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Vorsicht vor Winkeladvokaten – so ziehen diese Räuber ihren ahnungslosen Mandanten mit großem Bluff massenweise Kleingeld aus dem Portemonnaie

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Na, da schau her, diese Abzocker! In Blitzesschnelle ist einer von diesen Geldschneidern im Anwaltsrock zur Stelle. So zum Beispiel:

 

Nach 25 Jahren, 4 Monaten, 2 Wochen, 6 Tagen und 3 Kindern war alles aus – Egon Heist (47) aus Dünne lebte nur noch für seinen Verein! Die Ehe mit Linda (43) ging an seinem Hobby kaputt, endete vorm Scheidungsrichter und zerbarst in einem Scherbenhaufen. Der Küchenmöbelaufbauer und  Inneneinrichter  entschied sich gegen seine Frau und gegen seine Söhne Danny (23), Kevin (17), Nick (11), weil er frei sein wollte für seine Dart-Leidenschaft und seine Geliebte. Eleganter ausgedrückt: er fühlte sich im Bett bei seiner Vereinskameradin wohler als mit seiner Angetrauten. Kein halbes Jahr nach seinem letzten Hochzeitstag packte der Schürzenjäger eine Reisetasche und zog zu der neuen Errungenschaft.

 

 

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Der Weggang des Belami, den Linda mal aus tiefstem Herzen geliebt hat, der ihr jetzt plötzlich den Boden unter den Füßen wegzog, quälte sie jeden Tag. Er überließ ihr zwar generös das Haus, sie muss allerdings zusehen, wie sie mit der Hypotheken-Rückzahlung von über 600,- EURO im Monat von ihrer Erwerbsminderungsrente klar kommt. Sie ist an Morbus Crohn erkrankt, eine in Schüben verlaufende chronisch-entzündliche Darminfektion mit psychosomatischer Ursache (Konflikte in der Partnerschaft, Stress). „Ich liege jede Nacht wach, sehe uns auf dem Sozialamt betteln gehen, in der Armenküche um eine warme Mahlzeit anstehen - und meinen Ex als strahlenden Sieger engumschlungen mit seiner schmucken Perle bei Dartwettkämpfen. Gedanken und Bilder, die mich wahnsinnig machen“.

 

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So wahnsinnig, dass sie darüber grübelte, wie sie sich an dem einstigen Herzensbrecher rächen könnte. Doof war sie nicht mit dem Einfall: „Mensch, die Geschichte einer am Hobby des Mannes zerbrochenen Ehe lässt sich bestimmt gut verkaufen“. Sie wandte sich an verschiedene Verlage.

 

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Und tatsächlich: ihre Story wurde reich bebildert von mehreren Frauenzeitschriften abgedruckt. Millionen Leser erfuhren alles über Linda und Egon. Dass sie mit 86 Leuten ihre Hochzeit gefeiert hatten. Dass sie 14 war, als sie den 4 Jahre älteren Egon auf einer Geburtstagsfeier kennenlernte. Dass nach 5 Jahren die Verlobung stattfand. Dass sie am liebsten ihre Ferien in Tunesien, Griechenland und auf Mallorca verbrachten. Dass sie sich zuerst ihren Traum von einem schönen Haus mit über 180 qm Wohnfläche erfüllten, dann von drei Kindern. Linda hielt auch nicht damit hinter’m Berg, dass sie tüchtig mitarbeitete, um die Hypothekenlast schneller tilgen zu können. Zunächst verdingte sie sich als Küchenhilfe für 350,- EURO, zuletzt als 400,- EURO - Reinigungskraft.

 

 

 

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In ihrer illustrierten „Lebensbeichte“ verschwieg Linda nichts. „Kevin war 12, da fing es an mit dem Dart-Spielen. Mein Mann arbeitete von morgens früh bis abends achte, neune auswärts. Danach traf er sich mit seinen Kumpels zum Spielen. Gemeinsame Gespräche, Spaziergänge, Einkaufen mit der Familie, Ausflüge am Wochenende, nichts hat er noch mitgemacht. Ehe- und Familienleben fand nicht mehr statt. No sex, no love, seine neue Dart-Leidenschaft fegte unser Schlafzimmer leer“.

