Daniela in einem nachfolgenden Telefongespräch: “Hat er dich vergewaltigt?“

„Nein, eine Vergewaltigung war das nicht“.

Die schriftliche Mitteilung hat die Empfängerin heute noch gespeichert. Sie zu lesen, oder Daniela gar als Zeugin anzuhören, hielt das Gericht nicht für nötig. Die „Herforder Damenriege“ hatte sich ihr Urteil über den von ihnen als pervers eingestuften Angeklagten längst im Kopf zusammengeschustert. Lange, bevor es Alea Blöbaum über die Lippen brachte.

Seit Daniela weiß, Liane verwandelte den Feuchtgebietetest in eine Vergewaltigung, kündigte sie die Freundschaft sofort auf.

In der Berufungsinstanz im Landgericht Bielefeld kam es noch dicker! Wen wundert das? Denn erneut saß der angeklagte Hauptdarsteller in diesem Ehekrimi um Erotik und Liebe, um Verlangen und Leidenschaft, ausschließlich Frauen gegenüber. Ausgerechnet an jenem Tag, an welchem in Amerika eine pharmazeutische Revolution eingeläutet wurde.

„Für Frauen“, hieß es in den Nachrichten und so war es später in den Zeitungen zu lesen, „für Frauen in den USA gibt es ab sofort die längst müde Männer auf die Sprünge helfende Pille Viagra. Wer keine Lust mehr auf den Partner hat, kriegt jetzt wieder Appetit. Dem weiblichen Sexualtrieb wird der Marsch geblasen“.

Abgesehen von seinem neuen Verteidiger (61) und einem Schöffen war Peter –  wie in der 1. Instanz in Herford – nun auch in der 2. in Bielefeld einzig und allein skeptischen, voreingenommenen Frauen ausgeliefert.

Seine Kronzeugin Daniela war wieder nicht als Zeugin geladen worden. Sie saß im Publikum und meldete sich zu Wort. Anwältin Hoffmann – Gallhoff, die in der Ehe- und Lebensberatung e. V.  Bünde – welch ein Zufall, nur einen Steinwurf entfernt von der Kneipe „Blumenoase“ – an der Borriesstrasse 53 mit Pfarrer–Ehefrau Katja Okun – Wilmer  zusammen arbeitet und sich rühmt, Scheidungswilligen mit sachkundigem Rat in allen juristischen Fragen zur Seite zu stehen, reagierte angestochen mit einem beispiellosen Gemisch aus Überheblichkeit und Impertinenz: „Warum sollen wir irgendwelche Zeugen hören, von denen wir nicht wissen, wer sie sind und ob es sie überhaupt gibt?“ Trimphierend wandte die Gift und Galle spuckende Frau Gallhof ihren Kopf nach rechts, und ließ die Blicke durch das Publikum gleiten.

Dieser unverschämte Auftritt hatte seine Ursache in der sie alle gute Manieren verlierenden, vorausgegangenen Ablehnung von fünf von der Verteidigung vorgebrachten Beweisanträgen durch die Vorsitzende Richterin Beate Schlingmann (52). Der war, hätte sie die befürwortet, die damit verbundene Prozessverlängerung offenkundig lästig. Frau Schlingmann hatte nämlich die seltsame Vorstellung, die Beweisaufnahme der Berufungsverhandlung schon gleich am 1. Tag zu beenden. Dazu passt: Die beiden Schöffen stellten im gesamten Prozessverlauf keine einzige Frage. Muß Mann und Frau ja auch nicht, wenn die Veruteilung vorher schon fest stand. Peters Rechtsanwalt machte bei diesem Bestreben jedenfalls nicht mit. Er sei, sagte er, so kurzfristig auf sein Plädoyer nicht vorbereitet. Nach seinem Willen sollten noch fünf Entlastungszeugen vorgeladen und angehört werden „Alle fünf werden die Angaben des Angeklagten vollumfänglich bestätigen“.

Für den Zwischenfall auf der Toilette in der „Blumenoase“ wäre das Katja (46) gewesen. Die hätte das „Opfer“ im Gerichtssaal der Lüge überführt, denn die volltrunkene Liane schilderte alles ganz anders: „Ich war stock nüchtern. Mich musste niemand nach draußen begleiten. Ich bin da selbstständig ohne fremde Hilfe rausgegangen“.

Vernommen werden sollte am besten auch der Amtsgerichtsdirektor Stöckmann zur Thematik „Glaubwürdigkeit“ des „armen Opfers“, äußerten sich einige Zuschauer empört.

