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Staatsanwalt schützt Betrüger in der Volksbank Bad Oeynhausen – Herford

„Wir machen den Weg frei!“ Wer kennt diese Werbung der Geld-Schluckspechte nicht? Aber für wen räumen sie denn Stolpersteine beiseite? Klaro! In erster Linie für sich selbst! Hinter den Kulissen dieser volksnahen Institution brüten Banker und ihre juristischen Berater atemberaubende Tricks aus, um am Ende des Geschäftsjahres ihre Bilanz aufgemotzt vorzeigen zu können. Beispielsweise so:

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Umweht von einem Duft aus Lug und Trug, der sich wie eine stinkende Smogwolke auf die Filiale an der Bünder Eschstraße gelegt hat, manövrierten sich die Vorgesetzten der Mitarbeiter aus diesem schmucken Gebäude mitten im Bünder Bankenviertel durch einen selbst losgetretenen Prozess gegen einen Kunden in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses. Die Volksbänker forderten von dem Kunden Geld – was sonst? Der gute Mann wehrte sich und überzeugte seinen Anwalt durch die Vorlage von Beweisen zu dieser Formulierung: „Der Kunde ist von der Bank schamlos betrogen worden“. Wie geht das denn?

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Ganz einfach! Der gutgläubige Bünder ging bei dem Geldinstitut zig Jahre aus und ein. Er pflegte angenehmste Kontakte zu den diversen Filial- und Sachbereichsleitern wie beispielsweise zu den Herren Pieper und Kleinewächter. Anfangs wurden die Geschäftsbeziehungen noch per Handschlag oder durch Ehrenwort vor Vertragsunterzeichnungen geregelt. Das änderte sich mit dem Personenbeförderungskarussell, das kundenfreundliche Bosse raus, dafür harte Hunde hoch auf gut bezahlte Pöstchen hievte. Der Kunde ahnte noch nicht, dass von da an Argwohn gegenüber Seriöstuern im feinen Nadelstreifen angebrachter ist statt Vertrauensseligkeit.

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Das Dilemma fing damit an, dass der Kunde zunächst mündlich falsche Zinsabrechnungen beanstandete. Schriftlich deshalb noch nicht, weil für ihn bei Bankgeschäften der persönliche Kontakt eine wichtige Rolle spielt. In diesem Lebensbereich herrscht erwiesenermaßen eine große Treue zwischen dem Bankberater und dem Kunden.

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Diese jahrzehntelang gewachsenen Beziehungen, dachte jedenfalls der Kunde, belastet man nicht mit scharf formulierten Protestbriefen, die leicht das Klima vergiften können. Differenzen räumt man im direkten 4-Augen-Gespräch aus. „Mir ist der persönliche Draht zu den Mitarbeitern der Volksbank immer wichtig gewesen“, sagte er in einer der öffentlichen Hauptverhandlungen im Bielefelder Landgericht.

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Diese Einstellung war anfangs von Erfolg gekrönt, denn die Volksbank bewies durch Einzahlungen auf das Konto des Kunden, dass sie dessen Beschwerden ernst nahm und an finanziellen Korrekturen arbeitete.

Ein Trugschluss, wie der Kunde alsbald merkte. Es meldete sich nämlich ein sogenannter Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht bei dem perplexen Kritiker und forderte diesen auf, seine Kontoüberziehung innerhalb von 19 Tagen auszugleichen.

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„König Kunde“ weigerte sich und forderte seinerseits die Bank und den Anwalt Stefan Deichsel, geschätzte 48, (Motto: “ Meine Lebensplanung endet nicht in Rente!“) auf, die fehlerhaften Abrechnungen aus der Vergangenheit zu korrigieren, Fehlbeträge plus Zins und Zinseszinsen auf sein Konto einzuzahlen, damit anschließend festgestellt werden könne, ob die Bank gegenüber dem Kunden oder der Kunde gegenüber der Bank noch Forderungen hätte.

