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Dramatisches Ende einer fröhlichen Feier

Grabscher massierte Evelins Busen – und wurde zum tragischen Pflegefall!

Hoch her ging’s im Schankraum und im Biergarten. Jubel, Trubel, Heiterkeit in allen Ecken. Seit Stunden feierten Junge und Alte ausgelassen Vatertag. „Ich kann nicht mehr“, sagte Wirtin Evelin Merz zu ihren beiden Kellnerinnen Susi (23) und Angela (26). „Ich gehe jetzt nach oben und lege mich ein Stündchen hin, ich bin seit heute Morgen um fünf Uhr auf den Beinen. Wenn ich verschlafe, weckt mich. Es ist jetzt 18 Uhr, um spätestens halb acht will ich wieder bei euch sein“.

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Die 36jährige verschwand in ihr Schlafzimmer und überließ den 2 Angestellten die Arbeit in der Gaststätte. Nur bekleidet mit einem röschenbedruckten T-Shirt und schwarzem Slip legte sie sich in’s Bett.

„Wach wurde ich eine halbe Stunde später“, erzählt sie. „Ich fühlte eine Hand, die meinen rechten Busen rubbelte. Hinter mir im Bett lag ein Mann. Ich glaubte zuerst, das ist mein Freund Horst, schlaftrunken, wie ich war. Doch dann fing der Kerl an, mich zu küssen, zuerst meinen Rücken, dann am Hals. Plötzlich langte er auch mit seiner zweiten Hand zu und begann, meine Titten zu massieren. Ich drehte mich um und sah einen Fremden. Ich schrie aus Leibeskräften um Hilfe“.

 

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Die Schreie gellten durch’s ganze Haus. Keine Minute später wurde die unverschlossene Zimmertür aufgestoßen,  der wollüstige Mann aus dem Bett gerissen. „Was machst du mit meiner Freundin?“ schrie Horst Grewe (34). „ Hau ab und lass dich nie wieder in einem fremden Schlafzimmer erwischen, du geiler Hengst. Und hier schon überhaupt nicht mehr. Ab sofort hast du Hausverbot!

Wütend stieß der Monteur den Busengrabscher Richtung Tür. Der stolperte über die Teppichkante und fiel zu Boden. Ein dumpfer Schlag. „Dann war es still, unheimlich still. Der Mann rührte sich nicht mehr“, berichtet Evelin.

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Horst holte ein paar Bekannte unten aus dem Lokal, und gemeinsam trugen sie den Bewusstlosen zum Auto, um ihn ins Krankenhaus zu bringen.

In diesem Moment kam eine Frau hinzu, Maria Huber (57), die Gattin des Grabschers. Keiner erzählte, was vorgefallen war. „Wir wollten ihr die peinliche Geschichte ersparen“, meint Evelin mitfühlend. Da Maria wusste, dass ihr Franz den ganzen Tag über recht tief ins Glas geschaut und reichlich Alkohol getrunken hatte, hielt sie in für angeheitert.

„Mein Mann muss in keine Klinik, der braucht nur Ruhe und muss seinen Rausch ausschlafen“, glaubte sie.

Der 63jährige war inzwischen aus seiner Ohnmacht erwacht und blinzelte die Umstehenden an. Maria und die anderen verfrachteten ihn in sein Auto. Die Ehefrau fuhr mit ihm heim.

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Doch Franz war nicht betrunken! Er hatte sich bei dem Sturz auf den Betonboden einen Schädelbruch zugezogen! Zwei Nächte und einen Tag lag er zu Hause apathisch auf dem Sofa. „Er lallte wie betrunken“, erzählt Maria Huber. „Als sich sein Zustand allerdings nicht besserte, bekam ich Angst und rief den Notarzt. ,Ich glaube’, sagte ich zu ihm am Telefon, ,mein Mann hat eine Alkoholvergiftung. Der kommt gar nicht wieder auf die Beine. Reden kann ich nicht mit ihm’“.

Der Doktor kam. Als er jedoch den vermeintlich Betrunkenen untersucht hatte, war es für jede Hilfe zu spät. Franz Huber bleibt für den Rest seines Lebens ein Pflegefall.

Der ehemalige Waldarbeiter kann nur in absoluter Stille leben, wird mit Medikamenten vollgepumpt. Die Fenster seines Zimmers sind fest geschlossen, damit kein Laut hineindringen kann.

 

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„Jedes Geräusch macht meinen Mann nervös und unruhig. Selbst unser Enkelkind Karl darf deshalb  Opa nicht mehr so oft besuchen“, sagt Maria traurig.

Doch damit ist es noch nicht getan. Der verunglückte Grabscher muss rund um die Uhr betreut und versorgt werden. Die verschriebenen Medikamente wirken gegen Spannungszustände, nervöse Gereiztheit, Herzbeschwerden und Schlafstörungen. Eine der Pillen beeinflusst das zentrale Nervensystem, soll die Bewegungsstörungen korrigieren sowie Aggressivität und Halluzinationen eindämmen.

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„Dieser schlimme Zustand ist Folge seiner sexuellen Abenteuerlust. Er macht mit seinen 63 Jahren immer noch jungen Frauen schöne Augen, stellte Wirtin Evelin sogar nach und geriet dabei an deren Freund, der nichts anderes getan hat, als ihre Ehre zu verteidigten“, macht Maria Horst Grewe keinen Vorwurf.

„Es war ein schöner Himmelsfahrtstag in unserer 300-Seelen-Gemeinde, an dem wir wie jedes Jahr ein großes Dorffest feierten. „Die Stimmung war toll“, erinnert sich Maria Huber.

 

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Nicht nur auf dem Festplatz ging es hoch her, auch in der einzigen Gaststätte des Ortes. Es wurde geschwoft, getanzt und gesungen. Drinnen kam es dann zu dem dramatischen Zwischenfall, von dem Franz Huber sagt: „Ich mache Herrn Grewe keine Vorwürfe. Er hat seine Pflicht als Kavalier getan und ist seiner Freundin zu Hilfe geeilt. Ich hätte in jungen Jahren genauso gehandelt, wenn ein fremder Mann meiner Maria zu nahe gekommen wäre“.

Heute ist Franz ein Dauerpflegefall, für seine Frau eine schwere Last. „Vor allem psychisch“, sagt sie. „Weil mein Mann unseren Alltag durch seine zügellose Grabscherei am Busen einer anderen Frau kaputtgemacht hat. Unseren Lebensabend hatte ich mir anders vorgestellt“.

 

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Für Horst Grewe, der seine Freundin vor dem zudringlichen Wirtshausgast beschützte, hatte der Vorfall bittere Folgen: er wurde wegen fahrlässiger Körperverletzung zu 6 Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt.

Evelin bedauert das tragische Schicksal ihres Stammkunden Franz zwar zutiefst, versteht aber die Verurteilung ihres Freundes nicht. „Es geht zu weit, einen Mann zu bestrafen, der die Ehre einer Frau verteidigt hat“, meint sie.

Und mit dieser Auffassung steht sie nicht alleine da.

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