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Abitur-Wunder am Gymnasium: Schüler mit Spatzenhirn und Alzheimer sägt Direktor ab – und schafft trotzdem sein Examen!

„Lieber Michael Neuhaus (54), Sie waren Chef von 1.441 Eleven am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in Bünde, wo Sport einen hohen Stellenwert besitzt. Für die dort heranwachsende geistige Oberschicht waren Sie als Handballtrainer und Sportsmann durch und durch ein Glücksfall. Sie haben nur einen Fehler gemacht bei Ihrem Kampf mit dem hirnrissigen Schüler Patrick (21), der Sie als brutalen Körperverletzer denunzierte, beruflich fertig machen und als Mensch vernichten wollte.

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Der Junge fand Verbündete: eine Bezirksregierung in Detmold, die Sie sofort als Schulleiter abschoss. Einen Staatsanwalt, der die Schmerzensschreie des Gepeinigten in seiner Anklageschrift runterleierte. Einen Amtsrichter, der die Klage zuließ. Und einen Amtsgerichtsdirektor, der stolz verkündete, ein Prozess hinter verschlossenen Türen, wie von der Anklagebehörde wegen der Jugendlichkeit des Gequälten beantragt, komme überhaupt nicht in Frage. Der geschundene Misshandelte sei zum Tatzeitpunkt Heranwachsender gewesen, folglich finde das Verfahren öffentlich statt. Wie das so üblich ist im Strafrechtsumgang mit Erwachsenen.

Da lag dieser Anfangsverdacht nahe: endlich konnte das Bünder Amtsgericht mit einem Schauprozess bundesweit punkten! Alle Medienaugen würden auf dieses just renovierte und rundum erneuerte Provinzgericht gerichtet sein! Die Berichterstattung über den verrohten Schlägertypen Neuhaus würde EURO-Hickhack, Griechenland-Krise, Exportrückgang der deutschen Wirtschaft, Rezessionsängste in Amerika, das Abschlachten in Syrien in den Hintergrund drängen.

Heute müssen wir alle Amtsgerichtsdirektor Ludger Stöckmann (61) dankbar sein. Denn nur durch ihn konnten die auf den überfüllten Zuschauerplätzen dicht aneinander gekuschelten Voyeure in die Fratze des Bösen blicken. In das unter schwarzen Gelstehhaaren, mit grauen Strähnchen aufgepeppt, wichtigtuerische Gesicht Ihres Ex-Eliteschülers Patrick.

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Über den dann durchsickerte, er musste eine Klasse wiederholen, schaffte jedoch durch Ihre aufopferungsvolle Hilfe die Reifeprüfung. Und zwar deshalb, weil Sie ihn sich wegen seiner Schulschwänzerei und das Nichterledigen von Hausaufgaben zur Brust nahmen und ein paar Liegestütze machen ließen. Die förderten die Sauerstoffzufuhr unter’m Schädeldach des armen Verirrten dermaßen, dass er am Ende mit seinem Döskopp das Abi schaffte.

Dieser in seiner Entwicklung den Lebensjahren hinterher hinkende pubertierende Flegel hat Ihnen Ihre Ehre genommen. Er zeigte Sie an und behauptete (hier die freie Übersetzung von www.boulevard-buende.de: „Der Neuhaus hat mich auf und nieder immer wieder in gestreckter Haltung auf dem Fußboden Armbeugen machen und meinen Hintern in die Höhe stemmen lassen. In meiner Angst  musste ich sogar einmal aus meiner Hose raus, damit die vom Direx mit flacher muskulöser Hand auf meinen Allerwertesten verabreichten Schläge auch richtig knallten“.

Und da sitzen Sie nun, lieber Herr Neuhaus, als Sündenbock in sich zusammengekauert im Bünder Amtsgericht auf der Anklagebank, hören sich die Vorwürfe des Staatsanwalts Christopher York an und warten demütig auf den Auftritt desjenigen, der Sie dorthin katapultiert hat. Die Tür geht auf, Sie sehen Patrick und denken, hätte unsere Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (53) doch schon zur Zeit dieses verdammten Schulschwänzers die gesetzliche Regelung auf den Weg gebracht, Faulpelze dieses Couleurs mit Geldstrafen zu belegen! Leider erst nach Ihrer Straf-, nein Erziehungsaktion ließ die blonde Dame von der CDU in Berlin verlautbaren: „Wenn wir über Langzeitarbeitslosigkeit reden, ist Schulschwänzen der Anfang“. 50 % der Nichtbeschäftigten hätten keinen Schulabschluss. Der Deutsche Lehrerverband ergänzte, 200.000 von 11,4 Mio Schülern würden täglich irgendwo herumlungern – nur nicht auf dem Schulhof. Bußgeld für’s Schulschwänzen wird nun auch von der Deutschen Polizeigewerkschaft befürwortet, weil nach deren Erkenntnissen Jugendkriminalität genau an diesem Punkt anfängt. Die Sühne aus dem Portemonnaie sollte gleich vom Kindergeld abgezogen werden, empfehlen die Ordnungshüter.