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Die Aufforderung zur Korrektheit traf die Geldvermehrer in Mark und Bein! Voller Wut schickten sie dem aufmüpfigen Gegner mit sofortiger Wirkung eine 2,5 %tige Zinssatzerhöhung ins Haus. Der Streitbare dachte nicht daran, an die „Wir machen den Weg frei!“-Raubkrieger auch nur einen Cent zu bezahlen. Stattdessen wies er den Volksbankern nach, dass die Zinssätze auf dem Geld- und Kapitalmarkt nicht erhöht, sondern im Gegenteil gesenkt worden waren. Daraufhin beeilte sich der Vorstand aus der Volksbank-Chefetage in Herford 9 Tage später zum Widerruf der Zinserhöhung mit diesen Worten: Die haben wir fristgerecht wieder zurückgenommen.

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Was sich die Volksbank dann einfallen ließ, spottet jeder Beschreibung! Sie leierte einen Prozess an, um sich auf Kosten des Kunden mit einem Trick zu bereichern. Die Schlawiner behaupteten, der Kunde habe  gegen das Kleingedruckte in den „Allgemeinen Geschäftsbedingungen“ verstoßen, weil er gegen die einzelnen Quartalsabschlüsse keine schriftlichen Einwendungen erhoben hätte. Mündliche Beschwerden zählen nicht. Es liege eine Genehmigung durch Schweigen vor.

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Der Kunde, noch im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte, erinnerte daran, dass er fortlaufend in der Volksbank-Filiale in der Bünder Eschstraße aufgekreuzt war und mündlich, aber auch per Fax seinem Unmut über die fehlerhaften, somit falschen Abrechnungen Luft gemacht hatte. Diese Beschwerden nahm die Bank auch ernst, indem sie Geld auf das Kundenkonto transportierte. Im Prozess legte der Verärgerte Beweise auf den Tisch: Einzahlungen und Gutschriften der Volksbank auf sein Konto! Diese Geldbewegungen, so behaupten die unaufrichtigen Schlitzohren allerdings bis heute, würden nicht von der Volksbank stammen. Der Kunde selbst hätte die persönlich veranlasst!

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Warum lügt die Vorstandsetage der „Wir machen den Weg“-Befreier? Das ist mit Händen und Füßen zu greifen! Würde ihnen nämlich bewiesen, dass sie nach den Protesten des Kunden Ausgleichszahlungen auf dessen Konto vorgenommen haben, bricht ihr ganzes Lügengespinst zusammen! Das Märchen, der Kunde hätte sich nie gegen die Quartalsabschlüsse oder überhaupt gegen fehlerhafte Abrechnungen und damit gegen falsche Kontostände zur Wehr gesetzt.

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Das Landgericht Bielefeld gab den Räuberpistolenhelden in vollem Umfang Recht. In der Prozess-Korrespondenz und den mündlichen Hauptverhandlungen ließen die Herforder Schwindler an dem Kunden kein gutes Haar. Der, so behaupteten sie, hätte das Konto mit Einzahlungen und Gutschriften ganz allein bewegt. Nicht ein einziger Euro stamme von Volksbankmitarbeitern. Die Richter glaubten dieses Jägerlatein und schickten den Bünder als Prozessverlierer nach Hause.

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Der durch diese hinterhältige Flunkerei Besiegte kam erst nach Prozessende dahinter, wie er den „Wir machen den Weg frei!“ – Gaunern das Handwerk legen konnte: durch die Vorlage von Primanotenbüchern! Das sind – wie früher in Tante Emma Läden – Kassenbücher, in die jede Kontobewegung eingetragen werden muss.

