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„Die warten doch nur darauf, dass ich mir den Strick nehme! Hoffentlich nie Allianz versichert“.

2 Witwen – 1 Schicksal! Sie wohnen hunderte Kilometer von einander entfernt, kennen sich nicht – und sind sich doch so nah! Vereint im selben Leid. Im selben Monat (Juli) geboren. Beide Witwe. Beide haben 2 Kinder. Beide verloren sie auf tragische Weise ihren Ehemann. Beide lernten sie, was es heißt, sich mit dem Versicherungsriesen Allianz rumschlagen zu müssen.

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Bevor Iris Oest (45) auf dem Markt ihre Einkäufe erledigt, Äpfel, Apfelsinen, Grünkohl, Tomaten, Steckrüben und Kartoffeln in ihren Jutetaschen verstaut, hat sie frische Blumen gekauft und das Grab ihres Mannes geschmückt. Traurigen Herzens erinnert sie sich an ihren Ralf (45). „Ich hätte nie geglaubt, dass mir nach Deinem Tod das Leben so schwer gemacht würde“, flüstert sie und wischt sich über die Augen. Verzweifelt kämpfte diese Frau für ihre Kinder gegen die Habgier des Versicherungskonzerns Allianz. Ein Kampf David gegen Goliath. Und wer siegte? Witwe Iris! „Du darfst nie aufgeben“, rät sie allen.

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Die Monteurin Iris freute sich mit ihrem Mann, einem Facharbeiter, über die Fertigstellung des mit den eigenen Händen hochgezogenen Einfamilienhäuschens. Glücklich waren auch ihre Töchter Jennifer (damals 13) und Cindy-Lisa (damals 10)! „Denn endlich bekamen wir nach dem Umzug aus der viel zu eng gewordenen Mietwohnung unsere eigenen Zimmer“, erzählen sie dankbar www.boulevard-buende.de.

Vor Beginn der Bauarbeiten schlossen die Eltern eine Risikolebensversicherung ab, Auszahlung im Todesfall: 120.000,- EURO, vierteljährliche Beitragszahlung 53,74 EURO. Iris: „Wir wollten unsere Kinder absichern. Mein Mann und ich waren begeisterte Konzertbesucher und oft im Auto nach Dortmund, Düsseldorf, Köln oder Frankfurt unterwegs“. Da konnten sie den Ärger mit der Allianz Lebensversicheung Jahre später noch nicht ahnen.

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8 Jahre, 4 Wochen + 27 Tage nach Versicherungsbeginn suchte Ralf Oest seinen Hausarzt auf. „Ich habe Grippe“, glaubte er. Doch er landete als Notfallpatient im Krankenhaus, bekam Bluttransfusionen, später Chemo. Die Grippe entpuppte sich als Leukämie!

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www.markisen-zentrum.com

Sein 113 qm großes Eigenheim mit ausgebautem Dachgeschoss sah der Schwerkranke nur noch selten. Meist saßen seine Frau und die 2 Töchter bei ihm am Krankenbett in einer Spezialklinik.

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Wann immer die 3 konnten, fuhren sie mit dem Zug zu ihrem Papa. Trotz aller ärztlichen Bemühungen verstarb der Trainer und Betreuer einer Fußballmannschaft am 16.01.’11.

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„Gott sei Dank müssen wir uns finanziell keine Sorgen machen“, sagte Iris Oest zu ihren Kindern, „denn die Schulden, die noch auf unserem Haus lasten, können wir mit der Lebensversicherung abbezahlen“.

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Ein Irrtum, wie eine Dame namens Herrscher aus der Allianz-Zentrale „Mit freundlichen Grüßen“ am 02. März 2011 mitteilte. „Da wir die seit dem 01.08.2010 zu zahlenden Beiträge bis zum 25.09.2010 nicht vollständig erhalten hatten“. Einen Absatz weiter heißt es: „Den Betrag von 50,00 EURO überweisen wir auf Ihr Konto zurück“.

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Was hatte es damit auf sich? Auf den Schultern von Iris Oest lag seit der Erkrankung ihres Mannes die ganze Last einer Frau und Mutter, die nachts vor lauter Angst und finanzieller Sorgen nicht mehr schlafen konnte. Die körperlich und psychisch fertig war. Die miterlebte, wie aus einem kraftstrotzenden Ehemann und Sportler im Frühjahr 2010 ein Rentner wurde mit 929,82 EURO. Iris verdiente noch 400,- EURO hinzu, so dass von 1.329,82 EURO die gesamten Lebenshaltungskosten, die Hypothekenlast für’s Haus, die Fahrten zum kranken Mann und die Lebensversicherungsleistungen aufzubringen waren.

