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Artikel ‘Gebr. Schwarte’

Der letzte Donnerstag im Februar vor drei Jahren: Im Fitness-Center an der Haßkampstrasse 32 in Bünde (Werbespruch: „Trainieren kannst Du überall – zu Hause bist Du nur im Fitnessloft…Dein zweites Wohnzimmer“) legt ein 1,65 Meter-Klasseweib, 55 kg, mit frech-lässig verstrubbeltem Pixie-Cut, in High End Fashion mit optimalem Sitz, exklusivem Design, einen perfekten Auftritt hin. In bequemen, funktionalen und stylischen Textilien sucht es den ultimativen Gym- und Fitness-Erfolg.

 

 

Die 32 jährige lässt kein Gerät aus. Po, Rücken, Bauch, alles muss leiden. Besonders der große Gesäßmuskel, der voluminöseste im menschlichen Körper neben dem Kaumechanismus, wird rangenommen. Es ist der Traum vieler, ein ansehnliches Hinterteil zur Schau zu stellen.

Ein knackiger Po-wow! Egal ob Mann oder Frau. Er ist nicht nur schön anzusehen, der durchtrainierte Muskel ist zudem wichtig für die Entlastung des Rückens. Stabilisiert den Oberschenkel in der Streckung. Tut der Hüfte Gutes.

Wer für seine geopferte Zeit in einem Knochenverbiegeschuppen oder in einem Sehnenstretchingtempel kein Geld bezahlen will, kann die Formgebung seines Hecks auch selbst in die Hand nehmen. Treppensteigen und Ausfallschritte sind bestens geeignet.

Nun gut, unsere Dame in der Muckibude fühlt sich wohler unter ihresgleichen anstatt zuhause alleine vor sich hinzugurken. In den an jeder 2. Strassenecke aus dem Boden schießenden Gesundheitsoasen findet sie ja auch alles, womit sie ihren Körper wunschgemäß gestalten kann: Klimzugstange, Springseil, Laufband, Schulterpresse, Trampolin, Beintrainer, Hanteln, Liegeergometer.

Einmal die Woche zieht, springt, läuft, stemmt, hüpft, strampelt sie sich dort zwei Stunden ab. Mit einem Schweißaufsauger um den Hals, ein von Dufttüchern im Trockner durchgepustetes Handtuch in schneeweiß. Das benutzt sie auf diese Weise gleichzeitig als hochwirksame Atemluftreinigungswaffe. Schließlich kommt nicht jede Bikini-Walküre, nicht jeder Wunder-Workouter geduscht, frisch-fruchtig oder orientalisch-würzig parfumiert hierher.

Am 25. Februar 2016 war das wieder so. Der sexy Vamp aus der Ernst-Reuter-Strasse brachte den Blutdruck auf Vordermann. Steigerte die Herzfrequenz. Baute Fettreserven ab. Beim Blick auf die Uhr bekam die gerade einen Spagat Übende einen Adrenalinschub. Schon 09:29 Uhr! Sie war viel zu spät dran. Um zehn am Arbeitsplatz sein? Oh mein Gott! Was für ein Stress! Der Treibstoff im Körper zündete. Sie sprang vom Stepper. Packte ihre Siebensachen. Ergriff die Flucht. Und stürzte in’s Auto. Um 09:35 Uhr haute sie den Rückwärtsgang rein.

Sekunden später fiel Anwohnern Ecke Haßkamp-/Winkelstrasse die Kinnlade runter. Es gab einen Rrrrummms wie Donnergrollen. Der Rauschgoldengel hatte im Fitnessstudio so viele Hormone freigesetzt, dass er beim Nachhintenfahren mit Volldampf in die linke Seite eines ordnungsgemäß am Wegesrand geparkten SUV krachte.

Und damit ging die Geschichte erst richtig los. Unglaublich, was sich die geschädigte Besitzerin des VW-Touareg V 10 TDI seit über drei (!) Jahren gefallen lassen muss. Da hat es die Unfallverursacherin, eine Sport- und Gymnastiklehrerin, viel, viel besser. Für die war die Angelegenheit mit der Übergabe ihrer Personalien und Angabe der Versicherungs-Adresse sofort vorbei.

Es fing an mit der Empfehlung der Reparaturwerkstatt: „Wir nehmen  am liebsten für die Schadensbegutachtung einen Sachverständigen, der schon lange für uns arbeitet. Der kennt sich aus“. Na ja, warum nicht? Woher soll sich das Unfallopfer auf die Schnelle selbst einen Experten holen? Gelbe Seiten? Internet? Wer garantiert ihm, dass es an einen wirklichen Fachmann und nicht an eine Niete gerät? Also nahm die Kaputtgefahrene den Vorschlag an.

Der öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige, Diplom-Ingenieur Johann Brouwer in Bad Salzuflen, schickte Kfz-Meister Axel Lingner los. Der besichtigte den demolierten Wagen noch am Unfalltag und fabrizierte das 10 Seiten lange Gutachten Az.: 16,08,47

Ergebnis: „Instandsetzungskosten 5.117,33 Euro“. Zusätzlicher Hinweis: „Im Verlaufe der Reparaturarbeiten und Überprüfung verschiedener Aggregate können weitere unfallbedingte Schäden offenbart werden. Bei Benachrichtigung durch die Werkstatt erfolgt eine Nachbesichtigung und gegebenenfalls ein Nachbericht“.