 

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Vereinsopfer Linda mochte anfangs nicht glauben, dass sie den Wettkampf gegen die Dart-Freunde ihres Mannes längst verloren hatte! Vielleicht, so sagte sie sich, ändert er sich, wenn wir nach den 2 großen Jungs noch ein drittes Kind bekommen! Nick wurde geboren. Sie begleitete ihren Mann sogar zu Meisterschaften. Sie fuhr mit ihm zu Qualifikationswettbewerben an weit entlegene Spielorte bis tief nach Süddeutschland. Oma kümmerte sich derweil um den Nachwuchs.

 

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„Ich war seine Fahrerin und froh, mit ihm wenigstens diese Zeit im Auto zusammen sein zu können“. Denn selbst zu Hause gab es nur eins für ihn: „Dart, Dart, Dart, Training bis zum Umfallen. Nachdem ich ihm den gemeinsamen Besuch einer Eheberatung empfohlen hatte, krachte es nur noch. Er brach Streitereien vom Zaun, damit er einen Grund hatte, vor mir  zu seinem Verein zu flüchten.  

 

 

 

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Er machte Zoff, wenn ich ihm angeblich nicht pünktlich seinen Kaffee gekocht oder die Brote mit Wurst und Zwiebeln, Käse und Paprika für die Arbeit bereit gelegt hatte. Grund zum Streiten und Abhauen fand er immer“.

 

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Weil jeder Cent für die Kreditrückzahlung des Hauses gebraucht wurde, ging sie arbeiten. „Es war an einem Sonntag Abend, ich weiß es noch genau, da kam er rein – die Nacht davor war er gar nicht bei uns  gewesen – packte seine Reisetasche. Kevin befand sich auf einer Klassenfahrt, seine Brüder saßen nichts Böses ahnend auf dem Sofa. Ich fragte meinen Mann, was er da macht.”

 

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„Ich gehe jetzt“, antwortete er und hob drohend den Zeigefinger. „Merk dir eins, ich habe mehr Luft zum Atmen als ihr alle zusammen“. Sekunden später fiel die Tür ins Schloss.

 

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Die Luft, die er sich nun selbst zum Atmen nahm, schnitt er bald darauf der Rest-Familie ab. Weil er angeblich zu wenig verdient, zahlt er nicht für alle Kinder Unterhalt. Linda verzichtete auf ihre Alimente in der Hoffnung, dass er ihr das Haus nicht wegnimmt. Sie ist neben ihrer 628,- EURO - Rente auf Putzfrauentgelt angewiesen, das sie dazuverdienen muss, damit sie das 616,- EURO – Darlehen Monat für Monat zurückführen kann. Fehlt was, hilft Lindas Mama aus.

 

 

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Die ständige Geldknappheit, die Zukunftsangst, Wut und Haß waren es, die Linda auf die Idee brachten, Illustrierte und Fernsehsender zu kontakten. Sogar Promis bekamen Post von ihr, damit ihre nicht alltägliche Story über die Hobbysüchtigkeit des Ehemannes mit den fatalen privaten und finanziellen Folgen für Linda öffentlich gemacht wird. Zudem wollte sie ihn richtig in die Pfanne hauen: „Der vergnügt sich mit seiner Geliebten!  Ehefrau und Kinder lässt er verhungern“, schrieb sie.

 

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Interessenten fanden sich massenhaft. Nachdem dann “Die wahre Geschichte aus dem Leben“ erschienen war, gab Linda an, sie hätte ihre „Lebensbeichte“ nur mit der Zusage veröffentlichen lassen, 1.000,- EURO Honorar zu erhalten. Ihre 2 ältesten Söhne könnten das bezeugen, obendrein noch eine Nachbarin. Linda behauptete sogar, ihre Unterschrift auf einem Veröffentlichungsformularvertrag sei gefälscht worden. „Meine Unterschrift wurde da einfach reinkopiert“.

 

 

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Ein vom Jagdeifer gepiesakter, karrieregeiler Staatsanwalt glaubte Linda ungeprüft jedes Wort! Der schickte sogar Polizisten für eine Hausdurchsuchung in eine Bünder Redaktion und beförderte – man hält es nicht für möglich - den Veröffentlichungsvertragsbesitzer auf die Anklagebank! Er war einer derjenigen, die Linda interviewten.  Die gegen ihn verhängte  Geldstrafe in Höhe von 1.200,00 EURO „wegen Betruges und Urkundenfälschung“  bezahlte er nicht an die Staatskasse. Stattdessen legte er Widerspruch gegen den Strafbefehl ein und forderte einen öffentlichen Prozess.

