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Mit 22 sterbenskrank, aber ohne Angst vor’m Tod. Darum: „Weil meine süße Nina (3) eine sichere Zukunft hat“.

„Mama, Mama, bitte, bitte, hilf mir…es tut so weh!“ Die Gardinen im 1. Stock des zitronengelben gepflegten Hauses am Stadtrand sind zugezogen, Fenster und Türen fest verschlossen. Trotzdem sind die Schmerzensschreie einer immer leiser werdenden Frauenstimme unten auf der Straße zu hören. Anfangs blieben die Leute noch stehen, jetzt nicht mehr, nachdem sich das Schicksal der 22jährigen ehemaligen Verkäuferin überall herumgesprochen hat und alle Anteil nehmen.

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Das Mitgefühl gilt Carina Eggersmann. Die Mutter der 3jährigen Nina ist schwer krank. „Wir hoffen das Beste“, sagt Carinas Mama Rosi (44). „Ich bete“, flüstert Carina, wischt sich mit einem Papiertuch über die fiebernasse Stirn. Die Schmerzen, nicht der allgegenwärtige Tod, machen ihr schwer zu schaffen. „Denn wenn ich sterben muß, weiß ich mein Kind gut aufgehoben“, lächelt sie tapfer. Nimmt die Hand ihrer Mutter, drückt sie, küsst sie, blickt auf und flüstert: „Danke Mama, dass meine Kleine nach meinem Tod bei dir geborgen ist!“

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Carina erzählt: „Vom 5. Schwangerschaftsmonat an bekam ich links im Oberschenkel starke Schmerzen. 1. Diagnose: Ischias. Die 2.: Das ist der Ischias. Die 3.: Der Ischias, ein häufiges Problem in der Schwangerschaft. Die 4.: Die Schmerzen sind eine bekannte Nebenwirkung bei Schwangeren. Die 5. hieß wieder: Der Ischiasnerv! Wenn das Kind da ist, sind die Schmerzen verschwunden!“ Alles falsch!

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8 Wochen nach den ersten Beschwerden konnte Carina in dem kleinen Schuhgeschäft weder die Kundschaft bedienen noch an der Kasse sitzen. Die Schmerzen im linken Oberschenkel machten sie halb wahnsinnig. Das Bein schwoll an. Der Hausarzt schrieb die damals 19jährige „wegen akuter Gefährdung für Mutter und Kind“ krank, verordnete eine 3-wöchige Physiotherapie.

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Danach konnte sie nur noch im Stehen essen und trinken. „Nachts lag ich wach im Bett und weinte, die Schmerzen waren nicht auszuhalten trotz starker Tabletten“, erzählt Carina.

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Arztbesuche und Krankenhausaufenthalte wechselten einander ab. Die „Heimaturlaube“ wurden immer kürzer. 1 Tag nach Weihnachten rief Mutter Rosi den Notarzt. Ab ins Krankenhaus! Eine Ärztin tröstete: „Wir holen jetzt das Baby per Kaiserschnitt, danach sind die Schmerzen weg“.

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Nina war geboren, die Schmerzen setzten Carina noch viel schlimmer zu. „Ich konnte nicht stillen, was für eine Qual! Ich konnte mein Baby nicht halten, nicht zur Säuglingsstation gehen, weil mir vom Gesäß bis zum Unterschenkel alles weh tat“, berichtet Carina. „Machen Sie Streckübungen“, empfahl die Nachtschwester. „Duschen Sie von der Hüfte bis zu den Zehspitzen eiskalt“, riet ein Pfleger. „Danach geht’s Ihnen besser“. Alles Fehlanzeige!

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Vom Kindesvater schnöde im Stich gelassen   

Zusammen mit ihrem Baby kam sie nach Haus. 4 Tage später war die junge Mutter erneut in der Klinik. „Ich kann nicht sitzen und nicht gehen“, weinte sie. Sie bekam Infusionen, wurde nach Hause abgeschoben.