Am 06. Mai 2016 wandte sich die – Gott sei Dank – nicht im Auto gesessene Gerammte direkt an Brouwer: „Der Aschenbecher in der hinteren Tür auf der beschädigt gewesenen Fahrerseite klappt beim Zuschlagen der Tür immer auf. Dies wurde erst jetzt bemerkt, weil beim Türöffnen der Aschenbecher regelmäßig offen steht. Diesem Umstand wurde bislang keine Bedeutung beigemessen, weil sich der Aschenbecher zwar normal schließen lässt, beim Türzuschlagen aber wieder aufspringt. Der Schließmechanismus ist seit dem Unfall defekt. Seit dem Unfall, nicht vorher.

Bemerkt werden konnte das bisher nicht, weil sich niemand die Nase an der Fensterscheibe platt gedrückt hat um nachzusehen, ob der Aschenbecher eine Macke abbekommen hat. Auf den abstrusen Gedanken ist keiner von uns gekommen.

Der Aschenbecher wird seit Zulassung des Fahrzeugs nicht benutzt. Bei dem Pkw handelt es sich um ein Nichtraucherfahrzeug. Eine unsachgemäße Rumhantiererei von Kindern scheidet aus, weil auf der Rückbank noch nie Kinder transportiert worden sind. Es handelt sich ausschließlich um einen Geschäftswagen. Wenn Sie wieder in Bünde sind, lassen Sie mich das wissen. Ich führe Ihnen das Fahrzeug dann vor“.

Am 07. Mai 2016, also einen Tag später, schickte die Unfallgeschädigte eine weitere Mängelrüge an Brouwer: „Die Schließanlage arbeitet nicht mehr fehlerfrei. Seit dem Unfall, davor war sie intakt. Nach dem Verlassen und Verschließen des Fahrzeugs finde ich beim Zurückkommen vom Einkauf den Pkw unverschlossen vor“. An diesem Tag war es wieder so. Der nicht akzeptable Zustand trat in unregelmäßigen Zeitabständen auf.

Am 31.05.2016 fand durch denselben Sachverständigen, der schon die erste Expertise erstellt hatte, eine Mängelüberprüfung am Strassenrand statt. Eine eingehendere Untersuchung in der Werkstatt wurde nicht für notwendig erachtet. Der Fachmann kam zu dem Ergebnis, der nicht funktionierende Schließmechanismus des Aschenbechers der Fondtür links sei als Mangel anzusehen und zu beseitigen. Probleme mit der Schließanlage (Zentralverriegelung) konnten zum Besichtigungszeitpunkt nicht festgestellt werden, seien aber “bei der Konstellation der Elektrokomponenten im Türgriff vorn links zumindest nachvollziehbar. Wir werden uns mit der Reparaturwerkstatt in Verbindung setzen“.

Passiert ist nichts. Am 28.08.2016 wurde Brouwers angemahnt. Am 09.09.2016 ist der defekte Aschenbecher ersetzt worden. Die Assekuranz der in Rambomanier autofahrenden Schönheit aus dem Fitness-Center, Haftpflichtversicherung WgV (Württembergische Gemeinde-Versicherung), ließ die geschädigte Bünderin freilich auf den 260,23 Euro für den Stummelabfallkasten sitzen. Das teilte ihr am 15.12.2016 die VW-Werkstatt „Autohaus Bünde Ein Unternehmen der Schwarte Gruppe“ mit.

Den Schaden nicht bezahlen? Für den Autohaus – Geschäftsführer war das klar: „Ich habe Ihnen von Anfang an gesagt, dass ich hier keinen Zusammenhang mit dem Unfall sehe“, belehrte er die konsternierte Touareggerin. Von Anfang an? Wieso wußte der das? Die Antwort lieferte die WgV, an die die Geschädigte die Rechnung gesandt hatte mit der Bitte um Bezahlung. Die Assekuranz weigerte sich. „Wir sehen keinen Zusammenhang mit dem Unfallhergang“. Der Ascher sei bei den Reparaturarbeiten in der Werkstatt beschädigt worden, keinesfalls durch den Rumms.

 

Wie der Schaden entstanden ist, ergibt sich aus der Schwarte-Rechnung vom 04.03.2016  Nr. 36568  Position 70731900  „Türverkleidung hinten aus- und eingebaut“. An der Türverkleidung ist der Aschenbecher befestigt. Aus Mitleid überwies die „Württembergische“ an die Reingelegte die Penunzen für einen neuen Zigarettenabfallbehälter. Eine wirklich großzügige Geste. Bemerkte bei dem Kulanzakt freilich nicht, wie sehr sie beschissen worden ist.