 

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Zur Verhandlung nahm der von Linda geleimte Biograph einen Rechtsanwalt mit. Sie selbst, Kronzeugin des Staatsanwalts, bewies mit ihren nonchalanten Verdrehungen sagenhafte Umfallerqualitäten. Es stellte sich nämlich schnell heraus, dass sie reihenweise Verlage und Fernsehsender angeschrieben und ihnen von ihrer ungewöhnlichen Lage berichtet hatte, ohne einen Cent Honorar zu verlangen. Ein Hamburger Großverlag schickte ihr einen Reporter in die Bude, der mit 200 Aufnahmen zurückkehrte. Zu sehen ist darauf wie schön alle mitmachten. Einer von Lindas Söhnen malte sogar für den Knipser ein Schild mit der Aufschrift „Papa, warum lässt du uns im Stich?“ Linda selbst zertritt in einer Bildfolge eine von Egons heißgeliebten Dartscheiben vor der Gartenhütte. „Damit“, zeigt Linda, „trainierte Egon immer so gern“. 

 

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Bei der Beschlagnahmeaktion in  Bünde  nahmen Polizisten den von Linda als Urkundenfälschung bezeichneten Vertrag mit. Ohne dass die Staatsawaltschaft dieses Blatt DIN A 4 an einen Schriftsachverständigen zur Überprüfung gab, lag es auf dem Tisch der Richterin. Linda sollte was dazu sagen. 

 

„Ach“, flötete sie, „das ist ja doch meine Unterschrift. Damals war ich so verzweifelt und habe nur gedacht, lieber Gott, wie kann ich meine Kinder durchbringen? Das ist alles so schnell gegangen. Wenigstens 1000,- EURO hatte ich mir schon für meine schöne Geschichte erträumt.  Geredet habe ich  mit dem Reporter nicht darüber“.

 

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Die Richterin reagierte übellaunig mit sauerbierähnlicher Miene. “Wie können Sie denn dann in Ihrer Strafanzeige wortwörtlich behaupten, Sie und Ihre Kinder hätten nie was unterschrieben? “. Da wurde Linda ganz nervös. Sie rutschte auf ihrem Allerwertesten so heftig hin und her, dass die Beobachter Sorge haben mussten, sie würde sich Verbrennungen 3. Grades zuziehen. Kleinlaut gab sie zu, die Unterschrift unter’m Vertrag sei echt und ihre eigene.

 

Der arme Staatsanwalt wäre in diesem Augenblick am liebsten in ein Mauseloch gekrochen. Die Schamesröte stieg ihm in’s Gesicht, weil er von dieser Scheinheiligen vor den Augen und Ohren lachender Zuschauer so schrecklich gedemütigt wurde!

 

„Ja, schämen Sie sich”, schimpfte der Angeklagte zu ihm rüber. „Sie sind selbst schuld an diesem Fiasko“, regte er sich  auf. „Warum haben Sie die Spintisiererei dieser Frau nicht überprüft, bevor sie hier den großen Wichtigtuer mimen und mich als Betrüger diffamieren?“

 

 

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Nach 54 Minuten war alles vorbei. Der Staatsanwalt plädierte  2 ½ Minuten lang. Er wollte von seinem Vorwurf nichts mehr wissen.  „Ein glasklarer Freispruch vom Vorwurf der Urkundenfälschung und des Betruges“, lautete das 480 Sekunden später verkündete rechtskräftige Urteil. 

 

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Weil bei Linda nix zu holen ist, mussten die Steuerzahler für den sauschnellen Ankläger in die Tasche packen und die gesamten Prozesskosten bezahlen. Für den Freigesprochenen 412,00 EURO, für seinen Verteidiger 769,91 EURO. Na, das war eine Pfeife! Der bekam die Zähne kaum auseinander. Saß da, wie die Mumie Tut-ench-Amun (ägyptischer König um 1350 v. Chr., sein Grab wurde 1922 entdeckt). Eloquent verteidigt hat sich der Angklagte selbst. Der Schwarzkittel daneben hörte sich das ohne jede Ergänzung an.

 

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Aber dann, Mann oh Mann, dieser Rechtsanwalt! Für ihn kam noch seine große Stunde des Abgrasens!