Und dann, wie gesagt, wäre da noch Daniela mit der Chat-Info und dem Inhalt des Telefonats gewesen.

Angehört wurde pro Familia – Beraterin Vogelsang. „Sie wollte die Trennung, er wünschte sich die Fortsetzung der ehelichen Gemeinschaft. Wenn nach der Geburtstagsfeier in der Blumenoase etwas vorgefallen sei, an das er sich wegen seines Alkoholkonsums nicht erinnern könne, dann entschuldige er sich dafür, hat er mit Nachdruck erklärt. Ich wertete das als ein Zeichen guten Willens, die Ehe fortzuführen. Er wirkte sehr niedergeschlagen“.

Mann oh Mann, wie war das denn nun in der Nacht, als es zur „Vergewaltigung“ kam?  Nicht zu „Fifty Shades“ wie bei Grey, sondern lediglich zu einem Griff zwischen die Beine. Wie in Hunderttausenden anderen Ehen in dieser Sekunde. Ohne dass die Frauen oder die von Frauen stimulierten Männer gleich zur Polizei rennen, um Anzeige wegen Vergewaltigung zu erstatten. Ja, auch Männer! Denen stehen die selben Rechte zu beim von ihrer Freundin oder Ehefrau oder jedem sonstigen weiblichen Geschlecht vorher nicht angekündigten Zupacken hinter den Hosengürtel in den Schritt.

Der Angeklagte erzählte den Sachverhalt in allen Einzelheiten:

„Meine Frau kam aus der Dusche. Das war so gegen 21:30 Uhr. Sie trug ein dunkles Oberteil und schwarze Leggings. ‚Wir machen es uns heute Abend auf der Couch gemütlich’, meinte sie zu mir. Oha, freute ich mich auf ein erotisches Abenteuer, denn nach 14 Jahren Ehe weiß man ja, wie so was eingeläutet wird.

Ich stand auf und ging ebenfalls duschen. Ich sah Lianes Rasierer neben dem Rasierschaum liegen und wusste, dass es recht schön mit ihr werden würde. Ganz nach ihrem und meinem Geschmack.

Ich betrat das Wohnzimmer, meine Frau war weg. ‚Mama ist zur Sparkasse, holt  Kontoauszüge’ erfuhr ich von unserem Ältesten. Ich übte mich in Geduld, aber Liane kam nicht. Geknickt ging ich zu Bett. Erst am nächsten Morgen um halb drei hörte ich ihr Auto. Ich ließ sie, nachdem ich meinem Ärger Luft gemacht hatte, ins Haus, allerdings nicht mehr zu mir ins Schlafzimmer. Mir war sofort aufgefallen, jetzt trug sie Jeans und keine Leggings mehr“.

Er lag im Bett und konnte nicht einschlafen. Tausend Gedanken schossen ihm durch den Kopf. „Die holt doch nachts keine Kontoauszüge! Die hat mich betrogen – aber mit wem?  An welchem ‚Automaten‘ sie wohl war? Bei welchem zweibeinigen?  Er stand auf, ging zu ihr. Ob ihr Slip wohl trocken ist? Es kam zum „Trockentest im Feuchtgebiet“ mit der rechten Hand. Jetzt hatte sie wieder die Leggings an.

„Er war zuerst mit dem Finger drin, dann mit seinem Glied ein- bis dreimal“, behauptete Liane im Gerichtssaal. „Es geschah auf der Couch im Wohnzimmer, ich hatte die schwarze Leggings an“. Die hätte er ihr mit dem Slip bis zu den Knien runtergezogen, „dann ist er in mich eingedrungen“.  So hatte sie es noch in Herford erklärt. Als Zweifel aufkamen, wie das denn funktionieren soll, änderte sie die Aussage in Bielefeld ab: „Die Leggings schob er mir runter bis zu den Knöcheln“.

Warum hat sie die Vergewaltigung schweigend über sich ergehen lassen? „Die Kinder schliefen nebenan. Ich wollte sie nicht aufwecken“.

Im Urteil ließ sich später die Gerichtsvorsitzende Schlingmann zu der törichten Begründung hinreißen: “Es kommt nicht darauf an, ob die Leggings bis zu den Knien oder Knöcheln hinabgezogen worden ist. Es war eine Vergewaltigung“.