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Am 01.08.2010 löste die Volksbank den Einziehungsauftrag über 53,74 EURO an die Allianz nicht ein. Am 10.09.’10 erfolgte von der Versicherung eine Zahlungserinnerung. Am 20.09.’10 überwies Frau Oest 25,- EURO und am 28.09.’10 noch mal 25,- EURO. Es fehlten 3,74 EURO.

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„Nun ging ich davon aus, dass die Allianz regelmäßig weiter vom Konto abbuchen würde“, erzählt die Witwe. „Ich habe mich um die Finanzen nicht so regelmäßig gekümmert, mein Mann lag doch im Sterben! Ich lebte in einer Pension in der Nähe der Klinik, war täglich bei meinem Ralf auf der Intensivstation und hoffte, dass das Unmögliche noch möglich werden würde, die Lebensrettung. Inzwischen war in Amerika ein Knochenmarkspender gefunden und bei meinem Mann eine Transplantation vorgenommen worden“.

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Die Allianz hatte Frau Oest zwar auf das Wirksamwerden der Kündigung der Risikolebensversicherung mit den Worten hingewiesen: „Sind Sie bei Ablauf der Zahlungsfrist mit der Zahlung des Mahnbetrages noch im Verzug, wird die mit diesem Schreiben erklärte Kündigung mit Ablauf der Frist wirksam“.

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Da Frau Oest jedoch auf die 53,74 EURO–Mahnung mit  2 x 25,00 EURO-Überweisungen reagierte, war sie nicht mehr mit der Zahlung des Mahnbetrages in Verzug. Es fehlte nur noch der Teilbetrag von 3,74 EURO. Von einem Teilbetrag als Wegfall für den Versicherungsschutz war jedoch nirgendwo die Rede.

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Menschlich schäbig, juristisch zweifelhaft stahl sich die Allianz wegen der 3,74 EURO aus der Verantwortung mit einem Trick: sie buchte, ohne dies Frau Oest mitzuteilen, weder im Oktober ’10, noch im Januar ’11 die 53,74 EURO-Beiträge ab und schickte ihr stattdessen am 04. März 2011 (!) die 50,- EURO vom September 2010 (natürlich ohne Zinsen) einfach zurück.

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Dass die Oests 9 Jahre anstandslos zahlten, bis sie das grausame Schicksal Leukämie aus der Bahn warf, interessierte die Allianz nicht. Die schickte an die inzwischen zur Witwe gewordene 2-fache Mutter die Mitteilung: „Da keine Werte zur Bildung eines beitragsfreien Garantiekapitals (Versicherungssumme) zur Verfügung standen, ist diese Versicherung ohne Wert erloschen“. Warum schickte sie denn dann die 50,- EURO retour? Die anderen Beiträge, 9 Jahre lang bezahlt, steckte sie sich in die Tasche! Hauptsache, Allianz versichert …

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www.heemeyer.de

Nach einer Fernsehsendung in SAT1 schwante den Versicherern Böses, obwohl sie namentlich von Ulrich Meyer (56) in seiner „Akte 2011“ gar nicht genannt worden waren. Anstatt nun die 120.000,- EURO zu überweisen, boten sie der armen Witwe Oest im August 2011 einen Kuhhandel an: 60.000,- EURO auf’s Konto, für die restlichen 60.000,- EURO eine Verzichtserklärung.

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Die Witwe total sauer: „Diesen Affenzirkus machte ich nicht mit. Ich musste doch an die Zukunft meiner 2 Töchter denken. Ich wollte mich doch nicht bereichern. Ich wollte kein Geld für ein Leben als lustige Witwe in Saus und Braus. Mir ging es allein um die Zukunftssicherung und die Lebensqualität meiner Kinder, die ihren Vater verloren haben. Ich wollte ihnen wenigstens das Haus retten, das ich mit ihrem Papa erbaut hatte“.

Die Versicherer blieben stur. „Keinen Cent, wenn’s keine Verzichtserklärung gibt“.

Da schaltete sich www.boulevard-buende.de ein und nannte zum Entsetzen der Allianz deren Namen! „Eine Unverschämtheit“, polterte eine Anruferin aus der Assekuranz-Zentrale in einem Telefongespräch mit unserer Redaktion. Den Inhalt unseres Artikels machte Witwe Oest in 22 Briefen u.a. bei Wirtschaftsbossen, Politikern, beim Amts- und Landgericht sowie im Oberlandesgericht Hamm bekannt. Außerdem schickte sie unsere veröffentlichten Fakten an die BaFin, die staatliche Aufsicht über Versicherungsunternehmen (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, Verbrauchertelefon Montag bis Freitag von 08.00 – 18.00 Uhr 0228 29970299; Graurheindorfer Straße 108  53117 Bonn, E-Mail: poststelle@bafin.de. Telefax: 0228/4108-1550).