 

Der freigesprochene Bünder hatte dem Juristen 8 Wochen vor’m Prozesstermin 650,00 EURO Kostenvorschuss bezahlt. Die mussten nach dem Freispruch zurückfließen, weil die Staatskasse ja für den derben Spaß aufkommen musste. Tatsächlich zahlte der Anwalt die Kohle erst nach 7 telefonischen und schriftlichen Mahnungen zurück. Das dauerte ein Vierteljahr. Zinsen flossen gar nicht! Obwohl die Justizkasse dem Aasgeier Zinsen in Höhe von 7,11 EURO überwiesen hatte.

 

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Der Schlaumeier aber dachte nicht daran, sich davon zu trennen! Das tat er auch nicht nach einem wahren Proteststurm des Mandanten! Sogar die Androhung strafrechtlicher Schritte zwangen den Teufelskerl nicht zur Einsicht. Es kam zu einer Strafanzeige wegen Betruges (Unterschlagung von Mandantengeld) und einer Beschwerde bei der Rechtsanwaltskammer.

 

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Da reagierte der mit allen Wassern gewaschene Regelverstoßler mit einem simplen Zaubertrick!  Der steht in der schriftlichen Stellungnahme der „Rechtsanwaltschutzorganisation“, die sich Anwaltskammer nennt und der der Abweichler mit dem Geldentwertungseinfall als Mitglied angehört. Die Beschwerdeinstanz antwortete so:

 „Sie werfen in Ihrer Eingabe dem Beschwerdegegner vor, er habe Ihnen auf aus der Justizkasse erstattete Kosten, angefallene Zinsen, nach Ihrer Berechnung 7,11 EURO, veruntreut, indem er Ihnen diese nicht ausgezahlt habe. Der Beschwerdegegner verwahrt sich gegen den Vorwurf mit dem Hinweis, er verrechne gegenüber einem etwaigen Zahlungsanspruch auf Auszahlung der 7,11 EURO mit ihm zustehenden Hebegebühren nach §§ 13, 14 VV 1009 RVG. Dieser Betrag entspräche 9,28 EURO, allein aus den für Sie vereinnahmten und weitergeleiteten 650,00 EURO. Aus Sicht der Rechtsanwaltskammer ist die Vorgehensweise des Beschwerdegegners nicht zu beanstanden“.

 

 

 

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Ein Aberwitz! Denn in der Bundesrechtsanwaltsgebührenordnung, kurz BRAGO genannt, heißt es in  § 22 unter Hebegebühr (5): Der Rechtsanwalt erhält die Hebegebühren nicht, wenn er eingezogene Kosten an den Auftraggeber abführt.  Nichts anderes hat dieser Winkeladvokat getan! Er vereinnahmte keine 650,00 Euro für den Bünder, sondern er bezahlte dessen Kostenvorschuß zurück: Ergebnis: Anwaltsbeschiß auf der ganzen Linie!

 

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Tipp von www.boulevard-buende.de:

Erteilen Sie keinem Rechtsanwalt uneingeschränkte Geldempfangsvollmacht! Die steht im Kleingedruckten auf seinem Vordruckformular. Streichen Sie diesen Satz oder ergänzen Sie ihn handschriftlich mit dem Zusatz: Ohne Berechnung von Hebegebühren. Tun Sie das nicht, kann es Ihnen passieren, dass der Anwalt Ihnen nach einem gewonnenen Prozess das Geld nicht in einer einzigen Summe schickt, sondern in drei Teilbeträgen – für jede Einzelüberweisung darf er 1 % Hebegebühr einbehalten!

 

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Supergewinn, oder? So schnell wird Ihr Portemonnaie erleichtert! Seien Sie auf der Hut vor diesen Aasgeiern!  Vor Rechtsanwälten, die Sie linken, indem Sie vorm Unterschreiben einer Vollmacht  nicht darüber aufgeklärt werden, was mit Ihnen noch alles veranstaltet werden kann. Abseits von dem, was garnicht erst auf dem mit  reichlich unverständlichem übersäten Zettel steht.

 

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Für Linda endete ihre Verlogenheit übrigens bitter. Sie verlor einen nachfolgenden Zivilprozess gegen ihren angeblichen Unterschriftenfälscher mit Pauken und Trompeten. Bis 2014 stottert sie nun ein 4-stelliges Schmerzensgeld in Monatsraten an ihn ab.

