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Genial einfach: der Abzocker-Trick der Sparkasse Herford und anderer blitzschneller Geldvermehrer

Immer mehr Bank- und Sparkassenkunden sind so stinksauer, dass sie über einen fliegenden Wechsel zu einem anderen Geldinstitut nachdenken. Um jenen nicht ganz so solventen Damen und Herren mit Sparkassenkonten ihre Entscheidung leichter zu machen, die oft mit ihren Überziehungen kollabieren, erzählen wir diese Geschichte aus dem Monetenvermehrungsinstitut, dessen Zentrale sich Auf der Freiheit Nr. 20 in Herford befindet, und von wo Strippenzieher 45 Filialen bedienen. Es wird insbesondere darüber nachgedacht, wie arme Kunden mit Kontoständen unterhalb der Null-Linie noch ärmer gemacht werden können.

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Einen tollen Trick haben sich die Kniffler da einfallen lassen, um den Sparkassentresor noch praller zu füllen! Die Habenichtse in Stadt und Land, die nicht wissen, wovon sie die nächste Stromrechnung bezahlen sollen und es wagen, trotzdem auf das Füllhorn Fortunas zu setzen, indem sie von ihrem bereits überzogenen Konto noch einen kleinen Betrag für das Glückslos einer sozialen Einrichtung opfern, wie beispielsweise 10,00 EURO für die Deutsche Fernsehlotterie, haben die Rechnung ohne die Sparkasse Herford gemacht. Von dort erhalten die Glücksucher nämlich auf einem Extrablatt zusätzlich zu ihrem Kontoauszug diesen schriftlichen Kundenhinweis:

„Aufgrund der fehlenden bzw. nicht ausreichenden Kontodeckung können wir die Lastschrift über EUR 10,00 des Zahlungsempfängers DEUTSCHE FERNSEHLOTTERIE, Kontonr. 98299205 BLZ 200 100 20 leider nicht einlösen. Wir haben sie daher an den Zahlungsempfänger zurückgegeben. Sie können Lastschriftrückgaben vermeiden, indem Sie vor erwarteten Lastschrifteinzügen dafür Sorge tragen, dass Ihr Konto ausreichende Deckung aufweist. Diese Mitteilung wird nicht unterschrieben“.

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Diese Nachricht ist einfach eine Unverschämtheit! Denn die trudelt  den armseligen Geldkranken mit dem Thrombosekonto auf dem Postweg für 0,55 Euro Portogebühren ins Haus, obwohl die kostenfreie Information „Rückbuchung“ schon Tage vorher auf dem Kontoauszug steht. Kostenfrei, wozu das Geldinstitut gesetzlich verpflichtet ist.  Das Briefmarkenentgelt wird den armen Schluckern auf dem ohnehin schon in den Miesen befindlichen Konto belastet. Damit nicht genug, werden dafür obendrein noch Überziehungszinsen von ca. 10 % und mehr jedes Quartal in den Sparkassen-Safe geschaufelt.

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Eine hat sich diese Beutelschneiderei nicht gefallen lassen. Die forderte die Portogebühren plus Zinsen für die zurückliegenden 3 Jahre zurück. Als Antwort erhielt sie von den Regisseuren in Herford die Nachricht: „Wir sind rechtlich verpflichtet, unsere Kunden unverzüglich über die Nichteinlösung einer Lastschrift zu informieren“. Mit Blablabla ergänzt dann ein Sparkassenmitarbeiter in einem weiteren Schreiben, die Sparkasse dürfe dem Kunden den Ersatz von Aufwendungen (z. B. Porto) in Rechnung stellen.

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Schlußendlich wird auf die Geschäftsbedingungen der Sparkasse Herford hingewiesen, wo unter Ziffer 2.4.3 das alles so stehen soll, wie gehandhabt, und zwar in den „Bedingungen für Zahlungen mittels Lastschrift im Einzugsermächtigungs- und Abbuchungsauftragsverfahren“. Steht da aber nicht! Da heißt es lediglich, dass bei Nichtausführung oder Rückgängigmachung der Belastungsbuchung die Sparkasse den Kunden unverzüglich unterrichten wird. Und genau das tut sie mit dem prompten schriftlichen Vermerk „Rückbuchung“ auf dem Kontoauszug.

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In Ziffer 2.4.3 steht nichts davon, die Sparkasse müsse den Kunden aus rechtlichen Gründen 2 x über den selben Rückbuchungsvorgang schriftlich informieren, das 1. Mal auf  dem Kontoauszug mit dem Aufdruck „Rückbuchung“ und das 2. Mal auf Kosten des Kunden auf dem Postweg.