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Der Prozessverlierer ging in Berufung und forderte die Volksbank auf, dem Oberlandesgericht Hamm (I-31 U 110/10) diese Primanotenbücher vorzulegen. „Nur so kann festgestellt werden, wie verlogen die Volksbank ist, denn beim Blick in die Primanotenbücher wird festgestellt werden, dass Einzahlungen und Gutschriften aufs Konto des Kunden von der Volksbank stammen und nicht vom Kunden selbst“, trug der Gelackmeierte den Richtern vor.

Es geschah Unglaubliches! Die Volksbank lehnte die Vorlage dieser unbestechlichen Beweismittel ab mit der Begründung, darauf dürfe nicht zugegriffen werden, weil der Kunde sie verspätet zu seiner Verteidigung heranziehen wolle. Er hätte die Vorlage in der 1. Instanz in Bielefeld beantragen müssen.

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Der OLG-Senat folgte diesem Einwand und griff das generös erscheinende Angebot der Täuscher auf, die sich mit nur noch 1/3 (!) ihrer Forderungssumme einverstanden erklärten und 60 % der gesamten Prozesskosten übernehmen wollten. Der Kunde willigte ein. Damit ist der Zivilrechtsstreit für die Weiße-Kragen-Täter beendet. Bei der Staatsanwaltschaft Bielefeld (Az.: 26 Js 583/11) geht’s dafür aber jetzt in die Vollen! Dort liegt dieses Dokument vor:

Strafantrag gegen

1.     Firma Volksbank Bad Oeynhausen – Herford eG, vertr. d. d. Vorstand Werner Ladage, Walter Bernsmeier u. Michael Knoll, Werrestraße 67, 32049 Herford;

2.     Den Leiter deren Rechtsabteilung, Achim Breder, Werrestraße 67, 32049 Herford;

3.     Rechtsanwalt Stefan Deichsel, Lindenstraße 4, 32423 Minden;

wegen Betruges. Begründung:

Die Beschuldigten haben durch Vorspiegelung falscher und durch Entstellung und Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt, um sich einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen. Das ist ihnen erstinstanzlich voll umfänglich gelungen beim LG Bielefeld 5 O 45/09 und dann beim OLG Hamm I – 31 U 110/10, wo es zum Vergleich kam, der die Beschuldigte zu 1) um 3.751,26 EURO zzgl. Zinsen bereichert und den Beschuldigten zu 3) um dessen Anwaltshonorar.

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Darüber hinaus ist der Anzeigeerstatter mit eigenen Anwaltsgebühren belastet worden in 1. Instanz mit 1.581,51 EURO und für die Vertretung in der 2. Instanz mit 2.394,99 EURO.

Zu dem Vergleich ist es gekommen, weil alle 3 Beklagte hartnäckig die Vorlage von Primanotenbüchern verweigerten, in denen die dem Rechtsstreit zugrunde liegenden Beweise für ihr betrügerisches Verhalten enthalten sind. In der 2. Instanz in Hamm hatten sie Erfolg mit dem Hinweis auf verspätetes Vorbringen dieser Beweismittel. Dass derartige Primanotenbücher zu den Pflichtunterlagen bei Geldinstituten gehören, hat der Anzeigeerstatter erst nach Abschluss der 1. Instanz in Erfahrung gebracht.

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In den Primanotenbüchern sind Zahlungsvorgänge auf dem Konto des Anzeigeerstatters festgeschrieben worden, aus denen sich ergibt, wer wann in welcher Höhe Einzahlungen auf das streitgegenständliche Konto vorgenommen hat. Im Fall von Bareinzahlungen ist das Original des Einzahlungsbelegs mit der Originalunterschrift des Einzahlers 10 Jahre lang aufzubewahren. Im Fall einer Gutschrift ist im Primanotenbuch das Gegenkonto festzuhalten, von dem der Gutschriftbetrag stammt.