Der Aschenbecher kostete nämlich gar keine 260,23 Euro! Die Werkstatt hatte auf dem Blatt Papier noch ganz andere Positionen aufgeführt, die mit dem Raucherutensil gar nichts zu tun hatten. Vier betrafen die nicht einwandfrei funktionierende Schließanlage, und das liest sich so:

Keyless Go prüfen

Öffnet selbstständig beim Entfernen vom Fahrzeug

GFS/Geführte Funktion

Türaussengriffschalter geprüft

In der Rechnung Nr. 47616 Auftrags-Nr.: 38522 vom 23.11.2016 macht das den Betrag aus in Höhe von 51,50 Euro netto plus 19% MwSt = 9,79 brutto: 61,29 Euro.

Die gesamte Summe wurde von der Bünderin an Schwarte weitergeleitet. Nachdem ihr der Laden für den Fall des Geldeinbehaltens mit einem Prozess gedroht hatte. Gedacht war, den Betrag mit Forderungen für vergebliche Reparaturversuche an der Schließanlage zu verrechnen.

Oh Gott, die Schließanlage! Am laufenden Band wurde sie reklamiert, überprüft, justiert, repariert. „Aber“, verlor die SUV-Besitzerin in diversen Mitteilungen (19.02.2018, 28.03.2018, 01.08.2018, zusammengefasst in einem dreiseitigen Schreiben am 16.11.2018) an die Fachwerkstatt die Geduld: „In 2 ¾ Jahren haben Sie es nicht fertiggebracht, den echten Fehler aufzuspüren und zu beheben.

Es wurde nach dem Rammstoß der Türaggregateträger vorne links aus- und in eine neue Tür wieder eingebaut (Rechnung 36568 vom 04.03.2016). Den finanziellen Aufwand dafür haben Sie von der WgV erstattet bekommen. Danach funktionierte die Schließanlage nicht mehr richtig. Nun wurde das Auto in unregelmäßigen Abständen immer wieder in die Werkstatt gebracht. Mal war es die Entfernung zwischen Tür und Autoschlüssel, die schuld sein sollte an dem Desaster. Dann sollte es die Batterie gewesen sein. Sie wurde ausgewechselt. Es kam nichts Gutes dabei heraus“.

Zum Schluss der Reklamationsorgie fiel dem Boss des Ganzen ein, der Fehler könne sich nur in einem der Türgriffe befinden. „Eine Auswechselung der Aggregateträger ist die einzige erfolgversprechende Reparaturmöglichkeit“. Wurde gemacht. Kosten: 953,07 Euro mit Rechnung Nr.: 75155. Den Betrag überwies die WgV an die Werkstatt.

Vier Tage ging es so lala. Dann war der alte Zustand nicht nur wieder da. Nein, es kam noch viel schlimmer! Jetzt konnte man den Pkw nicht mehr durch Anfassen des Türgriffs öffnen, sondern musste mühsam den Schlüssel aus der Jacken-, Hosen- oder Einkaufstasche nesteln und eine handbreit entfernt vom Schloß auf den Öffnungsmechanismus der Fernbedienung drücken. Nach zig Versuchen hieß es dann endlich „Sesam, öffne dich“.

Eine Einstiegsvariante im Hightec-Zeitalter mit besonderem Reiz bei Dauerregen! Wenn die vollen Einkaufstüten abgestellt werden mussten, Mann/Frau klitschnass war, bevor das trockene Fahrzeuginnere erreicht wurde.

Freitag, 07.09.2018 16:35 Uhr, ist dieser nicht mehr hinnehmbare Zustand einem der drei Geschäftsleiter vorgeführt worden. Er konnte nicht glauben, was er sah. Wechselte im Schlüssel die Batterie aus trotz des ausdrücklichen Hinweises, die sei gerade erst vor sechs Wochen in seinem Ersatzteillager von einem seiner Mitarbeiter erneuert worden. Und da schau her: die Schließanlage verspürte keine Lust, mit dem nun eigenhändig vom Chef ausgewechselten Antriebssystem zu funktionieren.

Wieder landete das Auto bei den „Experten“ in der Werkstatt. Die bauten am 11.09.2018 das „Steuergerät für Startberechtigung“ aus und ein neues ein. Für 845,76 Euro.

Die Kundin verweigerte die Zahlung der Rechnung Nr.: 78488 mit dem Hinweis, die gegnerische Unfallversicherung „WgV“ hätte diese ausgleichen müssen anstelle der 953,07 Euro aus Rechnung Nr. 75155 vom 23.08.2018 „für die völlig unnütze Auswechselung der Türaggregateträger und neu installierte Türgriffe mit anschließender Lackierung“.

Das sei Arbeit für die Katz’ gewesen. Sie habe den Eindruck, ihr Auto sei fast drei Jahre lang zum Rumexperimentieren mißbraucht worden. Sie weigere sich jedenfalls, der WgV auch noch die 845,76 Euro-Rechnung zwecks Überweisung vorzulegen, weil das nichts anderes sei als Gaunerei. Den Versuch, sich auch noch dieses Geld zusätzlich zu der zu Unrecht abgesahnten Summe von 953,07 Euro unter den Nagel zu reißen, überlasse sie gerne der Werkstatt. Sie mache bei dieser kriminellen Abkassiererei auf keinen Fall mit.