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Dies ist eine sagenhaft geschickt ausgeklügelte Bereicherungsfalle! Der Mittellose wird von den Herforder Herrschaften noch mittelloser gemacht, denn er muss für die 2. Information an die Kontoführungsakrobaten nicht nur das 0,55er Briefporto erstatten, sondern die Geschicklichkeitskünstler schieben ihrem Erfinder 10 % Zinsen plus in die Tasche. Statistisch errechneter Mittelwert aller 423 Sparkassen-Institute: 12,29 %. (Zum Vergleich: Habenzinsen 2,50% Cosmos Direkt Bank, Sollzinsen 5,25 % Skat Bank). 50 Millionen Bundesbürger haben ein Konto bei einer Sparkasse. Daher wird es höchste Zeit, nicht mehr auf den Werbespruch reinzufallen „Wenn’s um Geld geht, Sparkasse!“ sondern ihr den Rücken zu kehren, wenn es um Tagesgeldzinsen oder um Zinsen beim Überziehen des eigenen Kontos geht. Der deutsche Sparkassen- und Giroverband, die Dachorganisation all dieser roten Sparschweine, leugnet denn auch nicht die Wahrheit: „Wir wollen und können nicht die günstigsten Anbieter sein!“ Die Sparkasse Herford reiht sich in diese Geschäftsphilosophie nahtlos ein. Die oben geschilderten Rückbuchungsvorgänge auf den Konten der existenziellen Herumkrebser beweisen das.

Die Verlustrechnung für die Verelendeten ist so erschreckend, wie die Gewinnvermehrung der Geldschlucker exorbitant. Der „Wunderdoktor Sparkasse“ macht die kränkelnden Kontobesitzer noch leidender. Er sieht sich gnadenlos das Herumkrebsen all jener an, die sich vorher schon nicht mehr monetär auf den Beinen halten konnten. Der auf den unrechtmäßig abgebuchten Portokosten lastende Zinsgewinn liegt für die Kröten-Sammler schätzungsweise im 6-stelligen EURO-Bereich. Thilo Weber aus der Vorstandsetage möchte genaue Zahlen nicht nennen. „Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir Ihnen keine Informationen über Zinserträge und Mengen von Rückbuchungsinformationen zur Verfügung stellen“, teilt er sehr nachvollziehbar mit. Wer will seine Bereicherung auf Kosten der Ärmsten der Armen auch noch schriftlich offenbaren?

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Bei dieser Konstellation ist es nicht erstaunlich, dass sich die Sparkasse immer wieder gern in der Lokalpresse als Gönnerin feiern lässt, wenn sie Schecks an Sportvereine und soziale Einrichtungen weiter reicht. Die Beschenkten wissen nun durch www.boulevard-buende.de erstmals, dass sie sich über anrüchige Präsente freuen dürfen, die u. a. von Hungerleidern finanziert worden sind. Das begreifen später auch die i-Dötze, wenn sie Lesen und Schreiben gelernt haben mit Hilfe  eines Schreibsets, das ihnen die netten Sparkassenonkels und- tanten zum Schulanfang schenkten.

Unsere Enthüllung trifft Banken und Sparkassen just zu einer Zeit, in der das Geschäft mit Privatkunden immer mehr in den Vordergrund rückt, weil durch die hohen Eigenkapitalanforderungen der EU-Wächter diese Einlagen als stabile Refinanzierungsquelle gelten. 30 % der Kunden bei Sparkassen und Genossenschaftsbanken sind wechselwillig. Wesentlich zufriedener sind die Kunden von Direktbanken, wo keine Gebühren anfallen und die Geschäfte per Online abgewickelt werden.

„Alle auf diese Weise zu Unrecht Ausgenommenen können ihre Entgelte plus Zinsen vom 31.09.’09 bis 08.07.’12 zurückverlangen“, informierte die Verbraucherzentrale NRW, Mintropstraße 27,

40215 Düsseldorf, E-Mail: vz.nrw@vz-nrw.de, die Redaktion www.boulevard-buende.de   

Wenn Sie auch ein „schönes“ Erlebnis mit Ihrem Geldinstitut gehabt haben, informieren Sie uns gern! www.boulevard-buende.de nimmt kein Blatt vor den Mund. Wir reden über Täter und ihre Taten.

Auch die Stadtsparkasse Bad Oeynhausen mit ihren 10 Filialen lässt ihre armseligen Kunden mit 17,5 % Sollzinsen und Selbstbeweihräucherung grüßen.

Diese Moneten-Nimrods formulierten ihre Jagdziele anlässlich des 150. Geburtstages vor 300 betuchten Gästen – unter ihnen der ehemalige Hamburger Bürgermeister Klaus von Dohnanyi – im Kaiserpalais der Kurstadt mit den treffenden Worten: „Aus kleinem Geld Großes machen“. Nach wie vor gelte, was die Banker in ihrer 1. Sitzung 1860 beschlossen haben: „Nicht nur, dass wir den Tagelöhnern und ärmeren Bevölkerungskreisen Gelegenheit geben, Ersparnisse zu sammeln und zinsbringend anzulegen, sondern wir können das gesparte Geld auch wieder zu mäßigen Zinsen ausleihen“. Hier muss es heute natürlich heißen, die Sparer werden mit 0,75 % Habenzinsen für ihr Geld abgespeist und Bittsteller mit horrenden Zinsen abgezockt.

Jedes zweite Unternehmen und jeder zweite Einwohner in Bad Oeynhausen ist Kunde der  Stadtsparkasse.

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