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Durch Einsichtnahme in die Primanotenbücher lässt sich der Beweis für die von der Volksbank vorgenommenen Geldtransaktionen erbringen, die Streitgegenstand dieses Prozesses gewesen sind. Der immer wiederkehrende Vortrag der Beschuldigten, zu keiner Zeit auf Grund der Proteste des Anzeigeerstatters gehandelt zu haben, wäre widerlegt. So steht im Primanotenbuch, wo die Volksbank am 20.08.2007 die Summe von 1.402,20 EURO entnommen hat; am 13.02.2006 den Einzahlungsbetrag 281,54 EURO; am 30.04.2007 den Einzahlungsbetrag 328,50 EURO; am 27.07.2007 den Gutschriftsbetrag 198,42 EURO; am 17.12.2007 den Einzahlungsbetrag 161,15 EURO.

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Von allen diesen Kontovorgängen behaupten die Beschuldigten, der Anzeigeerstatter hätte diese Summen auf sein eigenes Konto einbezahlt oder zur Gutschrift eingereicht. Diese Behauptung ist frei erfunden. Zu der Unwahrheit haben sich die Beschuldigten hinreißen lassen, um Schadensersatzansprüche des Anzeigeerstatters abzuwehren.

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Sie alle haben, indem sie sich erfolgreich gegen die Vorlage der Primanotenbücher zur Wehr setzten, 2 Gerichte mit unwahren Sachverhaltsschilderungen in den vom beschuldigten Rechtsanwalt Deichsel absprachegemäß verfassten Schriftsätzen getäuscht. Damit verstießen sie in extraordinärer Weise gegen ihre Erklärungspflicht über Tatsachen, weil sie ihre Erklärungen über tatsächliche Umstände nicht vollständig und der Wahrheit gemäß abgaben. Sie haben sowohl den Einzelrichter im Landgericht Bielefeld belogen, als auch den mit dem Fall befassten Senat des Oberlandesgerichts Hamm.

Der betrogene Volksbank-Kunde hat auch die BaFin (Bankenaufsicht) in Bonn, die Rechtsanwaltskammer in Hamm und den Anwaltsverein Minden e.V. informiert.

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Die Staatsanwaltschaft Bielefeld stellte das Ermittlungsverfahren gegen Rechtsanwalt Stefan Deichsel in Minden wegen Betruges mit der Begründung ein, der hätte nur die tatsächlichen Vorgaben seiner Mandantschaft an die Gerichte weitergegeben. Was soviel bedeutet: Wer Lügen weiterverbreitet, dem ist nicht beizukommen. Auch wenn er sich mit frechen Schriftsätzen an Gerichte zum Steigbügelhalter für – wie hier geschehen – Volksbank-Betrügereien an einem Kunden macht.

 

 

Oberstaatsanwalt Ulrich Hummler (61) beschwichtigte zunächst noch den von den Weiße-Kragen-Gaunern Reingelegten mit dem Hinweis, gegen die verdächtigten Angehörigen der Volksbank Bad Oeynhausen-Herford eG würde unter dem Geschäftszeichen 42 Js 959/11 wegen Betruges weiterermittelt. Ermitteln heißt in diesem Fall, die Ermittler werfen einen Blick in die Primanotenbücher der „Wir machen den Weg frei!“-Ganoven.

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Große Worte, nix dahinter! Anstatt die Beweismittel aufzuklappen, blieb der neue Sachbearbeiter bei der Bielefelder Anklagebehörde, Staatsanwalt Rolf Richter (63), in seinem Sessel sitzen, verpasste dem Ermittlungsverfahren das neue Aktenzeichen 756 Js 132/12, und hatte im übrigen keine Lust zum Ermitteln. Also für’s herausfinden, nachforschen, Aufspüren in Erfahrung bringen, auf die Schliche kommen, zu Tage fördern, herauskriegen, Aufstöbern, Rauskriegen. Anstatt diese Pflichtaufgabe zu erfüllen, wofür er vom Steuerzahler gesponsert wird, teilte er in einem 2 ½ Seiten kurzen Brief mit, die Staatsanwaltschaft Bielefeld hätte keine Lust zum Recherchieren.

