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Beatrice Sudek (37) liebte einen Wunderdoktor, der in Wahrheit gelernter Autoschlosser ist. Zigtausende Hilfesuchende wurden innerhalb von 17 Jahren durch das Gaunerpaar betrogen.

„Ich kann nicht länger schweigen. Mein Gewissen lässt mir keine Ruh“, sagt Beatrice Sudek (37) aus Löhne. Sie war Geliebte und Komplizin eines Großbetrügers, der aus der Todesangst tausender Menschen das Geschäft seine Lebens machte.  Sieben Jahre Gefängnis bekam er für seine schäbigen Taten. Beatrice ging mit Bewährung nach Hause – aber die Mitschuld lässt sie nicht los. Hier spricht Sie offen über alles: „Er redete von Heilung – dachte dabei allerdings nur an die Sanierung seines eigenen anfangs überzogenen Kontos! 22.836 (!) Patienten behandelte er in 17 Jahren. Jeden Tag wurde er reicher. Ich profitierte  davon. Heute schäme ich mich“.

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Seine Adresse stand in keinem Telefonbuch. Wolfgang Rolf (59), der sich selbst in den Stand eines „Professors“ befördert hatte, zog es vor, zunächst nur per Handy mit den Patienten zu sprechen.  Telefonisch nannte er ihnen die Preise für seine Spezial-Arzneien, lockte sie dann in seine „Praxis“. Diese ungewöhnliche Strategie des gelernten Autoschlossers und Gebrauchtwagenhändlers erwies sich als sensationell erfolgreich! Nicht für die Hilfe Suchenden, wohl aber für ihn und sein Liebchen. Unter Sterbenskranken wurde sein Name als Geheimtip gehandelt. Schwerstkranke Menschen machten sich zu ihm auf den Weg. „Alles Leute“, sagt Beatrice Sudek im Gespräch mit www.boulevard-buende.de „die von Ärzten aufgegeben worden waren und sich an jeden noch so dünnen Strohhalm der Hoffnung klammerten“.

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Einer Hoffnung, welcher der gepflegt und seriös wirkende Herr mit den grauen Schläfen ständig neue Nahrung gab. „Ich verspreche Heilung von 96 bis 100 Prozent“, machte er Lahmen Mut. Selbstherrlich wischte er  Zweifel von Gleichgewichtsgestörten vom Tisch. Er spielte den Heiland durch Hand auflegen bei schleichender Blindheit. Er garantierte Genesung von Blut- und Knochenkrebs. Das Einzige, was er bei allem Gesabbele im Blick hatte, war jedoch nicht die Krankheit all der Hoffnungsfreudigen, sondern das Wachsen seines Kontostandes bei der UBS. Das ist eine mit zahlreichen selbstgemachten Skandalen behaftete Schweizer Geldverwahrungsanstalt, Hauptsitz Zürich.

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„Dorthin mußten die Patienten zwischen 12.200,- und 75.000,- Schweizer Franken für Herrn Professors  Medizin bezahlen, Vorkasse versteht sich“, erzählt seine ehemalige „Sprechstundenhilfe“ Beatrice, die ihn ein halbes Jahr vor seiner Verhaftung verließ. „Wolfgang beherrscht alle Register der Psychologie, er weiß, wie man Macht über Menschen ausübt. So, wie er die Kranken in seinen Bann zog, so hat er mich auch jahrelang geblendet“.

Beatrice war nicht die Einzige, die dem vermeintlichen Wunderdoktor bei seinen üblen Machenschaften half. Da gab’s auch noch  Kurierfahrer Josef Huxheim (47). Der kutschierte in einem mittelblauen 500er SEL Oldie die „Medikamente“ zu den Opfern des Betrügers.

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Er fuhr zig Kilometer weit, beispielsweise zu der unheilbar kranken Lehrerin Brigitte Schlatter (62). Ihr brachte er ein Paket mit 50 dunkelbraunen Fläschchen. 50.000,- Schweizer Franken hatte die gutgläubige Frau dafür bereits anbezahlt, die restlichen 25.000,- nahm der Fahrer vereinbarungsgemäß in bar mit.