„Ich hab’ mein Pannen-Kind von einem unfruchtbaren Mann“ staunt Sandra (28)

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„Er hat mich reingelegt“, weinte Sandra Gozemba (28) aus Löhne. „Ich bekam einen Tobsuchtsanfall, weil ich nicht verhütet hatte. Dieser Schuft! Er hat mich belogen. Unfruchtbar sei er, säuselte er mir damals ins Ohr. So hat er mich geschwängert“, erzählt die Kauffrau. Nach kurzer Pause lacht sie süß und meint: „An diesen Filou hab’ ich jetzt mein Herz verschenkt!“ Dabei strahlt sie ihre zwei Errungenschaften an: Christian Römmelt (31) und Gian Luca(2).

 

 

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„Ich konnte es einfach nicht glauben“, erzählt Sandra. „Aber es war eindeutig, ich erwartete ein Baby. Und dann noch von einem Kerl, den ich gar nicht liebte“.

Sie heulte nur noch. Ihr schönes Leben war vorbei. Dabei reiste sie doch so gern!

 

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„Meine berufliche Zukunft, meine Lebensplanung, alles lag am Boden. Wie konnte ich nur so dämlich sein und auf diesen hinterfotzigen Typen reinfallen? Seine Freundin hatte ihn nach 3 Jahren abserviert, weil sie Kinder haben wollte und er ihr diesen Wunsch nicht erfüllen konnte. Seine Hoden würden keine Spermien produzieren, hat er zu der gesagt. Sie trennten sich“.

 

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Beruflich war Sandra viel unterwegs. Sie stellte auf Messen und Märkten wie auf der Grünen Woche in Berlin Produktneuheiten vor. „Mein Job füllte mich voll aus“, stellt sie klar, 1,72 m, blaue Augen, schöne Zähne, brustlanges Blondhaar, geschmeidige Hände, Maße 82-70-90. Eine attraktive Erscheinung.

 

 

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Eine ihrer Stationen war die Consumenta in Nürnberg. Hinter Sandra lag ein harter Arbeitstag. An ihrem Verkaufsstand hatte sie hunderten Interessenten einen neuartigen Zwiebelschneider vorgeführt.  „Abends taten mir die Finger weh, ich brauchte Ablenkung“. 

 

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Im „City-Hotel“, wo sie während ihrer Messetätigkeit regelmäßig abstieg, schlüpfte Sandra in ihre Tigerlookleggins, zauberte mit Bronzingpuder einen Hauch Urlaub auf Nase, Wangen, Kinn. Schnell noch Haare und Gefühle ordnen, dann warf sie sich ins Nachtleben. Nach 3 Fußminuten landete sie im “Trichter“, einer rappelvollen Kneipe mit Superstimmung, Live-Musik und rundum fröhlichen Leuten.  

 

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Zu einem setzte sie sich an den Tisch. „Muskulös, dunkelbraune Augen, Kurzhaarschnitt, 1. FCN – Fan, von Beruf Krankentransportfahrer. Er brachte Patienten zur Reha nach Herzogenaurach. Schnell war das Eis geschmolzen. „Ich lachte ihn an, er lachte zurück – es wurde ein schöner Abend. Er endete mit dem Austausch unserer Handynummern. Am nächsten Morgen reiste ich weiter“.

 

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3 Wochen später war sie zurück auf dem Nürnberger Ostermarkt. Verabredung im City-Hotel. Sie sprechen, lachen, kommen sich näher. Beide spüren, es liegt was in der Luft. Ihre Wangen glühen. Sie schweben auf Wolke 7, gehen in Sandras Zimmer. Er flüstert: „Wir müssen uns nicht schützen, ich kann keine Kinder zeugen”. Sie glaubte ihm!

 

 

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 Am nächsten Morgen fährt sie nach Augsburg zur „Dult“. 1 Woche Kirmes, anschließend 9 Tage „Maimarkt“ in Mannheim. Er simst ihr hinterher: „Seit du weggegangen bist, ist mein Herz so leer“. Sie antwortet nicht. Nein, keine Fernbeziehung! Christian gibt nicht auf, simst, versucht zu telefonieren. Sie bleibt stumm.

 

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Nach einem Vierteljahr nicht mehr! Da ruft Sandra ihn wütend an. „Du Sauhund hast mich reingelegt. Ich bin schwanger“, schreit sie ins Handy.

