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Ein großer Sieg für alle Tierfreunde! Hausfrau erlegt nach 3 Jahre langem Nervenkrieg „Jäger Gnadenlos“ mit einem exzellenten Blattschuß.

3 Jahre wurde sie beobachtet, verfolgt, beschimpft, bedroht, fotografiert. Ihr Steckbrief steckte in den Jägerhirnen all jener Grünröcke, die mit Schießprügel, kläffenden Vierbeinern und blindem Jagdeifer gegen die Schöpfung auf dem Land und in der Luft zu Felde ziehen. Eva-Maria Fromm (50) aus Hunnebrock hat’s diesen Flintenträgern aber jetzt mal richtig gezeigt!

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Sie bekam von der Herforder Kreisbehörde Bußgeldbescheide ins Haus transportiert, die ihr den Atem nahmen, für Schweißausbrüche sorgten und Herzjagen verursachten. Eine Herforder Amtsrichterin, Alexandra Sykulla (41), beschäftigte sich mit diesem Papierkram unglaubliche 4 x mit 10 Zeugen 2 Jahre lang auf Steuerzahlerkosten.

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Am Ende gab sie dem Bünder Jäger Jürgen Menke (sieht aus wie 72) Recht, einem ehemaligen Polizist, der das Kesseltreiben gegen die herzensgute „Rabenmutter“ entfacht hatte. Er war zufrieden mit den 2 Verurteilungen Eva-Marias am 26.04.’12 zu jeweils 300,00 EURO Geldstrafe. Ein Haufen Geld, denn mit Anwaltshonorar, Gerichtskosten und Zeugengebühren kamen da unter’m Strich 3.000,- EURO zusammen.

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Was hatte die fromme Frau Fromm denn so Schlimmes verbrochen? In den Augen von Menke und dessen Jagdgehilfen Tobias Meier (Mitte 40) war die 50jährige mit verbotener Wildtierfütterung und Jagdstörung zur armen Sünderin geworden, die es Wert war, vor den Kadi gezerrt zu werden.

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Bei den 2 Herren handelt es sich um jene Schießprügelhelden, die Ende 2011 auf dem Grundstück von Ulrich Papke und Monika Sachs an der Nienburger Mühle für helle Aufregung sorgten! Damals lebten nach dem unangemeldeten Besuch eines Jagdhundes der 2 Waidmänner von 17 Bio-Hühnern plötzlich nur noch 14. Den Jägersleuten war die Kontrolle über ihren Köter entglitten, der wegen Heißhungers einen Ausflug in den Hühnerauslauf unternahm. 2 in Todesangst gackernde Hennen killte er sofort, mit einer dritten entschwand er. Es waren ja auch nur noch 14 Tage bis Heiligabend! Da will auch ein Jagdhund Vorrat anschaffen und nicht mit leeren Pfoten dastehen, wenn andere ihren Festtagsbraten verputzen. Menke leitete damals die Jagd und war damit verantwortlicher Oberaufseher über die Legehennen. Er entschuldigte sich für die forsche Vorgehensweise seines Fiffis, der zum selbstversorgenden „Hot dog“ geworden war.

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„Jäger Gnadenlos“, Jagdpächter und Polizeirentner Menke hatte sich zu dem Zeitpunkt längst mit Eva-Maria Fromm angelegt. Ihm mißfiel deren allerliebstes Hobby: „Ich ziehe aus dem Nest gefallene Rabenkinder groß und wildere sie wieder aus. Die handzahmen Vögel sehen in Herrn Menke keinen Feind. Dabei führt der nur Böses gegen sie im Schild, kommt hier vorbei, hebt seinen Ballermann, pengpengpeng macht es – und meine Ziehvögel fallen tot vom Himmel“.

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Bei jeder Beerdigung flossen bei Frau Fromm in der Jahrhunderte alten windschiefen, urgemütlich eingerichteten Fachwerkkate die Tränen. Gibt’s was Schlimmeres für eine Tierfreundin als diese Vögelmörderei? „Nein“, antwortet sie selbst, bei der neben den Neststürzlern aus den 20 Meter hohen Buchen am Waldschlösschen noch der ehemalige Kleinzirkushund „Max“ (6) und der zugelaufene Kater „Stumpi“ (4) leben. Das Hündchen wollte keine Kunststücke lernen und verachtete Auftritte in der Arena. Um Hundesteuer zu sparen, beschlossen die Zirkusleute seinen Tod!