Damit tutete sie in das selbe Horn, wie Staatsanwältin Schnadt: „Um Punkte zu sammeln für das Scheidungsverfahren, wäre es natürlich schöner gewesen, sie wäre zum Arzt gegangen. Trotzdem handelte es sich im 1. Fall um vollendete sexuelle Nötigung und Körperverletzung. Im 2. Fall um vollendete Vergewaltigung. Dafür muss ‚Mann’ nicht immer einen Knüppel raus holen und ‚Mann’ muss dem Opfer auch nicht stets blaue Augen schlagen“.

Die zwei Verurteilungen müssen jedem Angst machen, der mal in die Mühlen der Justiz gerät. Wenn die Herzen der Richterinnen und Richter einmal für das angebliche „Opfer“ zu schlagen anfangen, wird nicht mehr so genau hingehört, ob es auf Grund von Zeugenaussagen zu Herzrythmusstörungen kommt. Dann werden die überzeugendsten Warnsignale einfach ignoriert. So kommt es zu Fehlurteilen. Wie im Fall des Lehrers Horst Arnold, den das Landgericht Darmstadt 2002 wegen Vergewaltigung seiner Kollegin Heidi zu 5 Jahren Haft verurteilte. Die er voll verbüßen musste. Weil er sich nicht nur im Prozess, sondern auch im Gefängnis „uneinsichtig“ zeigte und immer wieder seine Unschuld beteuerte. 2011 wurde er vom Landgericht Kassel freigesprochen. Ein Jahr später starb er am Herzinfarkt.

Drei Zeugen, die bei der angeblichen Vergewaltigung in unserm Fall nicht dabei waren, denen Liane jedoch die „Greueltat“ geschildert hatte, bestätigten die „Opfer“ – Angaben.

Zu dem Trio gehört Peters früherer Klassenkamerad aus Südlengern, Kraftfahrer, vermuteter Liebhaber aus jener Nacht der Nächte mit dem fünf Stunden dauernden Abholen von Kontoauszügen, verheiratet mit einer Bünder Gastwirtstochter. Dem war sein Auftritt im Saal 26, Erdgeschoss, Landgericht Bielefeld, noch nicht gut genug. Ihm reichte auch die nochmalige Verurteilung des von ihm in die Pfanne Gehauenen zu diesmal 2 Jahren und 7 Monaten Gefängnis plus Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je 25,00 Euro noch nicht.

Deshalb inszenierte der ein geradezu unerhörtes Teufelswerk, um dem längst am Boden Liegenden noch den finalen Gnadenschuss zu verpassen. Dafür bediente er sich der Mithilfe der Bielefelder Amtsrichterin Sonja Poppenborg (36), die prompt auf seine Räuberpistole reinfiel. Karl May hätte dieses Sommermärchen nicht eindrucksvoller schildern können. Es liest sich so im 1 ½ Seiten kurzen Beschluss = 34 Zeilen, davon 6 Zeilen mit nur 1 Wort:

„In dem Ermittlungsverfahren 9 Gs 3187/15 (601 Js 600/15) gegen Peter K… wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz wird die Durchsuchung der Person, der Wohnung und der sonstigen Räume einschließlich der dazugehörigen Sachen und Behältnisse, Nebengelasse, Kraftfahrzeuge und Garagen des Beschuldigten angeordnet. Die Durchsuchung hat insbesondere den Zweck,  1 Langwaffe und Munition aufzufinden. Die Beschlagnahme wird angeordnet.

Gründe:

Dem Beschuldigten wird zur Last gelegt, im Besitz einer Schusswaffe zu sein, ohne die entsprechende Erlaubnis zu haben. Laut Aussage des Zeugen  S… ist der Beschuldigte im Besitz einer Langwaffe nebst Munition, die er in einem Wald von einem Mann erhalten haben soll. Die Waffe soll zumindest zeitweise im Jugendzimmer des Sohnes des Beschuldigten aufbewahrt worden sein. Der Zeuge machte diese Angaben bei der Polizei vom Hörensagen und beruft sich auf Angaben weiterer Familienmitglieder des Beschuldigten“.

friese-fertig-1.jpg

Ob es ein Wald im wilden Kurdistan oder im Land der Sioux  und Apachen war, hat der Anschwärzer leider für sich behalten. Aber ein Ei, das hat er sich selbst in’s Nest gelegt. Dieses nämlich:

Die Familienmitglieder, von denen er die Information über die Knarre erhalten hat, sind Peters Töchter, 5 und 8 Jahre, die den Papa regelmäßig besuchen. Die vermeintlich gefährliche Langwaffe ist ein auseinander gebautes Luftgewehr, Marke „Diana“, Kaliber 4,5 mm. Sie stammt von Peters Opa, ist mindestens 60 Jahre alt, und wurde genau so lange nicht mehr benutzt.