 

 

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Er reagierte, wie sie es nicht erwartet hatte. Er bestritt seine Vaterschaft nicht. Er antwortete: „Bleib ruhig, Schatz. Wenn du abtreibst, wäre ich sehr traurig“. Abtreibung? Ja, der Gedanke war ihr schon gekommen. „Weil ich mich so betrogen und reingelegt fühlte. Wie sollte ich das meinen Eltern beibringen?“ Nach einer Zeit des Grübelns war abtreiben kein Thema mehr.

 

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Sie war im 5. Monat, ein Samstag, da stand er vor ihrer Tür. Als sie öffnete, nahm er sie in seine Arme, zog sie an sich und hauchte ihr ins Ohr: „Wir müssen jetzt stark sein für unser Kind. Wir 3 gehören zusammen. Wir sind eine Familie, was Schöneres gibt es nicht auf der Welt!“

 

 

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„Da wurde mir ganz warm um’s Herz“, lächelt Sandra verträumt wie ein kleines Mädchen. „Der seelische Druck war wie weggeblasen.Ich gestand alles meinen Eltern“.

 

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Am nächsten Tag rief sie ihn nach Feierabend an und fragte: „Was hältst du davon, wenn du zu mir ziehst?“

 

 

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Christian: „Ich brauchte keine Bedenkzeit. Für Sandra und Gian Luca gab ich mein altes Leben auf, mein Stammlokal, meine Freunde, meinen Job. Ich mache eine Umschulung zum Sport- und Fitnesskaufmann“.

 

 

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Sandra beendete ihre Messetätigkeit. „Nur die Liebe zählt und meine Familie“, lehnt sie sich dankbar an Christians Schulter. Auf ihrem Knie kräht beider ganzer Stolz: Gian Luca, quicklebendiges „Unfall“-Kind von einem unfruchtbaren Mann.

 

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„Eine Liebe wie im Märchen“, meint Christian. „Ich habe dem Richtigen mein Herz geschenkt“, leuchten Sandras blaue Augen hell wie die Sonne.

 

 

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Unfruchtbarkeit

 

Nur sehr selten liegt Unfruchtbarkeit bei Männern daran, dass die Hoden keine Spermien produzieren. Wegen eines Hodenhochstands, hormoneller Störungen, Verletzungen oder Mumps in der Kindheit.

 

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Sehr viel häufiger gelangen nicht genügend Spermien ins Ejakulat. Das kann an unterbrochenen Samenleitern, anomal ausgebildetem Samen oder einer zu geringen Beweglichkeit der Spermien liegen. Gründe dafür können akute Erkrankungen, Einnahme von Anabolika oder Umweltschadstoffe sein.

 

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Irrer Nachbarschaftsstreit, weil der einzige Sohn nach dem plötzlichen Tod des Vaters nicht mehr bei Mama bleiben wollte und gegen deren Willen heiratete, gilt seitdem “Durchfahrt verboten!”

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Wer die Hochzeitsfotos sieht, schüttelt den Kopf. Neben dem glücklichen Hochzeitspaar Claudia Melzer (46) aus Bielefeld und Ulrich Pankoke (50) aus Spenge (NRW) steht eine ältere Dame mit eisigem Blick. Das Gesicht ohne Regung. Wie in Stein gemeißelt. Das ist Hanna, die Mutter des Bräutigams. Sie weiß, den Kampf, ihn im „Hotel Mama“ als Dauergast einquartieren, beaufsichtigen, drangsalieren und versklaven zu können, hat sie verloren. Ihr Sohn gehört jetzt einer anderen. Was für ein herber Verlust, was für eine Niederlage! Der Junge kennt echt kein Mitleid. Wo sie doch 31 Jahre vorher ihren Mann Heinz (51), seinen geliebten Papa, nach einem Verkehrsunfall beerdigen musste.

 

 

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„Die Heirat hat sie mir nie verziehen“, sagt der Verwaltungsangestellte beim Finanzamt Herford über seine seit dem Hochzeitstag nur noch Hass schürende Mutter. „Wir wohnen im selben Haus, das meine Mutter und ich zu gleichen Teilen erbten. Aber wir benutzen nicht denselben Zugang. Meine Frau und ich gehen durch die Haustür und die 22stufige Treppe hoch. Sie schleicht durch die große Deelentür links am Haus in ihre Parterrewohnung“.