„Die Reingelegte fiel mir vor lauter Freude um den Hals. Sie zitterte und weinte vor Dankbarkeit“, erzählt „JH“ im Interview www.boulevard-buende.de.

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28 (!) Tage nach seiner Fahrt zu ihr und der Einzahlung der 25.000,- Fränkli weinten die Verwandten an Brigitte Schlatters Grab. Nicht allein wegen des Erlösungstodes, auch wohl wegen ihres von Scharlatan Rolf so gemein dezimierten Erbes.

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31.500,- Franken opferte Maria (54) für ihre Mutter Adelheid (75). „Sie hatte Krebs, ich konnte sie nicht mehr leiden sehen“, erzählt sie. Sie überredete ihren Bruder, ihr das Geld zu leihen. Sieben Monate lang nahm die krebskranke Mutter artig die „Arznei“ ein, dann verstarb auch sie.

Die horrenden Preise rechtfertigte der selbsternannte und im wahrsten Sinn des Wortes als „Honorar-Professor“ auftretende skrupellose Bescheißer damit, dass er sich die Arzneimittel von der George-Washington-Universität in den USA verschaffe. Sie seien in Deutschland nach erfolgreicher Erprobung in Amerika noch nicht zugelassen. Deshalb müsse er sie heimlich nach Europa schmuggeln, und das sei teuer.

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Tatsächlich braute „Dr. Dr. Rolf“ die Tinktur zu Hause persönlich in seiner Küche zusammen – aus Mineralwasser, Vitamintabletten und Eiweißpräparaten. „Ich habe keine Frechheit ausgelassen“, gab er auf der Anklagebank zu. „Was ich getan habe, bereue ich heute. Es war eine riesige Sauerei“.

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Nach eigenen Angaben sind ihm weit über 22.000 verzweifelte Menschen innerhalb von 17 Jahren auf den Leim gegangen. Erst dann rochen Angehörige der Opfer den Braten. 43 stellten getrennt voneinander bei verschiedenen Polizeidienststellen Strafantrag.

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Wolfgang Rolf wurde wegen 42-fachen und 1x wegen versuchten Betruges, wegen unerlaubter Ausübung eines Heilberufes und wegen Titelmissbrauchs zu sieben Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Das Gericht betonte, der Trickser hätte  zwar keine Krankheit heilen können, er habe aber auch keine gesundheitlichen Schäden angerichtet.

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Viel hat der falsche Professor im Gerichtssaal nicht von sich preisgegeben. Beatrice Sudek kennt ihn jedoch genau. Was er verschweigt,  packt sie hier aus.

Er war der größte Irrtum meines Lebens!

„Sein Blick zog die Menschen in seinen Bann. Diese Stimme, diese Ruhe, die er ausstrahlte und diese Hoffnung, die er den Menschen gab! Ich war mir sicher: dieser Mann verkörpert nur das Gute.

Vom ersten Augenblick, als ich ihn im „Hotel Freihof“ beim Montagabend-Büffet sah, faszinierte mich Wolfgang. Es ging etwas Mystisches von ihm aus. Nie werde ich das Gefühl vergessen, als er dann plötzlich an meinen Tisch trat mit einer Stimme, die mich mitten ins Herz traf: „Gestatten Sie: Professor Dr. Dr. Wolfgang Rolf, darf ich Sie zu einem Drink auf die Terrasse einladen?“ Dieser Abend war der Anfang meiner Beziehung zu Wolf, der mir eine völlig neue Welt öffnete.

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Gerade 17 geworden, störte es mich nicht, dass er 22 Jahre älter war. Er hatte mich im Sturm erobert – und nach kurzer Zeit zog ich in sein Mietshaus ein. Nie zuvor fühlte ich mich geborgener. Es war eine einzige Harmonie.