 

„Das Verfahren wurde ohne weitere Ermittlungen mit richterlicher Zustimmung eingestellt“. Begründet wird die Unlust des von öffentlichen Geldern hochdotierten Staatsbediensteten mit dem fehlenden öffentlichen Interesse an der Strafverfolgung des Vorstandes der öffentlichen Volksbank Bad Oeynhausen-Herford sowie deren Leiter der Rechtsabteilung, alle Werrestraße 67, Herford.

 

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Den absoluten Knalleffekt liefert der mit um die 5.000,- EURO pro Monat verdienende unkündbare Arbeitnehmer auf Lebenszeit in diesem hübsch formulierten Arbeitsverweigerungssatz: Es mache wenig Sinn, Zahlungsvorgänge aus den Jahren 2006 und 2007 aufzuarbeiten.

 

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Nur gut, dass Rolf Richter nicht Staatsanwalt in Hannover ist , wo seine Berufskollegen gegen den Filmunternehmer David Groenewold wegen Vorteilsgewährung herumstochern! Diesem schillernden Partyhengst gewährte die niedersächsische Landesregierung 2006 für eine seiner Gesellschaften eine Bürgschaft in Millionenhöhe. Als Dankeschön nahmen Ex-Bundespräsident Christian Wulff und seine attraktive Ex-Ehefrau Bettina Urlaube auf Sylt und eine Oktoberfest-Einladung an.

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Die Staatsanwaltschaft in Hannover ging dem Vorwurf der Vorteilsannahme auf den Grund. Die Folge war Wulffs Rücktritt am 17.02.2012 um 11:05 Uhr. Die Ermittler kamen gar nicht auf den Gedanken, Zahlungsvorgänge aus dem Jahr 2006 nicht aufklären zu wollen.

 

Wer mit solchen Begründungen Akten zustauben lässt, darf sich nicht wundern, wenn er sich dem Verdacht aussetzt, Betrüger schützen zu wollen, weil er vielleicht selbst Volksbank-Kunde ist.

 

Jedenfalls ist der § 336 StGB nicht sehr weit entfernt, wo es heißt: Ein Richter oder ein anderer Amtsträger, welcher sich bei der Entscheidung einer Rechtssache zugunsten oder zum Nachteil einer Partei entscheidet, macht sich der Beugung des Rechts schuldig.

Na ja, zwischen Hannover und Bielefeld liegen ohnehin Welten! Die 96er kickten bisweilen in der Europa League, Arminia immer noch in der 3. Liga. Die Tätigkeiten beider Staatsanwaltschaften unterscheiden sich ähnlich. Man muss das einfach nur sportlich sehen... - Anzeige -

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Aber was ist diese Art von „Arbeit“ eines Bielefelder Staatsanwalts schon im Vergleich zum Fall der am 12. Mai 2010 entführten und ermordeten Maria (54), Ehefrau des Sparkassen-Chefs Thomas Bögerl (56)? Der Witwer nahm sich 14 Monate nach Auffinden der Leiche seiner Gattin das Leben. Nach Überzeugung der Waisenkinder Christoph (25) und Carina (29) starben die Eltern, „weil unsere Familie als Opfer von den Ermittlungsbehörden wie Dreck behandelt wurde“. Als die Polizei nämlich mit den Ermittlungen in diesem Verbrechensfall nicht voran kam, wurden mit dem Segen der Staatsanwaltschaft einfach die Kinder als Täter verdächtigt. Ab Herbst 2010 zapften die Fahnder deren Telefon- und Internet-Verbindungen heimlich an. Unfassbarer Skandal! Dagegen ist die Untätigkeit des Staatsanwalts Richter im Fall der Volksbank Bad Oeynhausen-Herford nix anderes als Pipifax! 