Nicht mehr mit machte sie auch bei einem anderen Alleingang des Autohauses. Obwohl im Unfallgutachten steht (Seite 6, 3. Absatz) „Reifen und Felge sind beschädigt“ wurde nur ein neuer Reifen aufgezogen. Die kaputte Felge wurde nicht ersetzt. Folge war: Der Reifen verlor minimal, aber permanent Luft, musste zwischendurch ständig aufgepumpt werden (Schreiben der Touareg-Fahrerin vom 23.01.2017 an’s Autohaus). Er war – von der Laiin unbemerkt – so beschädigt worden, dass er nach gerade mal 7.790 km durch einen neuen ersetzt werden mußte. Die Erstattung von 282,53 Euro lehnte Schwarte ab. Die Geschäftsführung nahm sich zudem nichts davon an, dass nun auch dieser Pneu sukzessive Luft verlor. Da suchte die völlig verzweifelte Verkackeierte eine andere Werkstatt auf mit dem Wunsch, der Luftnotkrankheit auf die Spur zu kommen. Ergebnis: Beim Eintauchen in ein Wasserbad stiegen kleine Bläschen auf.

Schwartes „Experten“ überprüften die Behauptung ihrer Kundin am 31.07.2017  10:45 – 15:00 Uhr. Resultat: Die Felge sei gereinigt worden, alles sei o.k. Eine neue Felge zu montieren wurde strikt abgelehnt.

Nix war o.k.! Alle paar Wochen musste dem Reifen für’s Überleben an einer Tankstelle frische Atemluft zugeführt werden. Am 04.03.2019  in der Zeit von 13:48 – 14:32 Uhr überprüfte ein Fachmann in der Reifenspezialwerkstatt  Vergölst  Südlenger Strasse 131  32257 Bünde den Mangel. Wie nicht anders zu erwarten war, stiegen im Wasserbad Luftbläschen auf. Die Felge weist eine mit bloßem Auge erkennbare, wenn auch nur kleine Unwucht auf. Also eine unsymmetrische Verteilung der Massen des rotierenden Reifens.

Wie reagierten die Reparateure in Schwartes Fummelwerkstatt? Der verlängerte Arm des Herstellers, nach dessen Qualitätsnormen „Operationen“ durchzuführen, selbstherrliche Experimente aber tunlichst zu unterlassen sind. Obwohl die Übeltäter das defekte Objekt nicht in einen funktionsfähigen Zustand zurückversetzt hatten, war ihr Verhalten an Dreistigkeit nicht zu überbieten:

Eine bis dahin noch nie aufgekreuzte Dame namens Dina Stockmann aus der Buchhaltung des Mutterhauses „Autohaus Schwarte“ Lingener Strasse 89   49716 Meppen verlangte für die Dependance an der Engerstrasse in Bünde unnachgiebig mit Schreiben vom 09.01.2019 die gesamte Kohle plus Mahngebühr plus Verzugszinsen für die Rumhantiererei in und am Pkw der Bünderin.

Was für ein Irrsinn! Frecher kann kein Unfallopfer über den Tisch gezogen, unverschämter keine Kfz-Versicherung – hier die WgV – um Beiträge ihrer Mitglieder geprellt werden. Was veranlasst die Firma Schwarte zur Demontage der eigenen Reputation? Warum macht sie sich zur Lachnummer bei VW – Kunden?

Sind die Schwarte-Brüder nicht mehr gut bei Kasse? Können sie ihr Sponsorengeld für den Sportverein SV Meppen 1912 e.V. nur noch mühsam aufbringen? Jagen sie deshalb jedem schmutzigen Euro hinterher?

Der „SV“ wird außer von den bekannten Schnapsbrennern der Schluckspechte-Firma „Berentzen“ (Eigenlob: „Ein Synonym für Geselligkeit“) Stammsitz Haselünne, von der „Norddeutschen Heilpraktikerschule“ in Haren/Ems (Fortbildungsstätte u.a. für an professioneller Behandlung psychisch Gestörter Interessierte) auch von den Schwartes u.v.a.m. unterstützt.

Das Ansehen in Sportlerkreisen fördern zu Lasten eines Unfallopfers?

Was wohl die Tennis-Cracks des TC Lähden dazu sagen, denen die Schwartes ebenfalls finanziell unter die von Arthrose gefährdeten Arme greifen? Oder die Pferdesportler, die beim Többen-Schwarte-Cup mit ihren Spring – Gäulen an den Start gehen? Oder die SpVg Aurich, wo die Geschwister Hauptgeldgeber sind ?

Wundern würde die Geldgier des VW-Händlers nicht, der neben seinen Betrieben in Bünde und Meppen noch Filialen in Lübbecke, Haselünne, Papenburg, Leer, Emden und Aurich unterhält. Als Folge des Abgasskandals lief es in den VW – Buden bekanntlich nicht mehr so rund wie in früheren fetten Jahren. Die VW-Mutter in Wolfsburg geht mit massiven Sparmassnahmen munter voran. Leute raus. Sponsoring – Geld kürzen. Knete wird für Wichtigeres wie z.B. die Elektromobilität gebraucht. Womöglich auch bei Schwarte. Da fallen dann alle Hemmschwellen und es ist jedes Mittel recht, um nach Raffgierart Kasse zu machen.