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In seiner Praxis, in der er als angeblicher Psychologe tätig war, arbeitete ich als seine Sekretärin. Zwei Jahre später eröffnete er eine neue Praxis. Na ja, sagen wir besser ein Internet-Sprechzimmer. Gehalt bekam ich keins, dafür wurde ich mit Geschenken überhäuft, bekam supertolle Klamotten, 2 Autos, einen Mini und einen Chrysler, wertvollen Schmuck. Er bezahlte mir den Motorradführerschein, schenkte mir eine rattenscharfe Honda, finanzierte meine Ausbildung zur Kosmetikerin. Ich lebte wie im 7. Himmel!

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 Die Leute kamen in Scharen zu uns. Mein Professor Dr. Dr. Wolfgang Rolf war nur per Telefon zu erreichen. Fernmündlich spendete er hilfesuchenden Kranken Trost. Per Handy legte er auch gleich die Preise für seine Wundermedizin fest. Über’s Telefon vereinbarte Wolfgang mit Todkranken Anhörungstermine in unserer Praxis, das war unsere gute Stube. Er nahm ein Vermögen ein! Pro Patient kassierte er Zehntausende – und immer nur Schweizer Franken! Die sammelte er wie andere Briefmarken. Hatte er 100.000,- zusammen, fuhr er mit mir runter nach Zürich, zahlte alles aufs Konto ein, ich durfte shoppen gehen. Die Augustinergasse, Bahnhofstraße, Josefstraße mit all ihrem Luxus und internationalen Labels kenne ich in- und auswendig.

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Ich weiß, wie Wolfgang die Patienten reingelegt hat, schließlich war ich nicht nur seine Lebensgefährtin, sondern auch seine „Sprechstundenhilfe“. Ich bin wegen Beihilfe zum Betrug zu 1 Jahr Haft auf Bewährung verurteilt worden. Ich habe alles gestanden. Ich will ein reines Gewissen haben und mit dieser schlimmen Vergangenheit abschließen.

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„Die Patienten kamen als Todeskandidaten zu uns“,  erzählt Beatrice Sudek.  „Für ihr vieles Geld bekamen sie ein Päckchen mit 50 Fläschchen der von Wolfgang selbst zusammengebrauten Flüssigkeit, plus 2 Röhrchen voll homöopathischer Tabletten.  Holten sie das nicht selbst in unserer Praxis ab, brachte Josef die Sachen zu ihnen nach Hause. Die meisten Patienten sah ich nie wieder, weil die kurz nach ihrer Selbst-Behandlung verstorben sind. Obwohl ihnen Wolfgang versprach, sie würden zu mindestens 96 Prozent geheilt!

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Als ich den Professor kennengelernt habe und mit ihm zusammenzog, glaubte ich ihm jedes Wort. Ich verlobte mich sofort mit ihm, als er um meine Hand anhielt.  Menschenskinder, was war ich stolz!  In den folgenden  Jahren faszinierte er mich. Wenn ich mich nur in seine Nähe begab, war ich wie hypnotisiert.

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Da ging es mir wie den hilfesuchenden Patienten, auch die glaubten an ihn! Was er ihnen erzählte, war ihnen heilig. Ich verabredete für Wolfgang die Termine, hab’ in der Praxis alles gemanagt.

Er hat mich elektrisiert, fasziniert, geblendet. Er hat getäuscht und getrickst, er war ein Schummler, dessen ganzes Leben nur aus Mogelei bestand. Das weiß ich heute, damals ahnte ich nichts.

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Wie oft denke ich über dieses dunkle Kapitel meines Lebens nach! Suche eine Antwort darauf, wie ich diesem Mann so viele Jahre lang verfallen sein konnte. Ich habe die erste Begegnung mit ihm noch vor Augen: ich sitze mit Bekannten im Restaurant, alle Tische sind rappelvoll besetzt. Und dann spricht ausgerechnet mich ‚Professor Dr. Dr. Rolf‘ selbstbewußt und mit sprühendem Charme an. Huch, wie kam ich mir vor, umworben von solch einem Mann!