Schmauchspuren? Fehlanzeige! Längst im laufe der Jahrzehnte unter einer Rostschicht abhanden gekommen. Ach, du herzensguter Denunziant, wie toll bist Du da auf die Nase gefallen. Die Schusswaffen – Teile stehen mal hier, liegen mal da in Peters Wohnung. Fliegen von einer Ecke in die andere. Längst ein Fall für die Mülltonne. „Aber eine Erinnerung an Opa“, meinte Peter immer. Jetzt nicht mehr. Na, mit Schießprügeln kennt sich der Anzeigeerstatter als Mitglied der Bünder Schützengesellschaft von 1838 e. V., im September 2015 mit der Verdienstnadel des Westfälischen Schützenbundes ausgezeichnet, anscheinend ja doch nicht so gut aus!

Zwei Kripobeamte aus Herford erschienen 10 Stunden vorm 44. Geburtstag des Angeschissenen. Aber nicht, um zu gratulieren, sondern endlich mal was zum Lachen zu haben. „Natürlich ist die Waffe nicht genehmigungspflichtig“, sagte ihnen der „Killer“, und die doppelt angerückte Polizeigewalt bestätigte ihm das im 2 Seiten umfassenden „Durchsuchungs-/Sicherstellungsprotokoll vom 13.08.’15,  13:30 – 14:00 Uhr“. Die Büchsenteile überließen sie ihm gern auch weiterhin.

Eines weiß der „Vergewaltiger“ seit der verräterischen Strafanzeige des Nebenbuhlers und dem damit verbundenen Besuch der Staatsmacht bei ihm nun ganz genau:

Der von ihm verdächtigte Liebhaber hat mehr Kontakt zu seiner Frau als nur jenen vermuteten aus der sex-heißen Sommernacht, als es nach der Heimkehr Lianes morgens um halb drei auf der Wohnzimmercouch zum Test im „Feuchtgebiet“ kam.

Denn sogar seine kleinen Töchter lernten den Schlingel bei Tageslicht kennen und haben mit ihm über ihren Papa und sein Schießgewehr geschwatzt.

Gibt sich Peter jetzt geschlagen? Wo sein Weg ja vorgezeichnet scheint mit den Buchstaben KO (wie k.o. = besiegt) in seinem Auto – Nummernschild?

friese-fertig-10.jpg

„Um Himmels willen, nein“, schwört er sich auf die nächste Prozessrunde ein, seine letzte Chance. Rechtsanwalt Martin Lindemann (57) war Peters Verteidiger im Berufungsprozess.

In der, beim Oberlandesgericht Hamm, vertritt ihn der Bielefelder Revisionsspezialist Dr. Holger Rostek.

beine-katja-suding-h_448x597.jpg

In sexistischen Posen, im knappen Schwarzen — wie Politikerin Katja Suding (* 30.12.’75 in Vechta), die beim Dreikönigstreffen der FDP ebenfalls ihre Gehwerkzeuge optisch in den Vordergrund schob, woraufhin es nach dem Schwenk eines ARD-Kameramanns zu einem Sturm der Entrüstung kam — präsentierte sich Elisabeth Hoffmann-Gallhoff im Bünder Stadtmagazin „life“ Nr. 190, September 2015, S. 14, 15,16, und sonnte sich im Erfolg über „Vergewaltiger Peter“. Mit stolzgeschwellter Brust tönte sie: „Eben gerade habe ich eine Mandantin in der Nebenklage vertreten, die von ihrem Mann vergewaltigt wurde. Er hat 2 Jahre und 6 Monte Freiheitsstrafe bekommen“. Bedenkenlos, dem Thema „Frauen notzüchtigen“ angepaßt, im kopierten Stil einer Brigitte Bardot aus der Erotikkomödie „Et Dieu…créa femme“ (Und immer lockt das Weib) 1956 mit Curd Jürgens in der weiteren Hauptrolle, rückt die auf 54 geschätzte „Anlaufstelle für Frauen in Not“ ihre weiblichen Attribute zielstrebig in’s Rampenlicht.

