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Soviel Sünde lauert rund um Bünde

Scharfe Ganovin will wieder fette Beute machen – aber diesmal nicht bei der Commerzbank….

Gaunerei mal anders rum: Hier hat nicht ’ne Bank einen Kunden ausgeplündert, sondern eine aus Holsen stammende Bankangestellte ihren Brötchengeber! Detektive jagen sie jetzt.

Nicole Hahn (34) wollte endlich mal so reich sein wie einige ihrer Kunden. Weil sie’s mit ihrem Gehalt nicht schaffte, klaute sie gemeinsam mit ihrem Nachbarn Michael (37) den Tresor in ihrer eigenen Bank leer. Damit sich der Coup echt lohnte, ließ Nicole zum Tattag noch eine Extraportion Geld anliefern. Ein gepanzertes Fahrzeug hatte schlappe 100.000,- EURO mehr als sonst an Bord.

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Schade, nach dem Diebstahl hätte alles so schön werden können, aber leider segnete Komplize Michael das Zeitliche. Er starb vor lauter Aufregung am Herz- und Kreislaufkollaps nach dem 1. Prozesstag nachts in seiner Zelle. Ihm war klar geworden, dass er bei einer Verurteilung länger im Gefängnis bleiben müsste als die lebenshungrige Nicole. Im Klartext hieß das: Sie verfügte über die Kohle, er schaute in die Röhre! Na,  das waren ja herrliche Aussichten! Bei soviel Perspektivlosigkeit machte die Blutzirkulation ein paar Hüpfer zuviel. Der Lebensmotor geriet ins Stottern. Eine rechtzeitige Inspektion erfolgte leider nicht mehr. Erst am Morgen wurde er mit irreparabler Batterie aufgefunden und ins Leichenschauhaus übergeführt. Damit hatte jemand anderer anstelle irdischer Richter ein unerwartet hartes Urteil gegen ihn gefällt.

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Räuberin Nicole erhielt  3 ½ Jahre Haft, Michaels Papa 4. Nach der Halbzeit kam sie auf Bewährung raus. Ihre Freiheit nutzt die  Charmante auf ungewöhnliche Weise!  „Ich suche einen Millionär, damit ich mein Vermögen verzigfachen kann bei den so niedrigen Zinsen,“ lispelt sie  zauberhaft naiv im Gespräch mit www.boulevard-buende.de

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Was denn für ein Vermögen? Hat sie in der Gefängnis-Wäscherei so gut verdient? Nein,  das nicht, ihr Reichtum hat ’nen anderen Grund. Von den gestohlenen 405.465,- EURO sind seit dem erfolgreichen Beutezug  390.000,- EURO verschwunden. Die liegen vermutlich bei der UBS oder Credit Suisse oder der Kantonalbank in der Schweiz, wo sie sich  bei 3 % um satte 11.700,- EURO p.a. vermehren!

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Nicole geht das aber wohl nicht schnell genug. Sie, die ihre Bewährungszeit beanstandungsfrei hinter sich brachte, macht sich per Kontaktanzeige auf die Suche nach einem noch vermögenderen Mann. Im Internet schreibt sie über sich nur Gutes:

„Ich bin lieb, ehrlich und immer super pünktlich“.

Ehrlich? Da ist die arg gebeutelte Commerzbank zusammen mit den Strafrichtern ganz anderer Meinung! Der Ex-Arbeitgeber zog nämlich gegen die diebische Elster nach deren Haftentlassung vors Gericht, forderte Schadensersatz.  Die Ex-Angestellte des Goldbuchstaben-Instituts zog bedauernd die Schultern hoch und beteuerte: „Ich weiß wirklich nicht, wo die Beute ist“.

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Ihre Lehre machte die Räuberin, na wo wohl? Bei einem Anwalt + Notar!

Die Richter glaubten ihr kein Wort und verdonnerten sie,  die geklaute Summe zurückzuzahlen. Die Geldhungrige mit dem ungezügelten Appetit nach noch mehr Zaster denkt nicht dran! Ihre Mutter Petra (54), Putzfrau, ist fassungslos über den Ausrutscher ihrer Ältesten: „Ich war immer so stolz auf meine Tochter, denn Nicole hatte es von uns allen am weitesten gebracht“.

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Bis ihr dieses dämliche Missgeschick passierte! Über Nacht richtete die weiße Rüschenblusen-Kriminelle  durch eigenes Zutun ihre Bilderbuchkarriere zugrunde. Dabei  hatte sie  sooo viel erreicht in ihrem Leben,  musste niemals Kohldampf schieben. 20.000,- EURO Erspartes lagen auf ihrem Konto. Sie blickte auf eine abgeschlossene Ausbildung zur Rechtsanwalts- und Notarsgehilfin zurück. Ja, richtig gelesen: Sie arbeitete fast 4 Jahre in einer Anwaltskanzlei! Wusste also gut und böse schön zu trennen. Anschließend versah sie 8 Jahre zuverlässig ihren Job in einer Bank-Filiale. Sie düste, wenn sie Lust hatte, für ein paar Tage schnell mal mit Freundin Rita (34) und Nachbarfilius Michael nach Mallorca, Ibiza oder auf die Kanaren.  Urlaubte mehrere Wochen im Jahr in der Karibik. Kutschierte stolz in ihrem Traumauto umher, einem schwarzen Mercedes SLK mit beigen Ledersitzen. 15.000,- EURO hatte sie dafür bar hingeblättert, den Rest zahlte sie pünktlich in Monatsraten.