Für Sie, lieber Herr Neuhaus, kommen all diese Überlegungen zu spät. Sie erlebten den Auftritt eines 21jährigen Alzheimerkranken, der bei seiner Vernehmung durch Richter Daniel Komnik (41) mit dem Verlust der Erinnerung glänzte. Wie konnte der das Abi schaffen? Der Geistesgestörte konnte sich jedenfalls an all seine gegen Sie erhobenen Vorwürfe nicht mehr erinnern. Mit seinen Antworten „weiß nicht… kann sein… ne, ist mir nicht erinnerlich… alles schon sehr lange her…“ machte er den gesamten Justizapparat lächerlich. Denn der hätte die geistige Verwirrtheit, einhergehend mit der Neigung sich zu wiederholen und Ereignisse zu verlegen, bei genauerem Hinsehen erkennen müssen. Ermitteln heißt nun mal nachforschen, herumstochern, abklopfen, aber nicht irgendeine Horrorgeschichte eines Wichtigtuers ungeprüft runtertippen.

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Als dann auch noch raus kam, dass einer von Patricks Kumpel nix von den Züchtigungen bestätigen konnte, weil er die Bildungsschmiede fvsg längst verlassen hatte, als sich zwischen Herbst 2010 und Frühjahr 2011 die Patricks Gehirn auf die Sprünge helfenden Sauerstoff zuführenden Maßnahmen ereignet haben sollen, brach die Anklage gegen Sie zusammen. So, wie ein Bierdeckelhaus auf dem Stammtisch in der Eckkneipe.

Obwohl Sie dies erkannten, ließen Sie sich auf das Geschwafel der Juristen ein und akzeptierten die Niederschlagung des Verfahrens gegen Geldbußezahlung von 2.000,- EURO an den Kinderschutzbund. Die Studierten haben Sie eingelullt, Ihnen gut zugeredet, mit den 2 Mille sei alles vorbei. Sie seien nicht vorbestraft, hätten endlich Ihre Ruhe.

Lieber Herr Neuhaus, darauf hätten Sie nicht hören sollen! Denn so gut wie keiner der 81 Millionen BRD-Bürger versteht, was Ihnen da 3 von rund 200.000 Rechtsgelehrten (Richter, Staatsanwälte, Anwälte) vorgesäuselt haben. Verstanden hätte jeder Sonderschüler die Beendigung des Prozesses durch Einstellung auf Kosten der Landeskasse gem. § 153 II StPO (Strafprozessordung). Dann hätten Sie keinen Cent bezahlen müssen.

Warum haben Sie nicht auf Ihr Herz gehört?

Weshalb schalteten Sie Ihren Verstand aus? Sie hätten eine längere Denkpause beantragen, ’ne Tasse Kaffee im „Finlandia“ oder einen Cappuccino im „Eiscafe Roma“ trinken sollen und schnell erkannt, das Ihnen von dem Alzheimerkranken zugefügte Martyrium ist auch mit 2000,- Euro nicht zu Ende! Sie werden nie mehr die Ruhe finden, wie sie vor der furchtbaren Verbalattacke durch den Abiturienten mit dem Spatzenhirn vorhanden war, dessen Dompteur Sie gewesen sind.

Sie gaben in der Oberstufe den Leistungskurs Sport. Sie werden auch in Zukunft Leibeserzieher sein. Bei jeder Liegestütze kriegen Sie – mit Verlaub – das Kotzen. Die Erinnerung an diesen Armleuchter, der Ihnen das Leben zur Hölle machte, verblasst nicht. Als integrer Pädagoge verfolgt Sie dieser Albtraum bis an Ihr Lebensende. Den inneren Frieden haben Sie sich mit der 2.000,- EURO „Spende“ nicht erkauft. Sie werden sich bis ans Ende Ihrer Tage nachts unruhig im Bett wälzen und dieses Schreckgespenst von einem Denunzierer namens Patrick vor Augen haben. Den Menschen, der an geistigem Verfall leidet, aber die Einsicht in seine Erkrankung fehlt.

