Ihre spektakuläre Zeitung

Eine Super – Hymne für den Denkmalschutz in Bünde

Hallo, Sabine und Gernot Eicker

kämpfen Sie unverdrossen weiter!

Sie leben in der „Alte Apotheke“ in Bünde.

Was Sie da drin vorhaben, ist weiß Gott keine Sünde.

Als ich von Ihrem Schicksal hörte,

wie der Denkmalschutz das Recht auf freie Entfaltung zerstörte,

platzte mir sofort der Kragen:

Man hat in den eigenen vier Wänden nichts mehr zu sagen?

Bin nicht mehr Chef im eigenen Haus?

Der Denkmalschutz macht mir drinnen den Garaus?

Ihr habt eure Rücken krumm gemacht,

habt geschuftet bis spät in die Nacht.

Fassade und Zimmer Jahrzehnte renoviert.

Und noch „nebenbei“ studiert.

Am Ende wurdet ihr Apotheker,

tratet das Erbe an eurer Väter.

Zigtausende stecktet ihr in’s Gemäuer rein.

Verkauftet Wundsalben, Heftpflaster, heiltet manches Zipperlein.

Ihr wurdet alt, wolltet nichts mehr tun.

Hattet das Bedürfnis euch auszuruhn.

Zu diesem Zweck wolltet ihr euer Eigenheim innen umbauen.

Warum nicht? Fremde Leute dürfen sich euer Schlafzimmer

ja sowieso nicht anschauen.

Was aus dem Plan wurde, klingt nach Hieronymus Baron von Münchhausen.

Denn bei dem, was der Denkmalschutz moniert, bekommt unsereins das kalte Grausen:

Ob du eine Treppe nach links verwinkelst.

In welches Urinal du pinkelst.

Ob du Teppichboden raus reißt

oder in eine Designer-Toilette scheißt.

Für Kulturhistoriker ist das alles relevant.

Die kommen sofort angerannt

und knipsen dir im eigenen Haus

die nicht genehmigte hypermoderne Lampe aus.

Da kann man nur noch beten: „Es werde schnellstens Licht

in den Hirnen dieser Steineklopfer“. Was anderes hilft da nämlich nicht.

Die Wohnung ist Stätte privater Lebensentfaltung.

Da drin dürfen wir alles tun zum Entspannen und für die Erhaltung.

Die Unverletzlichkeit steht im Grundgesetz Artikel 13 (1).

Das bedeutet: Mein Zuhause gehört nicht dem Denkmalschutz. Es ist meins!

Aber diesen vom Verfassungsgericht geschützten„Menschenwürdekern“

beanspruchen die Kulturbanausen für sich nur allzu liebend gern.

Egal, ob du dein Leben lang geackert hast im Schweiße deines Angesichts –

am Ende machst du die Erfahrung: Es gehört dir Nichts.

Liebe „Alte Apotheker“, lassen Sie sich nicht unterkriegen.

Am Ende wird…? Nein muss der gesunde Menschenverstand siegen.

Heiner Anderson

Gernot Eicker kann diesen Kampf leider nicht mehr zu einem guten Ende bringen. Er starb am 12.06.2016.

 Anzeige

120.jpg

www.boulevard-buende.de ist eine der spektakulärsten Zeitungen in Bünde = bekannt als Tabak-,

Zigarren- und Banderolenstadt, als „Fairtrade Town“ und als Radfahrer-Eldorado.

Anzeige

401.jpg