Krank „dank“ Volksbank wurde nach eigener Angabe der 61jährige Ludwig Hagemeier. „Das Geldinstitut hat mich ruiniert“, sagte er Polizeibeamten. „Die wollen mich in den Selbstmord treiben!“ Dabei geriet sein Nachbar Rudolf Entrup (63) als das personifizierte Volksbank-Unheil ins Blickfeld des Rentners. „Diesem Mensch, ehemaliger Mitarbeiter der Volksbank, habe ich jahrelang vertraut bis zu meinem Untergang“.

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Am 22. Mai 2011 beschloss Hagemeier, seinen Nachbarn für den ihm entstandenen finanziellen Ärger büßen zu lassen. Er nahm aus dem Waffenschrank eine seiner Pistolen, ging nach nebenan und klingelte dort am Wohnhaus des verhassten Geldzählers. Um 09:42 Uhr an diesem Sonntagmorgen öffnete die Ehefrau des Ex-Bankers die Tür. Sie holte ihren Mann, nach dem Hagemeier gefragt hatte.

 

Kaum erschien der im Flur, zog der Pleitegemachte blitzschnell die Waffe und schoss, ohne noch eine Wort zu verlieren dem verhassten Bankberater aus nächster Nähe in die Brust. Das Projektil zerfetzte Herz und Lunge. Der Hingerichtete starb an schweren inneren Verletzungen.

Rechtsanwalt Heils nannte Einzelheiten der Vorgeschichte. Die Tat sei der Schlußakkord in einem über 20-jährigen Drama gewesen. Mitte der 80er Jahre habe er eine Lebensversicherung abschließen wollen und darüber mit seinem Nachbarn von der Volksbank gesprochen.  Er habe sich dann aber der besseren Konditionen wegen für einen anderen Anbieter entschieden.

„Das war der Anfang von Schikanen seitens der Volksbank“.  Bei privaten Zusammenkünften sei er auffallend links liegen gelassen worden. Einladungen von Jagdfreunden wären weniger geworden. An seiner Tankstelle seien jahrelange Kunden plötzlich nicht mehr vorgefahren. „Mein Mandant ist davon überzeugt, dass sein Volksbank-Nachbar überall die Hände im Spiel gehabt hat“.

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Am Tattag selber, so der Rechtsanwalt, sei sein Mandant in seine Tankstelle gekommen, habe gesehen, dass vieles nicht in Ordnung war und gedacht, dass hinter dem Fehlverhalten seiner Mitarbeiterin letztendlich auch die Volksbank stecke. Da sei er „völlig ausgerastet“ und habe „unter dem Druck von 20 Jahren“ seine Pistole geholt und die Tat ausgeführt. Auf eine Frage von Staatsanwältin Krüger sagt der Täter, er habe sich über viele Jahre „gedemütigt und isoliert“ gefühlt. Dennoch hat er bis zuletzt sein Konto bei der örtlichen Volksbank behalten.

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Der Volksbank-Chef und heutige Vorstand beschreibt das Opfer als „sorgfältig, korrekt und Vorbild für die Mitarbeiter“. Das Opfer habe ihm zu Lebzeiten anvertraut, es fühle sich vom Nachbarn bedroht. „Der hätte gesagt, ich erschieße dich noch bevor du Rentner bist“. Der Bankmanger offenbarte dann dem Gericht Ungeheuerliches: „Ich habe den Hausarzt des Tankstellenbesitzers aufgesucht und dem die Angelegenheit geschildert“. Nein, den Angeklagten hatte er über diesen Alleingang nicht informiert. Auf die Frage der Richter, wie er zu sowas kommt, antwortete der Banker: „Weil das aus meiner Sicht krankhaft ist.“

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Gutachter Dr. Dirk Balgenort (56) bescheinigte dem Täter eine „schwere psychische Erkrankung“. Die Reaktion seiner Umgebung, die sich immer mehr zurückziehe, empfinde der Wahnkranke als Bestätigung seiner Annahme, man wolle ihn „in die Klapse bringen“. Abgesehen vom Volksbank-Syndrom sei seine Persönlichkeit nicht beeinträchtigt. Er habe sich durch das Geldinstitut existenziell bedroht gefühlt.