Der FC Schalke 04 wurde beispielsweise mit seinem Fuhrpark von den Einschränkungen der Wolfsburger Konzernbosse getroffen: Touareg-Geschenke für Spieler und Manager gibt’s nicht mehr. Der KSV Hessen Kassel, ein weiteres Opfer des VW – Sponsorings, stieg aus der Regionalliga Südwest ab und spielt nun fünftklassig. 1860 München mußte ebenfalls Kürzungen hinnehmen. Und viele weitere Vereine.

Wegen der Dieselkrise kämpfen deutsche Autohändler gegen sinkende Gewinne. Die Erträge schmolzen von 1,5% auf 1%. Aber nicht wegen der Klimaerwärmung, sondern wegen Umweltprämien, die für den Tausch alter Stinker in Qualmer der neuesten Generation ausgeschüttet werden. Einen Teil dieses Lockpulvers müssen Unternehmen wie Schwarte & Kollegen aus eigener Tasche finanzieren.

Zusätzlich setzen Diesel mit Abgasklasse Euro 5 auf den Werkstatt-Hinterhöfen Patina an. Solche Kutschen, die einem natürlichen Alterungsprozess ausgesetzt sind, können nur mit hohem Verlust von bis zu 30% an den Mann und an die Frau gebracht werden. Zigtausende Schmutzpartikelpuster warten auf Schnäppchenjäger u.a. aus Polen, Marokko, Tschechien, Bulgarien, Kroatien, Rumänien, der Slowakei und der Ukraine, alles Länder, wo das gen Himmel Stinken erlaubt ist.

Noch gibt es kein einziges zugelassenes Nachrüstungsset. Erst mit dem Einbau neuer Katalysatoren wäre der Preisverfall bei älteren Dieseln mit dem Methusalem Gen aufzuhalten.

In Deutschland existierten 2018 insgesamt 36.750 Kfz-Betriebe mit 441.000 Mitarbeitern. 720 Betriebe weniger als im Jahr zuvor. Das Sterben hält weiter an. Hoffentlich auch bei den ihren Hals nicht voll genug kriegenden Firmen wie das Autohaus Gebr. Schwarte.

Denn: Die Probierereien am Touareg der Kundin waren nicht die ersten in dem Problembetrieb, den man mit Fug und Recht auch als „Saftladen“ bezeichnen kann nach allem, was sie dort erlebt hat. Bei km-Stand 75917 mußte der Luftkompressor erneuert werden, zuständig für das einwandfreie Funktionieren der Luftfederung mit Niveauregulierung. Bei km-Stand 94664 war das Ersatzteil schon wieder kaputt. Es erfolgte die nächste Notoperation. Bei km-Stand 105884 gab auch diese Funktionseinheit in dem vierrädrigen Lebewesen den letzten Atemzug von sich. Es wurde zum 3. (!) Mal ein gleiches, nicht verschlissenes Bauteil benötigt nach gerade mal 11.220 gefahrenen Kilometern.

Da war die Kundin voll bedient, schlug Krach. Nicht nur in der Werkstatt, sondern direkt bei der Kundenbetreuung im VW-Werk in Wolfsburg. Flugs meldete sich eine Dame namens Karolus bei der Bünderin und teilte ihr zur Überraschung mit (Bearbeitungsnummer VW-2010/08-013741), dass bei den kmStänden 75917 und 94664 gar nix Neues integriert, sondern an dem alten Luftkompressor nur rumgebastelt worden sei. „Erst bei km-Stand 105884 wurde ein kompletter Austausch des defekten Teils vorgenommen“. Die Kosten in Höhe von 2.426,26 Euro seien nicht zu beanstanden.

„Mag ja sein“, antwortete die Fahrzeugbesitzerin, „von der Rechnung bezahle ich trotzdem keinen Cent. Weil ich 2 x belogen worden bin, es sei ein Austausch des Luftkompressors vorgenommen worden. Tatsächlich wurde lediglich versucht, den kaputten irgendwie irgendwomit am Leben zu erhalten. Für diese Verarscherei gibt’s als Entschädigung nur eins: Gewährung von Kulanz auf den gesamten Rechnungsbetrag“.

So geschah es. VW übernahm die Kosten für Rechnung-Nr. 54789 = 2.426,26 Euro

Ach, und dann war da noch das unvergessliche Erlebnis mit den zwei verstopften Dieselpartikelfiltern! 10.000,00 Euro ( in Worten: zehntausend ) sollte der Erneuerungsspaß kosten. Auf die erstaunte Frage der Touareggerin, „warum so teuer?“ bekam sie die Info, es handele sich um eine sehr, sehr aufwändige Reparatur. „Das Getriebe muss ausgebaut werden, damit wir an die Filter rankommen. Ein enormer Arbeitsaufwand! Wir rechnen mit 14 Stunden!“

„Na, das überlege ich mir noch“, meinte die leichenblass Gewordene. Die natürlich wußte, wie risikobehaftet das Weiterfahren mit dem Auto war. Durch Ablagerungen kann es zu Motor- und Turboladerschäden kommen. Abgase können nicht mehr frei durchströmen, wodurch die Temperatur auf der Auslaßseite des Turbos ansteigt. Das wiederum hat Auswirkungen auf Schmierung und Kühlung.