Hinterlistig verschweigt die auf Scheidung, Sorgerecht und Unterhalt Spezialisierte, dass die Verurteilung noch gar nicht rechtskräftig ist. „life“-Leser erfahren auch nichts von den Zielen, die mit einer Nebenklage verbunden sind. In Fällen, wie in diesem, muss sich Peter — bleibt es bei seiner Verurteilung — warm anziehen. Denn dann droht ihm nicht nur die Wegnahme seiner zwei Söhne, sondern auch noch ein Schmerzensgeldprozess. Für die „Schmerzen“, die sein „Test im Feuchtgebiet“ bei Liane verursacht hat, körperlich und seelisch.

In „life“ verrät die getrennt lebende Elisabeth, dass sie für ihr Engagement im Verein „Ehe- und Lebensberatung“ Geld erhält. Von Spenden, mit denen der ganze Laden finanziert wird. Klar, dass sich die Anwältin im Sprachrohr „life“ einsetzt, „man müsste noch viel bekannter machen, dass es hier in Bünde so einen Verein gibt“. Wäre das der Fall,  bekäme Frau G. mit wachsender Berühmtheit des Klubs sicher noch mehr Prozessvollmachten von Lianes Kaliber unterschrieben.   

Was Peter Mut macht:

Die Niewöhners waren eine glückliche und zufriedene Familie. Die heile Welt zerbrach über Nacht. In jener, als um 02:30 Uhr Tochter Jessica (18) im Bad ihres Elternhauses nach geheim gehaltener Schwangerschaft ein gesundes Mädchen gebar. Stunden später tötete sie es gemeinsam mit ihrem gleichaltrigen Freund Hans, dem Erzeuger. Das Baby war ihren Zukunftsplanungen im Weg. Im Prozess wegen Kindestötung kam die Angeklagte auf die perfide Idee, sich auf ihre kranke Psyche zu berufen, da durch sei sie zur Mörderin geworden. Den Richtern tischte sie diese Story auf:

friese-fertig-5.jpg

„Mein Vater Johannes hat mich als Kind sexuell missbraucht und in etwa 40 Fällen Geschlechtsverkehr mit mir ausgeübt“. Der 51jährige wurde verhaftet. In seinem gut gehenden Radio- und Fernsehgeschäft vor der Kundschaft.

Heute ist er ruiniert, der Laden pleite. Jessicas Rechnung ging auf. Sie erhielt wegen Kindestötung nur 1 Jahr und 9 Monate. Sie hatte ausgesagt: „Wenn mein Vater von meiner Schwangerschaft erfährt, schlägt der mich tot“.

Mittäter Hans bekam 2 Jahre auf Bewährung. „Meine Mutter drehte durch, als ich ihr von dem Pechkind erzählte. Ihr müsst es abtreiben lassen. Ihr seid zu jung, beide noch Schüler. Ihr könnt das Baby nicht behalten“.

„Der Angeklagte stand unter Druck, deshalb hat er beim Ersticken des Kindes und der Beseitigung der Leiche mitgmacht“, heißt es im Urteil.

Dass es überhaupt zur Schwangerschaft kam, ist ebenfalls der Verlogenheit Jessicas zu verdanken. „Ich nehme die Pille, Kondome mag ich nicht“. Sie nahm gar kein Verhütungsmittel ein.

Bei der Prozessvorbereitung gegen den seit einem halben Jahr in Untersuchungshaft befindlichen Vater schilderte Jessica in zahlreichen Vernehmungen, wie es wo und wann zu den sexuellen Entgleisungen ihres Papas gekommen war. Sie blieb im Kern immer bei der gleichen Aussage. Doch eine Glaubwürdigkeitsgutachterin hegte Zweifel. Die „Vergewaltigte“ verwickelte sich in Widersprüche, nannte in einem Fall präzise und mit Bestimmtheit ein Datum, für das der Vater ein Alibi hatte. Da war er gar nicht zu Hause, sondern auf der Messe in Hannover.

Er kam frei. Seine Tochter wegen falscher Anschuldigung vor Gericht. Dort erschien sie mit gewölbtem Bauch, erwartete das Baby eines anderen. Hans hatte sich nach Bekanntwerden der Sauerei, die sie ihrem Vater angetan hatte, von ihr getrennt.

Wieder bekam die falsche Schlange Bewährung, diesmal 1 Jahr und 5 Monate. Ihre Familie will nichts mehr mit ihr zu tun haben.

Ein anderer Fall.