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Ihre Gier  hat Nicole dann um den Verstand gebracht! Sie schickte früh morgens vor Geschäftsöffnung ihren Nachbarn Michael in’s Bankgebäude  und ließ  ihn aus dem Tresorraum einen  Batzen Geld stehlen. Anschließend täuschte  sie verabredungsgemäß einen Überfall vor. Warum das denn?  Mutter Petra im Gespräch mit www.boulevard-buende.de glaubt:

„Sie wollte immer auf eigenen Füßen stehen und mir nicht zur Last fallen. Mit 16 trug Nicole Zeitungen aus, begann nach dem Realschulabschluß eine 3-jährige Lehre in dem Anwaltsbüro. 6 Monate nach ihrer erfolgreichen Abschlußprüfung starb der Chef, die Kanzlei wurde  geschlossen“.

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Die Miete für die  eigene Wohnung, die großzügigen Lebenshaltungskosten, dafür brauchte Nicole dringend Moneten und einen neuen Job. Sie bewarb sich bei der Commerzbank und wurde sofort genommen. Kunden aller Filialen lobten schon bald ihr freundliches Wesen, ihre Warmherzigkeit.

In einer Disko verliebte sie sich in Torsten (35), heiratete ihn 8 Monate  später  schön in weiß gehüllt. Durch die Hochzeit veränderte sich ihr Leben nicht: „Zuerst mach‘ ich Karriere und jedes Jahr schön Urlaub. Später kann ich dann immer noch Kinder kriegen“, meinte sie zu ihrer Mutter.

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Mit 25 bekamen ihre schönen Lebensplanungen einen erheblichen Dämpfer: Mama erkrankte an Eierstockkrebs. Nicole litt mit, Nicole zitterte mit, Nicole betete für ihre Mama, Nicole nahm unbezahlten Urlaub und stand der Rekonvaleszentin in der „Klinik Sonneneck“ in Wyk auf Föhr tröstend  zur Seite.

 

Dies alles geschah  ausgerechnet  zu einem Zeitpunkt, als sie selbst  Zuspruch brauchte. In Nicoles Ehe kriselte es heftig. 12 Monate später kam es nach nur 4 Jahren Ehe zur Scheidung.  Nicole begab sich in therapeutische Behandlung, wurde während des 4-tägigen Prozesses gegen die Bankräuberin, ihren Komplizen Michael und dessen Vater Rudolf (59), bekannt.

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Die Männer hatten Nicole zur Herausgabe des Schlüssels für die Bankfiliale überredet. In den Gerichtsakten steht auf Blatt 537, weshalb die Angestellte mitmachte: „Der Vater bedrohte mich. Würde ich Michael nicht den Schlüssel  geben,  erginge es zuerst meinem Auto schlecht“.

 

Die Gaunerin im Prozeß: „Mein Auto! Es war mein Traum, ganz neu, die wollten mein Auto kaputt machen! Ich dachte an Bremsschläuche und so,  bekam richtig Angst um mein Leben!  Was hätte mir alles passieren können!“ 

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Nicole zum Räuber: „Hab’ keine Angst, die Überwachungskamera ist bloß ’ne Attrappe!“

 

Die angebliche „Todesangst“ überzeugte die Richter nicht. „Sie hätten sich doch der Polizei offenbaren und Bankräuber Michael in eine Falle tapsen lassen können“, meinten die. Statt dessen tat Nicole was anderes. Sie sorgte dafür, dass zum Zeitpunkt des Banküberfalls richtig viel Geld im Tresorraum lag. Der Richter zur Angeklagten: „Warum haben Sie nicht mit der Kripo zusammengearbeitet? Im Tresorraum hätten Polizeibeamte dann gewartet und den Räuber mit Handschellen begrüßt“. Nicole: „Ich hatte Mitleid mit der Familie, die war hochverschuldet. Ihr Haus stand vor der Zwangsversteigerung“.  Gerettet haben Vater und Sohn ihr Dach über’m Kopf dennoch nicht, trotz der fetten Beute. Auch deshalb wird gemunkelt, das Nicole die Kröten in sicherem Gewahrsam hat. 

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Am Tattag, 06:30 Uhr trafen sich Michael und Nicole an einer Tankstelle. Sie reichte ihm augenzwinkernd aus dem runtergekurbelten SLK-Autofenster den Schlüssel für einen Nebeneingang der Bank. Er lächelte dankbar, denn er wusste seit einer Ortsbesichtigung in einer Mittagspause aus der Vorwoche von Nicole, dass die Tresorschlüssel im Vorraum in einem Schlüsselkasten an der Wand hingen. Den brach er mit einem Schraubenzieher auf  und ratzfatz war der Schuft mit dem vielen Pulver verschwunden. 