Die Geschockte tuckerte mit dem behinderten Fahrzeug zu ihrem Haus- und Hof-Mechaniker auf’s Dorf. Der guckte sich die angeblich nicht mehr wiederzubelebenden Dieselrußpartikelfilter – so heißen sie richtig – genauer an. Nahm Messungen vor. Wechselte einen von zwei Differenzdrucksensoren aus. Was prima funktionierte, ohne Ausbau des Getriebes. So dass die ganze Chose am Ende 240,28 Euro kostete, inkl. 70,00 Euro für’s Ersatzteil.

Damit konfrontiert, meinte der Boss im „Autohaus Bünde“, bei dem 10.000,00 Euro – Berechner handele es sich „um einen neuen Kollegen. Der muss sich mit der Materie erst noch besser vertraut machen“. Na, dann mal zu!

Haben Sie auch Kummer mit Ihrer VW-Werkstatt? Ja? Dann wenden Sie sich direkt an:

Volkswagen AG   Kundenbetreuung  38436 Wolfsburg

e-Mail: kundenbetreuung@volkswagen.de

 

Jetzt bleibt nur noch abzuwarten, wie lange das „Steuergerät für Startberechtigung“, implantiert am 11.09.2018, die Schließanlage störungsfrei arbeiten lässt.

Ach so: Die Volksweisheit „Ein Unglück kommt selten allein“ bewahrheitete sich auf fatale Weise. Bei der ganzen Rumdamelei am und im Fahrzeug wurden auch noch ein Heizung-/Lüftungsschalter sowie der Rundknopf „Auto Level“ (Wagenhebermodus) für die Höher-/Tieferstelllung demoliert. Schadensersatz dafür wurde am 28.09.2018 um 11:20 Uhr abgelehnt. Begründung: „Nehmen sie mal eine Lupe zur Hand, dann können sie Haarrisse am noch unbeschädigten Teil der Taste erkennen. Im Laufe der Zeit löst sich die Folie ab durch den Einfluß von Schweiß an den Fingern. Das ist eine Krankheit des Touareg, darüber können sie sich im Internet informieren“.

Wurde nicht gemacht. Warum auch? Stattdessen sind von der Kundin für die Erneuerung der zwei kaputtgemachten Teile jeweils 120,00 Euro berechnet worden. Das ist auch ohne Lupe lesbar im Brief vom 16.11.2018 auf Seite 3, Zeilen 15 + 16. Denn was haben die Finger eines Kfz-Mechatronikers an diesen beiden Instrumenten verloren? Wo er doch die Schließanlage reparieren sollte!

Für seine rechtsschutzversicherte Dauerkundin „Autohaus Gebr. Schwarte“ meldete sich beim Unfallopfer am 17.01.2019 Rechtsanwalt Birger Kuloge-Assmann aus Enger mit dem dreisten Verlangen, bis zum 25.01.2019 den gesamten Zaster rauszurücken, der noch zu zahlen sei. Zu den Pfuscharbeiten am Fahrzeug und den ständigen Mängelrügen der Touareg-Besitzerin schrieb er keine Silbe. Das konnte er in deren Antwort vom 22.01.2019 lesen:

04.03.2016 Schließanlage repariert nach Unfall am 25.02.2016

07.05.2016 Schließanlagereparatur beanstandet

17.05.2016 Schließanlagereparatur beanstandet

31.05.2016 Schließanlagereparatur beanstandet

03.06.2016 Schließanlagereparatur beanstandet

23.11.2016 Schließanlagereparatur beanstandet

20.12.2016 Schließanlagereparatur beanstandet

27.12.2016 Schließanlagereparatur beanstandet

 

15.02.2017 Schließanlagereparatur beanstandet

28.03.2017 Schließanlagereparatur beanstandet

26.05.2017 Schließanlagereparatur beanstandet

07.06.2017 Schließanlagereparatur beanstandet

10.07.2017 Schließanlagereparatur beanstandet

07.09.2017 Schließanlagereparatur beanstandet

14.11.2017 Schließanlagereparatur beanstandet

12.12.2017 Schließanlagereparatur beanstandet

 