Die breite Öffentlichkeit kapiert nicht, dass Sie unschuldig sind und Sie ein Spatzenhirn hingerichtet hat. Was die Leute über Sie denken, denen Sie im Freiherr-vom-Stein-Gymnasium mal ganz ganz nahe standen, verhehlen die nicht. Ihr Direktor-Stellvertreter sagt nichts. Vielleicht spekuliert er auf Ihren Posten, seit Sie die Detmolder Bezirksregierung als oberste Schulaufsicht in die Wüste schickte? Vom Dienst vor 18 Monaten (!) suspendierte, obwohl in diesem Land jeder bis zur rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig zu gelten hat! Eine Farce, wie Ihr Beispiel zeigt. Die Einzige, die den Mund auf macht, ist die Hagedorner Pfarrerin Ulrike Schwarze (geschätzte 42) als Schulpflegschaftsvorsitzende. Und die, lieber Herr Neuhaus, zeigt Ihnen, wo die Glocken läuten mit den Worten, „dass Herr Neuhaus nicht freigesprochen worden ist“. Da war es konsequent und richtig, diese „Dame in Schwarz“ mit ihrer sündigen Meinung aus dem Amt als Schulpflegschaftsvorsitzende zu entfernen.

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„Der zahlt 2.000,- EURO“, sagen sich die rechtskundig Unterbelichteten, „dann ist an den Vorwürfen auch was dran!“ Lieber Herr Neuhaus, Sie hätten nach über 1 ½ Jahre langem Leidensweg noch die paar Wochen dranhängen sollen, nein müssen, um ein von allen verstandenes Urteil zu erreichen, das nur so lauten durfte: Freispruch! Wenn stattdessen eine Verfahrenseinstellung von Ihnen ins Auge gefaßt wurde, dann nur auf Kosten der Justizkasse.

Sie, ein Körperertüchtiger 1. Klasse, haben in dem bisher wichtigsten Moment Ihres Lebens nicht erkannt: nur mit Kämpferherz kann man (frau) den Auswüchsen von Kränkung, Falschheit und Ungerechtigkeit erfolgreich entgegen treten.

www.boulevard-buende.de ist sehr gespannt, ob überhaupt und wenn ja wann der  Spatzenhirn-Abiturient mit dem Demenzsyndrom wegen falscher Anschuldigung  angeklagt wird. Wie immer dann das Urteil irdischer Richter über ihn lauten wird: Schon jetzt begleitet ihn Gottes schützende Hand. Denn als Fürsprecherin verbreitet Bibel-Rezensiererin Schwarze Mitleid über ihn. Völlig aufgelöst und schlecht informiert sei er im Bünder Amtsgericht als Zeuge erschienen. Kein  erfahrener Anwalt hätte ihn begleitet. Naiv sei er in diese Auseinandersetzung geschlittert.

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In welche Auseinandersetzung?  Abiturient Patrick musste als Kronzeuge nur jene Sätze wiederholen, mit denen er Schuldirektor Neuhaus zur öffentlichen Hinrichtung führte.  Dazu war er nicht fähig. Logische Folge wäre für Sie, lieber Herr Neuhaus, ein Freispruch gewesen. Oder die Einstellung auf Steuerzahlerkosten.

Ihnen wünschen wir trotzdem alles Gute am Marktgymnasium, 3,1 km von Ihrem früheren Betätigungsfeld entfernt. In Ihrem neuen Job, den wenig erfindungsreiche Bezirksregierungsbeamte für besonders adäquat halten, benötigen Sie viel viel Glück. Wie kann denn bloß jemand in Lippe-Detmold so dummdreist sein und Ihnen diese neue Wirkungsstätte als Nonplusultra für Ihre weitere berufliche Zukunft andienen? Und warum um alles in der Welt schlagen Sie diese Offerte nicht aus? Ihre Vertreibung vom Bünder Territorium ist jetzt nur noch eine Frage der Zeit. Sie verwechseln leider Traum und Wirklichkeit. Weshalb lassen Sie sich wie eine wehrlose Schachfigur hin- und herschieben?

Schau’n Sie sich das Kesseltreiben gegen Sie mal richtig an: da bricht einer Ihrer potentiellen Kollegen schon den Stab über Sie noch bevor Sie die Türklinke des Gymnasiums am Markt in die Hand genommen haben. Es wird kein Gedanke an die Wiederherstellung Ihrer Ehre verschwendet. Der Grünspecht, der da so vorlaut klopft, hätte besser daran getan der Öffentlichkeit mitzuteilen, daß er, Christian Kowalewsky, 5 Jahre lang als Schöffe bei Strafverfahren im Amtsgericht Herford der Wahrheitsfindung diente. Aber während dieser 60 monatigen Tätigkeit nicht gelernt hat, wann einer wie Sie für alle Zeiten als unschuldig zu gelten hat.“  Ein Ex-Laienrichter als Scharfmacher! Das ist endlich mal was Neues bei der Hetzjagd gegen den Herrn Schuldirektor.

Michael Neuhaus hat nach dem monatelangen Hickhack endlich in der 2. Dezemberhälfte ’12 die richtige Entscheidung getroffen: er kehrte Bünde den Rücken. Um sein pädogogisches Erbe dürfensich dürfen sich seitdem andere Lehrkräfte streiten.

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