 

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Wenn wir uns trotzdem mal über den Weg laufen, grüßt die böse Schwiegermutter nicht. Geht stumm mit Todesverachtung an uns vorbei“, erzählt die Schwiegertochter. Ulrich ergänzt mit verständnisloser Miene: „Fehlt nur noch, dass sie uns ins Gesicht spuckt“.  

 

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Für Hanna Pankoke traf es sich gut, dass ein halbes Jahr vor dem Tod ihres Mannes im Nachbarhaus Günter Diekmann (51) gestorben war. Der hatte sich aus Scham über eine Alkoholfahrt, nach der er seinen Führerschein verloren hatte, in der Scheune neben dem Wohnhaus erhängt. Witwe Hannelore (79) weinte an seinem Grab im Frühjahr 1980. Sechs Monate später starb Heinz Pankoke im Krankenhaus. Er war mit seinem PKW auf der Werther Straße in Lenzinghausen gegen einen Baum geprallt. Witwe Hanna und Halbwaise Ulrich schworen sich, das Leben fortan so gut es ging zu meistern, sich gegenseitig Halt und Trost zu geben.

 

 

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Aber die Mutter beäugte ihren Sohn wie eine Glucke. Sie versklavte ihn, er war ihr Knecht. „Die befahl mir, dieses zu tun und jenes zu unterlassen“, erzählt der 50jährige. „Claudia und ich wären längst fortgezogen. Aber ich flüchte nicht von meiner Heimatscholle! Mein Vater würde sich im Grabe umdrehen, wenn ich sein Erbe, sein Elternhaus verlassen würde, 1825 erbaut, das er mit Herzblut, eigener Schaffenskraft und nach seinen finanziellen Möglichkeiten renovierte, modernisierte und instand hielt. Ihm zuliebe halte ich durch“.

 

 

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Dieses in Ehren halten ist eine beinahe unerträgliche psychische und physische Last, die Ulrich und Claudia durchs Leben schleppen. Die Witwe unter ihnen und die von nebenan verstehen sich nämlich prächtig. Der Tod ihrer Männer hat sie zusammengeschweißt zu einem Herz und einer Seele. Sie treffen sich regelmäßig zum Kaffeeklatsch. Da wird geschnattert und gehetzt, aufgewiegelt und Unruhe gestiftet. Scharf gemacht und denunziert. Verleumdet und gehickhackt.

 

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Ach, was war die Hannelore doch für eine nette Trösterin, als sich Hanna über die Hochzeit ihres Sohnes Ulrich echauffierte! Nach dem Motto: „Was brauchste den Sohn, du hast doch mich!“, schaukelten sie sich hoch. Was dabei herausgekommen ist, landete als Schlammschlacht im Amtsgericht Herford (Az.: 12 C 551/10). Die stellvertretende Direktorin Jutta Wietfeld-Rinne (60) muss sich damit seit dem 23.04.’10 rumplagen. Und schiebt die Akte dieses Nachbarschaftswahnsinns am liebsten vor sich her. 

 

 

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Es geht darin um “Durchfahrt verboten!” Darum, dass der widerspenstige, nicht nach der Pfeife seiner Muter tanzende Sohn ja nicht auf den Gedanken kommt, in seinem PKW die 50 Meter bis vor seine Haustür zu fahren.

Wie eine Detektivin wacht Hannelore Diekmann tagsüber als Späherin hinter zugezogenen Gardinen in ihrem Haus „Am Schürhof“ Nr. 47 darüber, dass nur ihre Freundin Hanna im dahinter liegenden Haus „Am Schürhof“ Nr. 45 Autobesuch empfängt – auf keinen Fall der Junior! Für den und dessen Frau Claudia gilt – und nur für sie - das an der einzigen Zufahrt zu beiden Grundstücken aufgestellte Schild: „Privatgrundstück – Durchfahrt verboten“. 

 

 

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Ulrich Pankoke ist fassungslos: „Es ging los, als ich Claudia kennenlernte. Wollte ich weg zum Rendezvous, versuchte meine Mutter das zu verhindern. ‚Nein, du bleibst hier. Ich brauche deine Hilfe’. Als ich heiraten wollte, befahl sie mir, ‚Nein, du heiratest nicht. Die schon gar nicht! Dein Platz ist bei mir’. Nach dem Tod meines Vaters verbot sie mir, in Urlaub zu fahren, ‚Wen habe ich denn noch? Nur dich’. So ging das Tag für Tag, Jahr für Jahr“.