15.02.2018 Schließanlagereparatur beanstandet

19.02.2018 Schließanlagereparatur beanstandet

20.03.2018 Schließanlagereparatur beanstandet

28.03.2018 Schließanlagereparatur beanstandet

09.04.2018 Schließanlagereparatur beanstandet

23.04.2018 Schließanlagereparatur beanstandet

26.04.2018 Schließanlagereparatur beanstandet

12.06.2018 Schließanlagereparatur beanstandet

19.06.2018 Schließanlagereparatur beanstandet

08.07.2018 Schließanlagereparatur beanstandet

28.07.2018 Schließanlagereparatur beanstandet

30.08.2018 Schließanlagereparatur beanstandet

07.09.2018 Schließanlagereparatur beanstandet

27.09.2018 Schließanlagereparatur beanstandet

Die Fortsetzung verlegte Autohaus Gebr. Schwarte Bünde GmbH in den Gerichtssaal. Reichte Klage ein im AG Bünde (5 C 73/19). Die zum Narren gehaltene Reparaturgeschädigte konterte am 02.04.2019 in der Erwiderung: „Anstatt nach den ersten erfolglosen Versuchen den Kfz-Sachverständigen zu Rate zu ziehen, durchkämmte die Klägerin eigenverantwrtlich das System. Dabei verursachte sie weitere Schäden an der Elektronik, sodass die Gesamtheit der Elemente, die untereinander verbunden sind, als strukturierte Ganzheit durcheinander geriet und versagte. Eine Folge war das Aufleuchten sämtlicher Kontrolllampen im Kombiinstrument am 15.02.2018. Bei Fahrten nach diesem Werkstattaufenthalt kam es zwischendurch zur Blockierung des Starterknopfes. Das war neu. Die nicht intakte Schließanlage war sowieso noch vorhanden. Die Steuerung des Stroms durch elektronische Schaltung war nicht mehr regulierbar. Es kam nicht zu den gewünschten Abläufen“. Und so weiter und so weiter. Auf acht Seiten wurden dem Gericht Fakten über Fakten präsentiert.

Was Gutes zum Schluss: Nobel verhielt sich die Versicherung der Unfallverursacherin, die WgV (Württembergische Gemeinde-Versicherung a.G.   Tübinger Strasse 55   70178 Stuttgart). Die bezahlte neben dem in der Werkstatt demolierten Aschenbecher auch die erwähnten neuen Türgriffe im Wert von 953,07 Euro für die Beseitigung des Schließanlagen-Fehlers. Der Fehler war aber nicht behoben, woraufhin es zum Einbau des Steuergerätes für Startberechtigung kam, Kosten: 845,76 Euro. Diese Summe ist am 02.04.2019 ebenfalls von der WgV an Schwarte überwiesen worden. Die Assekuranz zahlte an die Bünder Bastelwerkstatt also für deren nicht endenwollende Schließanlagen – Reparaturversuche laufend Geld. Ein Entgegenkommen, das deshalb bemerkenswert ist, weil die Allgemeinheit von Versicherern oft ganz andere Verhaltensweisen kennt. Lesen Sie zum Beispiel mal unsere Geschichte „Hoffentlich nie Allianz versichert“. Da stehen Ihnen die Haare zu Berge.

WgV – Sachverständige wollten sich übrigens die ausgebauten Touareg – Türgriffe näher angucken und überprüfen, wie es zur Beschädigung des Innenlebens durch den Unfall kommen konnte, wie das Bünder Autohaus behauptete. Die spannende Kontrolle fiel jedoch in’s Wasser. Denn Schwarte war auf  Zack. Hatte die Beweismittel kurzerhand verschrottet. Blitzschnell. Obwohl die Erledigung des Unfallschadens gar nicht abgeschlossen war und ist.

Mal gucken, wie’s im Gerichtssaal läuft. Für die Reputation der Klägerin wäre es jedenfalls nicht schlecht, sie zauberte doch noch die Türgriffe herbei. So könnte sie wenigstens diesen Betrugsverdacht ausräumen. Zum zweiten, den mit dem Aschenbecher, braucht sie sich nicht mehr zu äußern. Dazu hat sie alles gesagt. Nun wäre Stummheit angebracht. Ganz nach dem Motto: „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“

 

Amtsgericht Bünde, Sitzungssaal 2, Dienstag, 02.07.2019, 13:15 Uhr. Nach kurzem formalen Vorgeplänkel kam Richterin Beatrice Schiwon (um die geschätzten 42 Jahre jung) zur Sache. Für die Klägerin wurde es peinlich. Unter dem Druck von Indizien, die von der Touareggerin eine Woche zuvor präsentiert worden waren, gestand der Geschäftsführer, sie und die Versicherung betrogen zu haben. Das ging so: Im Gutachten heisst es auf Blatt 2 im letzten Satz „AUTEC-LM-Felgen nicht mehr lieferbar, wenn Lackierung nicht in Ordnung – Ersatz kompletter Felgensatz in Höhe von ca. 639,00 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer und Arbeitsaufwand“. Dem Gericht log die Firma Schwarte im Schriftsatz vom 30.04.2019 ihres Anwalts Kuloge vor (Seite 5, Abs. 5), da „die Lackierung der Felge ordnungsgemäß erfolgt war“, mußte kein neuer Felgensatz montiert werden. Im Abs. 7 heißt es weiter: „Die Kalkulation des Sachverständigen Brouwer bezieht sich nur auf die Lackierung der Felge“. Im Abs. 9 steht, die Touareg-Fahrerin „hat von der gegnerischen Versicherungsgesellschaft die Lackierkosten erhalten“. Das sollte sogar die Schwarte-Angestellte Olga Siemens (Seite 5, letzte Zeile) im Gerichtssaal bestätigen. Und damit einen Meineid leisten. Der mit ganz erheblicher krimineller Energie agierende Schwindlerladen an der Engerstrasse schreckt also nachweislich vor keiner moralischen Sauerei zurück, um an Zaster zu kommen. Schwarte opfert auf dem Schlachtfeld der Geldgier ohne mit der Wimper zu zucken die Reputation seiner Mitarbeiter. Was für ein Neppladen!