Mit seinem Auftreten warf er all meine Vorurteile über den Haufen. Die hat Frau einfach, wenn sie von einem älteren Herrn beflirtet wird und den Hof gemacht bekommt. Ich konnte meine Gefühle nicht unterdrücken, mein Herz schlug für diesen Schmeichler! Wenn mir mein Verstand auch anfangs sagte, lass dich nicht mit so einem grauschläfigen alten Kater ein!

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Trotzdem: ich habe mit dem falschen Professor erst einmal 6 Monate probegewohnt. Als das superwahnsinnig klappte, zogen wir um.

Mit dem Standortwechsel kam wirtschaftlich der große Aufschwung. In unserer Wohnung, in der ich mit dem falschen Doktor gelebt habe, gab’s einen Wandtresor, da bunkerten wir immer so um die 5.000,- bis 20.000,- EURO Bargeld. Ich durfte mich nach Bedarf bedienen. Wolfgang fragte nicht, wofür ich Geld benötigte. „Nimm,  was Du brauchst“, meinte er nur, wenn ich den Tresorschlüssel aus der Anrichte nahm. Für mich war’s ein Leben wie im Paradies!“

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Die Schicksale der Kranken seien ihr sehr zu Herzen gegangen. Beim Herstellen der „Medikamente“ habe sie nur aus Mitleid mitgeholfen. Der „Chef“ hätte in der Küche ein Gebräu aus Mineralwasser, Vitamintabletten, Red Bull und Eiweißpräparaten zusammengemixt, das er für horrendes Geld als „Krebsheilmittel aus Amerika“ an Todkranke verkaufte. Sie hätte eifrig mitgeholfen, das „Sterbegeld“ der bedauernswerten Opfer zu verprassen. Mit diesen Worten faßte der Verteidiger Beatrice Komplizen-Rolle zusammen.

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Wer das Zeug nicht trank, dem drohten angeblich Erblindung,  ein Leben im Rollstuhl oder der Tod!

Jedenfalls hat Professor Dr. Dr. Rolf Reue an den Tag gelegt, das ist ja schon mal was. „Was ich gemacht habe, ist eine abgrundtiefe Sauerei“, gibt er zu. „Damit meine ich, dass es sogar vorgekommen ist, dass eine zweite „Medikamenten“ -Lieferung nur gegen Zahlung des sehr geringen Kurierlohns für 3.000,- Franken dann zugestellt wurde, wenn die erste nicht gewirkt hatte“.

Der falsche Arzt ließ sich sogar Röntgenbilder von den verzweifelten Patienten mitbringen, obwohl er von Tuten und Blasen keine Ahnung hatte und sie gar nicht deuten konnte. „Ich benötige die, habe ich meinen Patienten gesagt, um in Amerika die richtige Medizin bestellen zu können. Es handelt sich um eine Wunderarznei, die nicht nur gegen Krebs hilft, sondern auch gegen Multiple Sklerose, Parkinson oder lebensbedrohende Viruserkrankungen“, log er das Blaue vom Himmel.

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Heilen, so sagt er im Gespräch mit www.boulevard-buende.de, hätte ihn schon immer interessiert. Als er durch seine Scheidung in hohe Schulden geraten sei, habe er den Entschluss gefasst, „die Medizin zu meinem Beruf zu machen“. Aufgrund einer Vorstrafe wegen unerlaubten Waffenbesitzes sei es ihm jedoch nicht möglich gewesen, die staatlichen Prüfungen abzulegen. Mit seiner „Praxis“ angefangen habe er, nachdem er an privaten Instituten medizinische, psychologische, biochemische Kenntnisse und Fertigkeiten in der Hypnosetechnik erworben hätte. Alle Examina habe er zwar bestanden, sie wurden jedoch offiziell nicht anerkannt.

