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Ein Orden für den Hundekothasser

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Seit 7 ½ Jahren ärgert sich der schwerbehinderte Frührentner Ernst Bäumer (58) in Bruchmühlen über die anrüchige Hinterlassenschaft vierbeiniger Besucher, die ungefragt auf seinen gepflegten kurz geschorenen grünen Rasen braune Standbilder malen. Meist sind sie platt wie ein Omelett, manchmal aber auch geformt wie eine Skulptur. Je nach dem, welche Art von Nahrung die nicht eingeladenen Gäste vorher zu sich genommen haben. Obst- und Gemüse-Leckereien, verfeinert mit Seelachsstückchen. Oder etwas Süßes für Schleckermäuler. Wie Nutella und ähnliches mit Kakao aus Santo Domingo. Vielleicht auch „Chocolatino“ von Maitre Chocolatier Markus Podzimek. Die eine Gourmetvariante ist flüssiger, die andere formbarer.

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Dem ehemaligen Werkzeugmacher stinkt die missbräuchliche Gartenbenutzung von Hundehaltern, die überwiegend bei Dunkelheit ihre Lieblinge das miefige Schmuddelgeschäft nicht vor ihrer eigenen Haustür verrichten lassen, sondern gezielt bewusst gewollt mit außerordentlicher Dreistigkeit stets bei anderen. Wie bei Herrn Bäumer. Der musste regelmäßig die ekeligen Tellerminen entsorgen, umringt von entrüsteten Schmeißfliegen, denen dank des unermüdlichen Einsatzes des Scheißewegräumers Speis und Trank abhanden kamen. 

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Ermahnungen nutzten nichts. Da machte Ernst ernst und installierte eine Überwachungskamera an seinem Haus. Nun glaubte er, den zweibeinigen Drecksäuen genug Respekt, aber auch Angst eingejagt zu haben, damit die endlich um sein Grundstück einen großen Bogen machen. Doch weit gefehlt! Die Frechheit der Rasenbeschmutzer ging munter weiter.

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An einem schönen Juni-Donnerstag marschierte Lea Brinkmeier (47) in die Videofalle. Ernst Bäumer traute seinen Augen nicht, als die ihm schon lange bekannte Bürokauffrau auf den Bildschirm gezaubert wurde mit „Felix“, der gerade sein übel riechendes Geschäft verrichtete. Gelangweilt sah sich Frauchen die Bescherung an.

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„Das darf nicht wahr sein“, kochte es in Bäumer hoch, er rannte nach draußen, riss die selenruhig zuguckende Hundebesitzerin an den Haaren und drückte ihr  Gesicht in den noch warmen, dampfenden Kothaufen. Die Überrumpelte fiel wie ein Maikäfer auf den Rücken, woraufhin der Hundekothasser triumphierend seinen rechten Fuß auf die Brust der Scheintoten stellte. Wie ein erfolgreicher Waidmann, der gerade eine Wildsau erlegt hat. Bei der skrupellosen Hundefrau setzte eine Art Schockstarre ein. 

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„Ich war traumatisiert, musste mich in ärztliche Behandlung begeben“, sagte sie, befreit von ihrer Atemlähmung, zu Richter Königsmann im Landgericht Bielefeld. Bei dem war die Umweltverschmutzung in einem dicken Aktenordner gelandet, weil der Grundstückseigentümer  die unfeine Dame wegen Hausfriedensbruchs angezeigt hatte.

 

Unglaublich:  der Schuss ging nach hinten los! Nicht Lea Brinkmeier wurde zur Rechenschaft gezogen, sondern Ernst Bäumer. Eine Posse, die an Skurrilität nicht zu überbieten ist.

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www.kanzlei-geimke.de

Schon der Bünder Amtsrichter Daniel Komnik (43), eine rheinländische Frohnatur aus Neuss, verurteilte nicht etwa  Felix‘ Frauchen,  sondern den Hundekothasser wegen vorsätzlicher Körperverletzung und Beleidigung zu 2.400,- EURO Geldstrafe. Der Rasenschützer suchte sein Heil in der Berufungsinstanz.  Da ging es dann rund. Der gesamte Staatsapparat wurde  gegen Herrn Bäumer  aufgeboten mit diesen hochkarätigen Spezialkräften: dem seit 18 Jahren im Landgericht Bielefeld tätigen Richter Dr. Matthias Königsmann (53) sowie einem Oberstaatsanwalt als Ankläger. Der, Uwe Vennewald-Ripsam (51), kannte überhaupt keinen Spaß beim Umgang mit dem armen Würstchen auf der Anklagebank, das sich mit  655,38 Euro Rente durchschlägt. 

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www.tankcenter-halstenberg.de

Rechtsempfinder Königsmann fackelte nicht lange. Er drohte dem Häufchen Elend mit harten Konsequenzen für den Fall, dass dieses auf seinem angestrebten Freispruch beharrt. „Ich würde dann den behandelnden Arzt von Frau Brinkmeier aus Lübbecke vorladen, um zu erfahren, ob ihre psychischen Probleme tatsächlich durch diesen Vorfall entstanden sind. Würde der das bestätigen, müssen Sie damit rechnen, dass die Krankenkasse der Geschädigten die enormen Behandlungskosten von Ihnen einfordert. Wirtschaftlich vernünftig wäre deshalb für Sie ein Vergleich“.