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Just in den Sekunden seiner Hinrichtung trat Eva-Maria in sein Leben. Sie besuchte mit ihrer Tochter Samantha-Carmen (22) eine Vorstellung, in der Pause gingen beide ums Zelt und sahen einen jungen Mann, der den Hund gerade erschlagen wollte. Frau Fromm bezahlte die geforderten 70,- EURO Futterkosten und nahm ihn mit nach Hause.

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Zu „Max“ gesellte sich 1 Jahr später der Kater, dessen linker Vorderlauf von Geburt an ein muskelloser Beinstumpf ist. Der hockte verloren am Straßenrand, Eva-Maria nahm ihn mit. Hund und Kater haben sich längst daran gewöhnt, ihr Quartier mit den jungen Krähen zu teilen, die von der Tierliebhaberin aus Sträuchern und vom Waldboden aufsammelt werden. Es sind ungeduldige, die voreilig flügge werden wollen, vom Nestrand hüpfen oder die Sturmböen in die Tiefe schleudern. „Die hole ich ins Haus und zieh’ sie groß“, erzählt die liebenswerte Vogelmutter mit glänzenden Augen. 

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Für ihre schwarz gefiederten Untermieter rührt sie aus Körnern und Milch Brei an, den sie in fingernagelgroßen Portionen in die weit aufgerissenen Schnäbelchen bugsiert. Sind die Schreihälse aus dem Gröbsten raus, gibt’s Trockenfutter, das die Pflegemama in 10 Kilo-Tüten einkauft.

 

Diese herzige Rabenvögel-Rettung ist aber ganz und gar nicht nach des Revierjägers Geschmack! Menke drohte: „Ich schieße Ihre Vögel tot, wenn Sie nicht aufhören, sie zu füttern“. Sie hörte nicht auf! Der Nimrod fackelte nicht lange. Er tötete an 2 Tagen nacheinander zwei der gefiederten Fromm-Schützlinge und ließ die Tiere achtlos nicht weit von ihrer Haustür auf dem Acker liegen. Außerdem informierte er das „Amt für Sicherheit und Ordnung“. Merke: es kann die Frömmste nicht in Frieden leben, wenn’s einem schießwütigen Rentnerpolizisten nicht gefällt!

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Der Landrat des Kreises Herford, Christian Manz (58), belegte Eva-Maria mit einem sofortigen Fütterungsverbot und verhängte im Bußgeldbescheid Az.: 32.21.46 eine 320,55 EURO-Strafe. Begründung: „Sie legten auf einem Feldweg Erdnüsse aus. Das Futter war auch für Rehe aufnehmbar. Das ist verboten. Zeuge: Menke“.

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Eva-Maria bezahlte keinen Cent „für die Handvoll teuersten Erdnüsse auf der ganzen Welt“, begründet sie ihren Zahlungsunwillen. „Sie hat nun mal ein Herz für notleidende Viecher“, schmunzelt Stefan (43) über das Hobby seiner 7 Jahre älteren Frau. „Wenn’s nach Mutti ginge“, flötet Tochter Samantha-Carmen keck dazwischen, „müssten wir draußen schlafen, weil’s in unserem Haus zu eng wäre“. Damit meint sie Mamas zügellose Leidenschaft, Tieren in Not ein Dach über’m Kopf zu schenken.

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Weil Eva-Maria kein Geld an die Kreiskasse überwies, sondern Widerspruch gegen die Ordnungsverfügung einlegte, kam es im Herforder Amtsgericht zu 4 (!) Prozessen mit einem Massenaufgebot an Zeugen. Die Angeklagte verteidigte sich: „Ich lasse mir meine Tierliebe nicht verbieten!“ Weil sie zwischenzeitlich auch noch einen Reporter von www.boulevard-buende.de zu Hilfe gerufen hatte, der mal mit Jäger Menke über dessen Ballerei reden wollte. (Googlen Sie unter Rentnerpolizist als Rechtsbrecher und Die teuersten Erdnüsse der Welt) handelte sie sich auch noch wegen absichtlicher Behinderung der Jagd eine zusätzliche Strafe von 300,00 EURO ein. Der Fall wurde neben der Erdnussgeschichte von Richterin Sykulla gleich mit verhandelt. Nach der 2-fachen Verurteilung der Tierfreundin war ihr Widersacher Jürgen Menke zufrieden. Doch auf ihn wartete eine unliebsame Überraschung! 