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‘ne Maskerade brauchte er nicht, weil er von Nicole wusste, dass es im Tresorraum nur eine einzige Überwachungskamera gab, eine Attrappe! Die war nicht so teuer wie ’ne echte, schließlich haben Bankkaufleute Sparsamkeit gelernt. Unbeobachtet gelangte Michael an die vielen Geldbündel, verstaute 405.465,- EURO in einer schubladengroßen Supermarkt-Keksdose sowie in 2 Geldkassetten. Fuhr angeblich direkt nach Hause und übergab alles  seinem Vater. Der sagt: „Ich hab’ von den Möpsen nix gesehen“. Jedenfalls ist seitdem das meiste Geld weg. Der Garten hinter’m Haus von Vater und Sohn wurde zwar quadratzentimeterweise  von einem Polizeieinsatzkommando umgegraben, zum Leidwesen der geschädigten Banker umsonst.

 

Mehrfach fragten die Richter im Laufe des Prozesses nach dem Geldversteck. Die  Angeklagten sahen sich feixend an und schwiegen.

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Das Nicoles geschilderte Todesangst gelogen war, machte das Gericht deutlich an Hand einer SMS, die die Lebenshungrige um 12:51 Uhr,  3 Tage nach dem Bankraub von ihrem Handy an Michael sandte: „Schicksal bedeutet für mich, sich zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu befinden, um glücklich zu sein. Ich war am richtigen Ort zur richtigen Zeit“. Damit meinte sie den Fette-Beute-Machertag, als sie um 06:55 Uhr in ihrem PKW etwas entfernt von der Bank stand und beobachtete, wie Michael seelenruhig aus dem Gebäude kam, in sein Auto stieg und ohne Eile davon fuhr.

Bank-Detektive beobachten Nicole auf Schritt und Tritt

 

Diesem elektronischen Liebesbrief folgten Nicoles Festnahme und Haftbefehl 7 Tage nach dem Verbrechen. Weitere 8 Tage später klickten die Handschellen um die Gelenke ihrer 2 Komplizen.  Nicole, während ihrer Schulzeit immer schlecht im Fach Musik, hatte in den polizeilichen Vernehmungen so wunderbar „gesungen“, dass es für die Ermittler ein Leichtes war, der 2 Mittäter habhaft zu werden. Für ihre Tonkunst erhielt die Sopranistin von den Richtern Strafrabatt.

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Dem Prozess sah das durchtriebene Nachbarschafts-Trio gelassen entgegen. Auf ein schönes Leben nach dem Gefängnisaufenthalt freuten sich Vater, Sohn und Nicole. „Diese Rechnung wird nicht aufgehen“, meinte ein Banker im Gerichtssaal. „Denn sobald sie ihren Fuß wieder in Freiheit setzen, heften sich Detektive an ihre Fersen. Die 3 werden auf Schritt und Tritt beobachtet. An die Beute kommen sie nicht ran“.

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Die Angst, bis zu 10 Jahre hinter Gittern schmoren zu müssen und danach von dem geklauten Geld nichts zu haben, raubte Michael die letzten Nerven. Aufgeregtheit und hoher Blutdruck erzeugten einen panikartigen Zustand. In der Nacht zum 2. Prozeßtag fanden Justizbeamte den Tresorentleerer tot in seiner Zelle.  Abends hatte er sich noch das leckere Puten-Cordon-Bleu mit Kartoffeln und Mischgemüse aus der Gefängnisküche schmecken lassen. Morgens war er tot. Die Obduktion ergab: Selbstmord oder Tod durch Fremdverschulden schieden aus. Es war die Aufregung um’s  Geldversteck, die Michaels Herz zum Stillstand brachte.

 

Gegen die übrig gebliebenen 2 Angeklagten verhängte das Gericht diese Urteile: 4 Jahre Haft wegen Hehlerei und Begünstigung für Michaels Vater Rudolf,   3 1/2 Jahre  wegen Diebstahls in einem besonders schweren Fall für Nicole.

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Seit ihrer Haft-Entlassung sucht die Räuberin nun einen reichen Mann: „Der soll nicht nur gut aussehen, sondern auch genügend Pinkepinke haben, um mir ein schönes Leben bieten zu können“.

 

Vielleicht braucht sie auch nur jemanden, um den Bank-Detektiven ein Schnippchen zu schlagen? Denn den Typ an ihrer Seite könnte sie gut als Bevollmächtigten in die Schweiz schicken, wo die Beute vermutet wird. Nicole bleibt schön zu Hause, beäugt von den zweibeinigen Spürhunden. Während dessen wird das Schweizer Konto von ihrem Busenfreund leer geräumt.  „Superidee, oder?“ argwöhnt ihre Mama.

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Für die gelackmeierten Banker eine Schüttelfrost erzeugende Vision!

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