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Die angeblich tief in ihrem Innersten schwer verletzte Probandin hatte sofort nach der ihr vom Angeklagten auferzwungenen Kot-Kostprobe nicht etwa einen HNO-Arzt wegen Störung des Geruchsorgans aufgesucht, sondern mit den bei sich selbst ausgemachten seelischen Defekten den von ihr präferierten Hausdoktor. Der überwies die Patientin schnurstracks in die Psychiatrie Lübbecke hinters Wiehengebirge. Der entschlossen für Gerechtigkeit kämpfende Kothasser verstand deshalb sehr gut die unverhohlene Königsmann-Drohung bezüglich einer möglichen Krankenkassenregressforderung – und zeigte sich zähneknirschend einigungsbereit.

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Was dabei herauskam,  unerhört! Nicht genug damit, dass der arme Schlucker an die Hausfriedensbrecherin 1.200,- EURO Schmerzensgeld bezahlen muss. Nein, auch der Staat verdiente nach dem Grundsatz „Geld stinkt nicht“ fröhlich an dem Kothaufen von Bruchmühlen mit. Königsmann verurteilte den total Geknickten nämlich obendrein zu 1.800,- EURO Geldstrafe. „Wegen des hinterlistigen Angriffs von hinten. Das ist gefährliche Körperverletzung“, schloss er sich der Argumentation des Herrn Oberstaatsanwalts an. Was er veschwieg, war dies: mit der Geldstrafe waren die Gehälter der zwei Topjuristen gesichert! Beide verdienen mindestens je 6.676,44 Euro = 13.352,88 Euro bei einer Arbeitsleistung von 8 Stunden täglich und 20 Arbeitstagen im Monat. Die 2 Herren kosten den Steuerzahler bei einer 2 stündigen Verfahrensdauer 1.668,- Euro, die bringt Kothasser Bäumer nun alleine auf. 132,00 Euro bleiben noch übrig für den Justizkaffee – oder die -portokasse.

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Der auch als Mediator im Landgericht Bielefeld zu Hilfe gerufene Jurist Königsmann verwechselte Ursache und Wirkung bei seiner Pression, Ernst Bäumer müsste möglicherweise für die 4-wöchigen Klinkkosten in der Lübbecker Psychiatrie der Hundehalterin Brinkmeier aufkommen wegen derer geltend gemachten seelischen Probleme nach der Riechprobe der Hinterlassenschaft ihres Köters. Der Richter übersieht: wer regelmäßig die nicht mal als Blumen- oder Gemüsedünger verwendbaren Exkremente der Kläffer vor seiner Haustür entfernen muss, der stellt sich nicht lange die Frage, was dieser Fiffi der jedes gute Benehmen vermissenden Frau Brinkmeier auf dem Bäumerschen Grundstück verloren hat. 

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Na ja, was er nach Wunsch und Willen seines Frauchens dort, und nur dort, verlieren sollte, wissen wir nun alle: den Inhalt seines Mastdarms! Die daraus resultierende Reaktion des geschädigten Liegenschaftsbesitzers kann jeder Hundekotgeschädigte nur allzu gut verstehen. Bloß Richter Königsmann nicht, vielleicht deshalb, weil der selbst einen Wauwau Gassi führt? Anstatt dem Herrn Bäumer die Schmerzensgeldzahlung von 1.200,- EURO ans Herz zu legen, weil dieser Frau Brinkmeier mit ihrem Riechorgan in die Fäkalien ihres  Scheißerles gedrückt hat, hätte er besser daran getan, der dadurch angeblich psychisch Geschädigten nahezulegen, zunächst sich selbst, und dann ihrem Wauwau von professionellen Erziehern gutes Benehmen beibiegen zu lassen.

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Über wohlfeile Manieren informiert einschlägige Lektüre, die es in jedem Buchladen zu kaufen gibt. Da steht eine Menge drin über Umgangsformen, Anstand, Zucht und Ordnung. Über die Straftat Hausfriedensbruch informiert § 123 im deutschen Strafgesetzbuch. Da heißt es: wer in das befriedete Besitztum eines anderen eindringt oder wer ohne Befugnis darin verweilt wird mit Freiheitsstrafe bis zu 1 Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

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Hundeschulen gibt es überall, sogar in unmittelbarer Nähe von Frau Brinkmeiers Wohnung. Sollte sie knapp bei Kasse sein, kann die Gemeinde Rödinghausen ihr finanziell entgegenkommen, indem sie auf Frau Brinkmeiers Hundesteuer solange verzichtet, bis diese ein hundepädagogisches Erziehungszeugnis nicht für ihren Hund, sondern für sich selbst präsentiert.

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Die psychischen Belastungen nach der Bäumerschen Spontanreaktion hat sie sich jedenfalls selbst zuzuschreiben, sollten die tatsächlich mit der sehr effizienten Schmutzbeseitigungsmaßnahme des außerordentlich wachsamen Grundstückseigentümers zusammenhängen. Der seine grüne Wiese vor unansehnlich braunen Hundekotverätzungsflecken schützende und zur Selbstjustiz greifende 58 jährige hat einen Orden verdient! Weil er auf bemerkenswert einfache Weise den Fokus der Öffentlichkeit darauf gelenkt hat, dass eine Hundehalterin, wie Frau Brinkmeier, eine Menge für die Erwachsenenbildung tun muss, damit sie ihren Moppel nicht zum Entschlacken fremden Grund und Boden betreten lässt. Auch dann nicht, wenn er, wie Madames bellender Zeitvertreib, gerade eine Schlankheitskur macht.

 

Unser Cartoonist hat das in  Deutschland einzigartige Ereignis so für die Nachwelt festgehalten:

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