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„Rabenmutter“ Eva-Maria gab sich in ihrem von der Justiz beschmutzten Federkleid nicht geschlagen! Bei Oberstaatsanwalt Andreas Althaus (49) von der Generalstaatsanwaltschaft Hamm feierte sie ihren 1. Erfolg. Der kam zu dem Ergebnis, dass Jäger Menke zur Tatzeit gar keine Krähen totschießen durfte. Die Jagd war nicht berechtigt, schreibt der Ankläger.

 

Eine noch schlimmere Schlappe erlitt Menke durch’s Oberlandesgericht Hamm (III-3 RBs 257/12). Es sprach Eva-Maria auf Kosten der Staatskasse frei.

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Begründung: Bei der Betroffenen handelt es sich um eine ausgesprochene Tierliebhaberin, die aus dem Nest gefallene Jungvögel aufliest und aufpäppelt. Als Ausdruck ihrer Tierliebe füttert sie regelmäßig die Vögel, wie insbesondere Rabenkrähen und Dohlen, in ihrer näheren Wohnumgebung, in dem sie über das Feld geht und Erdnüsse an die Vögel verteilt. Ihr sei die Jagdausübung durch den zuständigen Jagdpächter Menke auf Grund der mit der Schussabgabe verbundenen Geräuschkulisse nicht entgangen. Eines Tages sei sie am Jagdort erschienen, woraufhin Menke seine Schießerei eingestellt hätte.

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3 Monate später sei sie von Jäger Tobias Meier beim Erdnüsse ausstreuen beobachtet und fotografiert worden. Die Kreisbehörde verbot ihr danach das Ausstreuen, weil sie keine geeigneten Fütterungseinrichtungen verwendet (damit sind Futterkrippen im Wald gemeint, die im Winter von Jägern und Förstern aufgestellt werden).

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Das Oberlandesgericht Hamm heißt die Tierliebe von Eva-Maria ausdrücklich gut. Das Betreten und Durchqueren von Wald und Flur kann nicht als ordnungswidriges Behindern der Jagdausübung angesehen werden. In diesem Fall komme noch hinzu, dass zum Tatzeitpunkt Rabenkrähen nicht bejagd werden durften. Die Menke-Schießerei war also illegal! Ein schlimmer Vorwurf gegen jemanden, der sich sein Berufsleben lang mit Recht und Gesetz beschäftigte! In blindem Jagdfieber hat der ehemalige Polizeibeamte Jürgen Menke nur noch seine menschliche Beute vor Augen gehabt, die es juristisch zu erlegen gab. 

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Tierfreundin Eva-Maria hat’s schriftlich: sie störte nicht nur nicht eine Jagd, die gar nicht stattfinden durfte, ihr war auch das Ausstreuen von Erdnüssen erlaubt. Begründung des OLG: Weil ein allgemeines Verbot der Fütterung wildlebender Tiere in Nordrhein-Westfalen nicht besteht (vgl. § 61 Abs. 1 Landschaftsgesetz NRW). 

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Damit ist der Krieg zwischen Fallensteller Menke und seinem Opfer allerdings nicht vorbei. Wegen der 3 Jahre andauernden Hetzjagd mit psychischen Beeinträchtigungen, Schlafstörungen, die Körperverletzung sind sowie Angstzuständen zieht jetzt Eva-Maria vor Gericht. Sie fordert Schmerzensgeld „wegen der Verfolgung einer Unschuldigen“, heißt es. Ganz abgesehen von der erheblichen vorsätzlichen Einschränkung von Eva-Marias Lebensqualität.

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Was sie mit dem Geld machen wird, wenn sie gewinnt? Für Eva-Maria liegt die Antwort auf der Hand: „Ich errichte eine Krankenstation für meine gefiederten Freunde. Denn viele Neststürzler sind verletzt, ihnen kann nur vom Tierarzt oder in einer Tierklinik geholfen werden. Bislang reichten für solche Reha-Maßnahmen meine Finanzen nicht“.   

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