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„Wie haben Sie das geschafft, wo Sie selbst noch in Ihrem Lebenslauf angeben, dass Sie nach der Schulentlassung kaum lesen und schreiben konnten?“ wollte www.boulevard-buende.de von ihm wissen.  Lächelnd erwiderte der falsche Krebsarzt: „Schauen Sie mich an! Sie sehen doch, ich bin kein Idiot!“

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Nein, so sieht er wirklich nicht aus, dieser wie aus dem Ei gepellte Gockel, ein gepflegter Grandseigneur  mit Schnauz, blauem Hemd, fliederfarbenem Jackett, schwarzen blankgewichsten Lederhalbschuhen, Goldrandbrille, grauen Schläfen, listigen, hellwachen Augen, der es in jeder Phase blendend versteht, sich sehr überzeugend darzustellen. Ex-Braut Beatrice Sudek haucht rauchzart beim Anblick von Fotos:

„Ist es ein Wunder, dass er es fertigbrachte, mich zu becircen? Muss ich mich schämen, seine Geliebte gewesen zu sein? Nein, sage ich, 3 x Nein! Ich war naiv. Ich fiel auf ihn genau so rein wie all die todkranken Menschen, denen er soviel Hoffnung machte. Die nahmen sogar Kredite auf, verschuldeten ihre Häuser und Grundstücke, pumpten ihre Verwandten an, um die Medikamente bezahlen zu können. Er hat mein Leben ebenso kaputt gemacht, wie er das Leben hilfesuchender todkranker Menschen zerstörte“.

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Seine psychologischen Zauberkräfte gibt „Professor Dr. Dr. Rolf“ lächelnd zu: „Ich habe immer auf meine beeinflussende Überzeugungskraft gesetzt“. Die bestand nach den polizeilichen Ermittlungen aus düsteren Zukunftsprognosen: „Wenn Sie diese Medikamente, eine hochwirksame Killer- und Schmelztherapie, nicht einnehmen, folgen in spätestens zwei Jahren Erblindung oder ein Leben im Rollstuhl oder Tod“. Diese düsteren Prophezeiungen veranlassten natürlich alle zu dem „Wunderdoktor“ Gereisten, die „Arzneien“ artig zu schlucken.

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Der „Professor“ buhlt trotz seines Geständnisses um Mitleid: „Ich kann mir nicht erklären, wie ich zu solchen Taten fähig war. Vielleicht liegt es daran, dass mich mein Vater, als ich fünf Jahre alt war, mit einem Stuhlbein verprügelt hat. Das Ding hämmerte er mir mehrfach auf den Kopf. Ich erlitt einen doppelten Schädelbasisbruch mit 1 1/2jährigem komaartigem Zustand“.

„Na ja, ich hatte nie den Eindruck, dass ich mit einem Verrückten zusammenlebe“, meint heute Beatrice Sudek. „Wolfgang war lieb, spendabel und wusste immer, was er tat. Er wusste auch, dass er verzweifelte Menschen betrogen hat. Er weiß auch, dass er mich für seine schäbigen Taten  missbrauchte“.

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Die Ex-Ganovenbraut betont, dass sie nicht mit einem „Bekloppten“, sondern mit einem auf gewerbsmäßigen Betrug ausgerichteten Kriminellen ins Bett stieg. Weil er nicht gebildet genug war, sei er immer gehänselt worden, erzählte er ihr mal. Dies habe zu übermäßigem Geltungsdrang und dem Wunsch nach Anerkennung geführt.

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Beatrice zeigt sich schuldbewusst: „Mein Wunderdoktor hat Notlagen ausgenutzt. Wenn Patienten so bitter enttäuscht werden, ihr letzter Strohhalm zerbricht, wie in diesen Fällen, dann ist das noch schlimmer als ihre sterbenskranke Situation vorher. Am belastensten ist für mich, dass ich bei den ganzen Schweinereien mitgemacht habe. Das kann ich mir einfach nicht verzeihen“.

 

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