„Ich hörte nichts, aber nach 3 Wochen geschah ein Wunder. Es waren 120.000,- EURO von der Allianz auf mein Konto überwiesen worden“, strahlt sie glückselig. „Ich habe vor Freude geweint. Kämpfen lohnt sich“, gibt sie ihre Erfahrung an andere mutlos Gemachte und Enttäuschte weiter. „Ich konnte nur diesen Weg gehen, weil ich für’s Prozessieren kein Geld hatte“.

„Hätte Frau Oest meine Erfahrungen mit der Allianz gekannt, dann hätte sie gar nicht erst bei diesen Versicherern unterschrieben“, ist die Büroangestellte Birgit Thiel (48) sicher. Sie verlor bei einem Flugzeug-Absturz im Erzgebirge durch die Schuld des bei der Allianz versicherten Piloten Peter Mai (54) ihren Ehemann Dieter (37), selbstständiger Handelsvertreter. Es ging um 320.000,- EURO Schadensersatz plus Rentenansprüche für die Halbwaisen Alessa (8) und Marvin (6) im Schadensfall Nr. 30 LU 97/100094.

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Mit 2 Kleinflugzeugen war eine Gruppe von Immobilienhändlern, Hausverwaltern und Versicherungsmaklern Richtung Osten gestartet, um sich in Dresden ein Bauobjekt anzusehen. Unterwegs gerieten die Maschinen in dichten Nebel. Dem einen Piloten wurde der Weiterflug zu gefährlich, er drehte ab und landete sicher in Leipzig.

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Der als erfahrener geltende 54jährige Flugzeugführer Peter Mai traute sich jedoch den Weiterflug zu. Und das, obwohl er nur für Sichtflug ausgebildet war, nicht aber für einen Navigationsflug.

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Diesen Ausbildungsmangel umging er, indem er in beängstigend niedriger Höhe um die 50 Meter an der Autobahn Hof-Plauen entlang flog! Das ging so lange gut, bis er in tiefliegende Wolken geriet. Seine letzte Funkmeldung: „Ich muss die Maschine hochziehen“.

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Unmittelbar danach stürzte die Piper D-EDAC ab. Der Pilot und die 3 Passagiere starben. Wie ein Pfeil hatte sich das Flugzeug in den Boden gebohrt. „Anstatt die Maschine hochzuziehen, katapultierte sie der orientierungslose Pilot in den Wald“, kennt Birgit Thiel die Akteninhalte.

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Die Witwe warf dem Piloten grobe Fahrlässigkeit vor. „Er hätte umkehren müssen, anstatt in dem Schlechtwettergebiet auf gut Glück an der Autobahn entlang zu fliegen“.

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Im § 44ff des Luftfahrtgesetzes ist die Höchsthaftungsgrenze mit 170.000,- EURO festgeschrieben. „Es sei denn, es liegt grobe Fahrlässigkeit vor wie in diesem Fall“, hat sich die Witwe schlau gemacht.

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Sie forderte deshalb für sich und ihre vaterlos gewordenen Kinder den wesentlich höheren Mindestbetrag wegen dieses Verstoßes gegen die Luftfahrtregeln von der Allianz-Versicherung des Piloten, plus Rente für Sohn und Tochter.

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Der Geldkrieg wogte hin und her, wurde zur reinen Nervenschlacht. Der Prozess beschäftigte Richter und Gutachter im Land- und Oberlandesgericht. „Obwohl am Ende feststand, dass der Pilot verantwortungslos und damit grob fahrlässig gehandelt hat, lenkte die Allianz nicht ein. Die wartete doch nur darauf, dass ich mir den Strick nehme!“

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Nein, freiwillig wollten die nicht zahlen, keine Rente, kein Schmerzensgeld, keinen Verdienstausfall, nix. „Nach 10 Jahren nahm ich, seelisch am Ende, die 75.000,- EURO, die mir die Versicherung angeboten hatte. Nur, damit wir endlich unsere Ruhe hatten. Bei uns zu Hause gab’s bis dahin nur ein Thema, Papas Tod und meinen unendlich langen Kampf gegen die Allianz, um Geld für ein sorgenfreies Leben der Kinder, für Schulbildung, Studium, Beruf“.

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„Nicht anders war es bei mir“, erklärt Iris Oest. „Aber ich habe nicht klein beigegeben. Ich habe mich nicht mürbe machen lassen wie Frau Thiel. Wer am Ende seiner Kraft ist, sollte eine schöpferische Pause einlegen. Das habe ich auch getan. In der Ruhe liegt die Kraft. Wenn’s einem dann wieder besser geht und man einen klaren Kopf bekommen hat, heißt es weiter kämpfen. Leute, lasst Euch nicht unterbuttern. Stellt die an den öffentlichen Pranger, die es verdient haben. Die Allianz hatte es verdient. Ich bin mir aber auch nicht zu schade, danke zu sagen dafür, dass sich am Ende die in Geld schwimmende Allianz-Versicherung schuldeinsichtig von den 120.000,- EURO trennte und das Geld an mich überwiesen hat“.

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