Der Psychiater glaubt, dass der Todesschütze in ähnlichen Situationen weitere Straftaten begehen könnte, wenn es zu keiner Behandung kommt.

Das Schwurgericht Osnabrück wies den Volksbank-Kranken deshalb für unbestimmte Zeit in eine Psychiatrische Klink ein.

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Frank Essel (56) gibt den www.boulevard-buende.de Lesern diesen Tipp: „Ich legte vor 4 Jahren 30.000,- EURO an, wobei ich mit besonderem Nachdruck darauf hinwies, das Geld ist als Zusatzrente gedacht und nicht zum Spekulieren eingezahlt worden. Es stellte sich nach 2 Jahren heraus, die Anlage ist eine Fehlinvestition. Mein Banker gab mir den Rat, zu verkaufen. Das habe ich getan, allerdings nur noch 14.000,- EURO wiedergekriegt.

 

Schadensersatz, so sagte mir ein Experte von der Verbraucherzentrale, werde ich nicht bekommen. Weil ich beweisen muss, falsch beraten worden zu sein. Dass die Bank seit 2010 Kundengespräche dokumentieren muss, hilft mir nicht weiter. Ich habe ein Protokoll mit vielem Kleingedruckten unterschrieben, womit alles abgesegnet wurde. Ich warne deshalb dringend vor einer Bankberatung ohne Zeugen“.

 

Wer keinen Zeugen mitnehmen möchte, weil er nicht will, dass ein Dritter über seine Geldanlagegeschäfte informiert wird, sollte eine Tonband-Gesprächsaufzeichnung verlangen. Jeder Bankkunde muss sich darüber klar sein, bei den Geldabluchsern am Bankschalter oder im Hinterzimmer handelt es sich um extra geschulte Verkäufer. Die haben nur ihr eigenes Portemonnaie und ihre berufliche Karriere im Auge. Als Kunde deshalb immer schön wachsam sein, skeptisch, eigenverantwortlich handeln und sich nicht auf das Dahingesülze des Gegenübers im weißen Hemd und feinen Anzug verlassen.

Die Volksbank muss 160.000,- EURO Schadensersatz an vier Kunden zahlen (Urteile: Az. 2 O 81/11, 2 O 218/11, 2 O 219/11, 2 O 220/11).

 

Bei Beratungsgesprächen mit langjährigen Kunden wurden denen Beteiligungen an geschlossenen Immobilienfonds der Volks- und Raiffeisenbanken vorgestellt. Die Kunden entschieden sich für Anteile. Was ihnen der Bankberater allerdings verschwiegen hatte: Die Volksbank kassierte von den Fondsgesellschaften Provisionen in Höhe von mindestens 6 % der bezahlten Summen.

 

„Mit dem Verschweigen dieser Vermittlungsentgelte verletzte die Volksbank ihre Pflichten gegenüber den privaten Geldanlegern“, schimpften die Richter. „Eine Bank muss in Beratungsgesprächen über alle für eine Anlageentscheidung wesentlichen Umstände informieren. Dazu gehörte natürlich auch das Absahnen von Provisionen. Die Volksbank hatte ein erhebliches Eigeninteresse an der Empfehlung dieser Fonds gehabt“, urteilte das Landgericht.

 

Die über den Löffel barbierten Volksbankkunden erhielten ihr angelegtes Kapital zurück. „Bei ordnungsgemäßer Beratung hätten wir die Fondsanteile nicht gekauft“, machten sie ihrem Ärger „über diese Bescheißerei“ Luft. Die Vier Reingelegten sind keine Volksbank-Kunden mehr.

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