„Meine Ex hatte ihre heißen Liebesbriefe alle im Computer gelöscht, danach zeigte sie mich, weil ich nichts mehr von ihr wissen wollte, als Vergewaltiger an“. Als Sex – Monster wurde der 37 jährige Kaufmann Ulrich Vater zu 24 Monaten Gefängnis verurteilt. Das 13 Jahre jüngere „Opfer“ Silvia lachte sich noch auf dem Flur des Amtsgerichts kaputt.

achim-6.jpg

„Wir glauben der Zeugin, dem Angeklagten glauben wir nicht“, betonte das Schöffengericht.  Für ihre Glaubwürdigkeit spreche, „sie hat sich nach dem Gewalt-Sex ausgiebig geduscht. Und er hat ihr an den Unterarmen Schnittverletzungen zugefügt. Es ist kein Grund ersichtlich, warum die Zeugin, wenn es schon, wie früher, zu freiwilligem Sex gekommen war, nunmehr den Angeklagten hätte anzeigen und warum sie einen Suizidversuch hätte unternehmen sollen“.

Ulrich Vater hatte sich damit verteidigt, Silvia sei mit den sexuellen Handlungen im Rahmen von Fesselungsspielen einverstanden gewesen. „Ich habe keine Gewalt angewendet und ihr auch keine Verletzungen zugefügt. Diese Art Sex hatten wir oft. Es handelt sich um einen Akt des Hasses und der Rache, weil ich nichts mehr von ihr wissen will“.

„Reine Schutzbehauptungen des Angeklagten sind das“, konterten die Rechtsprecher. Und hauten dem „Vergewaltiger“ im Urteil richtig was auf die Rübe: „Der Angeklagte hat sich wegen Vergewaltigung strafbar gemacht. Er hat die Geschädigte mit Gewalt unter Ausnutzung einer Lage, in der es seiner Einwirkung schutzlos ausgeliefert war, zu sexuellen Handlungen genötigt. Er hat sein wehrloses Opfer gefesselt, vergewaltigt und zum Oralverkehr gezwungen. Wir glauben dem Opfer, das uns erklärt hat, ‚es war widerlich, weil ich mich doch vor dieser Sexpraktik so ekele’“.

„Wir glauben dem Opfer, dem Angeklagten glauben wir nicht“. Die selben Worte schleuderte Richterin Schlingmann „Vergewaltiger“ Peter entgegen. Offensichtlich lernen Juristen diese forsche Einschüchterungssprache schon im 1. Semester ihres Studiums.

Ulrich Vater legte jedenfalls Berufung ein.

Danach ging es ganz schnell. Der neue Prozess geriet für das von den Richtern bemitleidete „Opfer“ zur Katastrophe. Denn Ulrichs neuer Verteidiger Dr. Holger Rostek (72) aus 33602 Bielefeld, August-Bebel-Straße 225, Telefon: 0521/964120; Fax: 0521/9641219, konnte nach eigenen Ermittlungen – warum hat die Staatsanwaltschaft das nicht vorher längst getan? – beweisen, dass Silvia ihrem Ex – Geliebten 28 e-Mails geschickt hatte, in denen sie ihre besondere Leidenschaft für Liebesspiele mit dem Mund schildert:

„Das ist einfach ein irres Gefühl“. Und: „Das ist eine wunderschöne Sache“. Und: „Mein Gott, macht mich das geil“.

Der Staatsanwalt fiel vom Hocker. Die Richter waren sprachlos. Na ja, nicht ganz. Sie mussten am Ende doch noch was sagen. „Freispruch“, entschieden sie. Silvia, von www.boulevard-buende.de auf ihre „Glanztat“ angesprochen, flüchtete aus dem Gericht. Sie begebe sich „in psychotherapeutische Behandlung, eine Kur ist auch schon bewilligt. Mein Ex hat mich kaputt gemacht“.

Wie schön! Jetzt darf die Versichertengemeinschaft, also wir alle, auch noch für diese Lügnerin einen Erholungsurlaub finanzieren. Drei Wochen im herrlichen Plön in Schleswig – Holstein sind ihr genehmigt worden. Verlängerung nicht ausgeschlossen.

Anzeige

Boulevard Bünde

www.boulevard-buende.de ist eine der spektakulärsten Zeitungen in Bünde = bekannt als Tabak-,

Zigarren- und Banderolenstadt, als „Fairtrade Town“ und als Radfahrer-Eldorado.