 

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 Aber: Hanna Pankoke musste zu ihrem Entsetzen erkennen: „Sie konnte ihren Sohn im “Hotel Mama” nicht wie einen Hund an die Leine legen und rumkommandieren“, erzählt Claudia. „Nach unserer Hochzeit hatten es Ulrich und ich dann plötzlich nicht mehr nur mit ihr allein, sondern auch noch mit der Witwe von nebenan zu tun. Die Hannelore Diekmann mischte sich ein“.

 

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Das sah dann so aus: Wenn Claudia und Ulrich über’s Wochenende verreisen wollten, hetzte die Alte aus Haus Nr. 47, sie hätten gefälligst zu Hause zu bleiben, den Gemüsegarten in Ordnung zu bringen. Tomaten, Kartoffeln, Salat, Möhren oder Bohnen zu ernten. Ulrich Pankoke: „Natürlich fuhren Claudia und ich weg“.

 

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Das konnten sie bis ins Jahr 2010 so machen. Sie verstauten vor der Haustür ihr Reisegepäck im Kofferraum, und los ging’s! Bis sie eines schönen Tages zurückkamen und mit dem Auto 50 Schritte vor ihrem Grundstück anhalten mussten. „Durchfahrt verboten“ und ein rotweißes Flatterband signalisieren ihnen seitdem, nun ist  Schluss mit lustig! „Wir wurden vor unserem eigenen Haus ausgesperrt“, ereifert sich Ulrich Pankoke.

 

 

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Er versuchte es zunächst im Guten. Berief sich auf sein Gewohnheitsrecht. Auch das bewegte die Zusperrer nicht zur Einsicht. Alle Bitten waren vergeblich. Bernd-Horst Deke (41) antwortete ihm. Der ist verheiratet mit Witwe Hannelores Tochter Annette (49). Er betonte, allen sei doch an einem „konfliktfrei nachbarschaftlichen Verhältnis gelegen“. Er verwies die Pankokes aber im selben Atemzug auf „die eigene Zufahrt über den Gemeindeweg“. Die an seinem Schafstall vorbei bleibe gesperrt.

 

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Der „Gemeindeweg“ ist ein Witz! Er führt durch ein Landschaftsschutzgebiet und darf deshalb nicht asphaltiert oder sonst wie befestigt werden. Ein Trampelpfad durch eine Wiese. Ein über 400 Meter weiter Umweg. Eine ganze Sportplatzrunde!

 

 

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Die Folgen dieses Adrenalin-Dauerschocks: Krankenwagen oder Feuerwehr dürfen im Notfall über die seit bald 200 Jahren bestehende Zufahrt nicht zum Haus Nr. 45. Möbelanlieferungen sind nicht möglich. Es sei denn, die Möbelpacker schleppen das Mobiliar fast einen halben Kilometer über die von Maulwurfshaufen übersäte Wiese im Landschaftsschutzgebiet. Eingekaufte Lebensmittel müssen die Pankokes vom ebenso weit entfernten Parkplatz zum Wohnhaus schleppen. Bei jedem Wetter, Hagel, Schnee, Regen, Sturm. Ihre Autos stehen unbeaufsichtigt weit weg an der nächst geteerten Straße. „Ein gefundenes Fressen für Demolierer und Diebe“, wird es Claudia Pankoke angst und bange.

 

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 www.kirschmonster.de

 

 

 

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„Wie wir die nächste Öllieferung für unsere Heizung bekommen sollen“, fürchtet Ehemann Ulrich Schlimmes, „wissen wir nicht. Das letzte Tankfahrzeug ließen die netten Nachbarn nicht zu uns durch. Einen so langen Zuleitungsschlauch vom Tankfahrzeug bis zu unserem Einfüllstutzen am Haus, den gibt es leider nicht“. Den schwarzen Saft zum Betrieb ihrer Heizung bekamen sie schließlich nur, weil ihr Anwalt mit einem Polizeieinsatz drohte.

 

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 www.tankcenter-halstenberg.de

 

 

Ein Ende der Streiterei? Nicht in Sicht.    

 

Was sagen Hanna Pankoke und Hannelore Diekmann zu alledem? „Kein Kommentar“, sind sie sich einig. „Das machen die Anwälte und das Gericht“.

 

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www.brewitt.de