48 Stunden später bettelte Carina bei einem Röntgenologen um Hilfe. Sie schilderte ihre Ausweglosigkeit, sprach zum 1. Mal vom Sterben als Erlösung nach ihrem nun 7 Monate langen Leidensweg.

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„Der Mann fackelte nicht lange, er röntgte meinen Oberschenkel. Bei der Computertomographie fiel er fast in Ohnmacht beim Anblick eines faustgroßen Tumors. Carinas Augen füllen sich bei diesen Worten mit Tränen. Stunden später saß sie im Krankenhaus mit Fachleuten zusammen, die berieten über Rettungsmöglichkeiten. „Beide Lungenflügel“, erfuhr Carina, „sind von Metastasen befallen. Die Mediziner entschlossen sich für eine sehr aggressive Chemotherapie“.

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Carinas Zukunftspläne sind seitdem zerronnen. Alleinerziehend und getrennt vom Vater ihrer Tochter  lebend – wie ihre Mama –  hatte sie so schöne Träume! Für ihre Berufsausbildung wollte sie hart arbeiten, zur Abteilungsleiterin aufsteigen, eine eigene Filiale der Schuhmarktkette sollte sie mal leiten.  Das hatte ihr der Bezirksdirektor versprochen, weil ihre Menschenfreundlichkeit bei der Kundschaft so gut ankam! Sie war beliebt und bei den Kolleginnen anerkannt. An berufliches Vorwärtskommen  ist nicht mehr zu denken!

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„Jetzt werden Nina und ich von meiner Mutter betreut. Ich kann nichts weiter tun, als meiner Mama danke zu sagen für all ihre Liebe, die sie uns beiden schenkt“, sagt Carina gerührt.

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 Täglich bekommt sie Spritzen gegen die Qualen. Jeden 3. Tag zwei Schmerzpflaster von ihrer Mutter auf den Rücken geklebt, die sie den Alltag mit zusammengepreßten Lippen meistern lassen. „Ich kann wenigstens wieder aufrecht stehen und gehen, wenn auch nur an Krücken“, schildert sie ihre Situation. „Mama probiert alles mögliche aus. Alternative Nahrungsergänzung, aufbauende Mittel, sogar zu einem Krebsspezialisten hunderte Kilometer weit weg fuhr sie mit mir, obwohl das Geld knapp ist und Mutti kaum weiß, wovon sie den Sprit bezahlen soll“.

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Eines gibt ihnen Kraft: Sie sind umgeben von lieben Menschen, die ihnen nicht nur mit Rat und Tat zur Seite stehen, sondern auch mit Kleidung und Geld helfen. Von Ninas Papa, einem 21ährigen Elektrikerlehrling, ist nichts zu erwarten. „Außerdem habe ich meinen Stolz, ich gehe doch nicht betteln bei einem Mann, der von der schwer kranken Mutter seines Kindes nichts wissen will“, meint die tapfere Carina.

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Das größte Opfer bringt Rosi Eggersmann für ihre Tochter. Nach Absprache mit Carinas Bruder Patrick (26) wird das Elternhaus verkauft und vom Erlös eine ebenerdige behindertengerechte Wohnung in einem neu entstandenen Eigentumswohnungskomplex erworben. „Hier bei uns kommen die Sanitäter mit der Trage nur beschwerlich die schmalen Treppen hoch, das ist eine Zumutung für sie“, sagt die Mutter.

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„Hallo, mein kleiner Sonnenschein“, ruft Carina durch das lichtdurchflutete Zimmer vom Sofa aus, als sie ihre kleine Nina im vierrädrigen Rolli munter durch die Küche strampeln sieht. Das niedliche Mädchen lacht aus vollem Herzen. „Ist sie nicht süß?“ schaut die 22jährige die www.boulevard-buende.de -Reporterin an, und fügt erleichtert hinzu: „Ich bin ja so froh, dass meine Mama immer für mein Töchterchen da sein wird, wenn mir was zustößt“, lächelt sie.

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