Auf Seite 6, Abs. 2, wird dann nochmal deutlich betont: „Die Felge musste lackiert werden“. Das sei „ordnungsgemäß erfolgt“ (Seite 5, Abs. 5)

Alles gelogen! Alles Betrug! Schwarte sahnte die Lackierkosten bei der Versicherung WgV ab – aber nicht, wie die Austrickser dreist behaupten, die  unfallgeschädigte Touareg-Besitzerin. Die Mogler belogen das Gericht bis zum Gehtnichtmehr, die Felge sei lackiert worden – ist sie nicht. Zwei TÜV-Sachverständige, die von der über’s Ohr gehauenen Ex-Kundin mit der Felgen-Begutachtung beauftragt wurden, kamen unabhängig voneinander zu dem Ergebnis: „Hier wird mit gezinkten Karten gespielt! Die Felge hat keinen einzigen Lackspritzer abbekommen“. Auch die Autolackiererei, mit der die Bescheißer Schwarte seit Jahr und Tag eng  zusammenarbeiten, bestätigte die Täuschung.

Da gab endlich auch Autohaus-Geschäftsführer Andreas Potthoff kleinlaut die üblen Machenschaften mit der nicht erfolgten Felgen-Lackierung zu. In allgemein verständliches Deutsch übersetzt bedeutet das Geständnis: Schwarte beging Urkundenfälschung (Rechnung über Felgenlackierung),  ungerechtfertigte Bereicherung, Versicherungsbetrug, Betrug an der Kundin, Steuerbetrug (19% MwSt auf Felgen-Lackierkostenbetrag  draufgeschlagen) und Prozessbetrug (in Schriftsätzen gelogen, bis es der Kundin gelang, die Weiße-Kragen-Kriminellen-Bude auffliegen zu lassen).

Das war beileibe noch nicht alles. Es gab noch weitere pikante Überraschungen. Wie die Position 68234199 in der Autohaus Schwarte-Rechnung Nr. 75154, wo es unter „Leistungserbringung“ heißt: „Halter für Sonnenblende ersetzt“. Richterin Schiwon wurde aufgetischt, der sei bestellt und dann eingebaut worden. Der Halter wurde aber nicht bestellt und auch nicht eingebaut. Die Kundin ließ den Halter ausbauen, um das Herstellungsdatum überprüfen zu können. Und schau mal einer an! Das angeblich am 15.02.2018 neu implantierte Ersatzteil trägt den Stempel „05“ für das Jahr „2005“. Zugelassen wurde der Pkw am 28.12.2006.

Dann die absolute Krönung des Ganzen! Der von der Kundin unterschriebene dreizeilige computergedruckte Reparaturauftrag Nr. 27197 vom 15.02.2018 wurde ohne ihr Wissen nachträglich mit 8 (!) handschriftlichen Reparatur-Zusätzen ergänzt! „Das geschah in der Werkstatt. Vorher wurde der Antrag unterschrieben“, gab Geschäftsführer Andreas Potthoff in seiner Anhörung im Gerichtssaal zu. Das Geständnis seiner zweiten Urkundenfälschung (nach der mit der Felgenlackierung) steht im Gerichtsprotokoll auf Seite 2, Absatz 7, Zeilen 4 – 7.  20 Tage später ließ er seinen Anwalt Birger Kuloge-Assmann aus Enger an’s Gericht schreiben, es sei alles ganz anders gewesen. Der dreizeilige Auftrag wäre ausgedruckt worden (Seite 2, Abs.2). Mit dem sei er in die Werkstatt marschiert, wo ein Monteur dann handschriftlich hinzugefügt hätte, was noch alles repariert werden müsste (Seite 5, Abs. 1). Beim Abholen des Fahrzeugs sei dann diese Urkunde unterschrieben worden. Beim Abholen! Nicht morgens, als das Auto hingebracht worden ist ausschließlich für die Instandsetzung der Schließanlage. Wie’s der Computer ausgedruckt hatte.

Die danach in Gang gesetzte „Geldspuckanlage“ von allerhöchster lukrativer Qualität deckt sich mit statistischen Erhebungen: Jede 5. Werkstatt pfuscht. Übersieht Fehler. Frisiert Rechnungen. Oder erledigt Arbeiten ohne Absprache.

Na, mal abwarten, was der Prozess noch alles so zutage fördert. Wir bleiben am Ball.

 

 

 

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